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Prüfers Kolumne Ein Hoch auf den „Office Dog“!

Die Zeiten, in denen Hunde im Büro verpönt waren, sind vorbei. Die Vierbeiner fördern die Gesundheit und den Teamgeist. Je mehr Hunde, desto besser!
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Prüfers Kolumne: Der Hund im Büro Quelle: dpa
„Take Your Dog to Work Day“

Die Zeiten, in denen Hunde am Arbeitsplatz verpönt waren, sind lange vorbei.

(Foto: dpa)

Schon wieder habe ich den „Take Your Dog to Work Day“ am 22. Juni verpasst. Vielleicht, weil ich keinen Hund habe. Der „Take Your Dog To Work Day“ ist der Tag, an dem Großraumbüros zu Hundewiesen werden. Jeder Mitarbeiter darf sein Haustier mitbringen.

Die Chefs finden das gut, man darf seinen Hund sogar sponsern lassen, denn der „Take Your Dog To Work Day“ dient dem Spendensammeln für die Vermittlung herrenloser Hunde. Die Zeiten, in denen Hunde am Arbeitsplatz verpönt waren, sind lange vorbei.

Die Wissenschaft ist geradezu begeistert vom „Office Dog“, es kann einem Büro eigentlich nicht viel Besseres passieren, als dass es von Hunden bewohnt wird. Vergangenes Jahr erklärte eine Studie im „International Journal of Environmental Research and Public Health“, dass Hunde am Arbeitsplatz für soziale Unterstützung sorgen und auch für die Kollegen eine angenehmere Atmosphäre schaffen.

Tillmann Prüfer ist Mitglied der Chefredaktion des „ZEIT“-Magazins.
Der Autor

Tillmann Prüfer ist Mitglied der Chefredaktion des „ZEIT“-Magazins.

Vor allem, wurde hervorgehoben, kommen Mitarbeiter, die psychisch erkrankt sind, am Arbeitsplatz besser zurecht und könnten häufiger wieder erfolgreich ins Arbeitsleben einsteigen, wenn ihnen ein Hund zur Verfügung steht. Eines der hundefreundlichsten Unternehmen in den USA ist Amazon.

Bei Amazon gibt es mehr als 1000 Hunde. Das sind fünf Prozent mehr als 2013. Es gibt sogar ein Gebäude, das nach einem Hund benannt ist, nämlich nach Rufus, einem legendären Bürohund aus den frühen Tagen des Unternehmens.

Normalerweise schaffen sich Menschen Hunde an, weil sie mehr vor die Tür kommen wollen. Nun zwingen wir die Hunde, mit uns am Arbeitsplatz abzuhängen. Ich hatte einmal einen Chef, der sich einen Hund angeschafft hatte und diesen Hund dann immer mit in sein Büro brachte. Vielleicht hatte er gehofft, ein Tier an seiner Seite würde sich positiv auf seine Ausstrahlung auswirken.

Der junge Hund jedenfalls verrichtete sein Geschäft im Gebäude, haarte und sabberte alles voll. Außerdem roch das Büro meines Chefs von da an penetrant nach Hund. Gewiss, es gibt Hunde, die haaren, sabbern und riechen kein bisschen. Vielleicht gibt es auch Hunde, die ein perfektes Büro-Utensil sind.

Aber generell meine ich, dass ein Hund eben Tier ist, in dem ein Stück Wildnis steckt. Wenn der Hund mit am Arbeitsplatz ist, wird meiner Meinung nach nur deutlicher, dass ein Büro ein Platz ist, der eigentlich für überhaupt niemanden geeignet ist. Nicht für den Hund und nicht für den Menschen.

In einer besseren Welt würde niemand gezwungen sein, seine Tage zwischen Gipskarton-Wänden, graublauem Teppichboden und Laserdruckern zu verbringen. Vielleicht irre ich mich da aber auch. Wenn man sich das Beispiel von Amazon anschaut, bekommt man den Eindruck: je mehr Hunde, desto besser.

Vielleicht hat Amazon nicht so sehr auf Software gesetzt, aber umso mehr auf Hunde, wer weiß das schon. Wenn sich das Hundewachstum bei dem Konzern weiter so entwickelt, werden eines Tages bei Amazon mehr Hunde arbeiten als Menschen.

Jeff Bezos wird dann den „Bring dein Herrchen mit zur Arbeit“-Tag ausrufen. Vielleicht ist Amazon-Chef Jeff Bezos selbst ein Hund – und wir haben es nur noch nicht bemerkt.

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