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Prüfers Kolumne Wann mehr Bücher lesen gegen das Doppelkinn hilft

Die Corona-Videokonferenzen konfrontieren uns mit dem eigenen Aussehen, das gefällt nicht jedem. Mehr Schönheit versprechen OPs – oder Bücherstapel.
30.08.2020 - 11:39 Uhr Kommentieren
Handelsblatt: Prüfers Kolumne
Der Autor

Tillmann Prüfer ist Mitglied der Chefredaktion des „Zeit-Magazins“.

Ich habe gelesen, dass die Corona-Pandemie zu einem Anstieg der Schönheitsoperationen geführt haben soll, besonders in den USA und in Asien. Beliebt sind Fettabsaugen und Brustvergrößerungen. Und etliche haben den Lockdown genutzt, um sich ein anderes Gesicht zu verschaffen. Es ist ja auch eine historisch einmalige Gelegenheit. Man konnte zu Hause bleiben, bis Verbände und Bandagen entfernt werden konnten oder aber sie bequem unter einer Gesichtsschutzmaske verbergen. 

Und bei Videokonferenzen kann man das Bild ausmachen. Dann sieht niemand, wenn man mehr Weiß im Gesicht hat als ein Pandabär. Es mag ja auch sein, dass nicht nur die Gelegenheit zu mehr OPs führt, sondern auch die Tatsache, dass man sich in Kontrollfenstern all der Videokonferenzen plötzlich viel häufiger selbst betrachtet. Man schaut ja in den seltensten Fällen die Kollegen an, meist starrt man auf das Videofeld mit dem eigenen, in den Bildschirm starrenden Gesicht.

Und dieses Ich gefällt einem nicht. Deswegen müssen Lider gestrafft oder Falten geglättet werden. Manche Schönheitschirurgen vermuten, dass die Maskenpflicht den Blick auf das Gesicht verändert. So wird die Aufmerksamkeit auf die Augenpartie gelenkt – mitsamt Krähenfüßen.

Auch die Angst vor der Arbeitslosigkeit soll eine Rolle spielen. Schließlich könnten bei anhaltender Rezession etliche Jobs wegfallen. Da man nicht zur Altware auf dem Arbeitsmarkt zählen will, wird vorsorglich die Optik etwas aufgefrischt. Damit man sich anschließend mit neu aufgearbeitetem Gesicht neu bewerben kann, auch das online.

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    Video-Jobinterviews werden mehr und mehr Standard. In der „New York Times“ fand ich einen Ratgeber für Online-Vorstellungsgespräche. So wird geraten, während des Interviews die Schultern zurückzunehmen, um eine motivierte Haltung einzunehmen.

    Dazu sei am besten geeignet, sich vorn auf die Stuhlkante zu setzen. Man soll auf günstigen Lichteinfall achten, am besten von vorn oder seitlich von einer Wand reflektiert. Man riet auch zu einem Ringlicht, wie es Influencer benutzen – das sind sie ja nicht von ungefähr.

    Es wird empfohlen, die Laptopkamera auf Augenhöhe zu heben, oder leicht darüber. Dazu muss man allerdings den Laptop hochbocken. Die „New York Times“ rät zu einem Bücherstapel. Was bedeutet, dass ein Interviewpartner, der mit seinem Gesprächspartner auf Augenhöhe ist, vermutlich im Besitz einiger Bücher ist.

    Und wer keine Bücher hat? Wird leicht von schräg unten aufgenommen. Von schräg unten sieht jeder Mensch aus, als hätte er ein Doppelkinn und eine zu große Nase. Was vermutlich bedeutet, dass Menschen, die lesen, weniger zu Schönheitsoperationen neigen.

    Mehr: Vitamin B wie belastend: Warum nicht lieber eine Bewerbung schreiben?

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