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Homo oeconomicus Covid-19 wird Treiber von Industrie 4.0

Die Pandemie hat die Anfälligkeit von Lieferketten offengelegt. Die Antwort muss auch ein Quantensprung bei der Digitalisierung der Produktion sein.
03.08.2020 - 11:47 Uhr Kommentieren
Der Autor ist Professor für Wirtschaft und Finanzen an der Hebräischen Universität Jerusalem und CEO von Start-Up Nation Central, einem Nonprofit-Beratungsunternehmen, das Kontakte zum israelischen Technologiesektor vermittelt. Quelle: Nation Central
Eugene Kandel

Der Autor ist Professor für Wirtschaft und Finanzen an der Hebräischen Universität Jerusalem und CEO von Start-Up Nation Central, einem Nonprofit-Beratungsunternehmen, das Kontakte zum israelischen Technologiesektor vermittelt.

(Foto: Nation Central)

Die Covid-19-Epidemie hat unsere Zukunft verändert indem sie die digitale Transformation dramatisch beschleunigt hat. Sie wirkt sich auf alle Bereiche unseres Lebens und der Wirtschaft aus, von der Gesundheitsfürsorge über die Bildung bis hin zu Produktionsanlagen und Lieferketten.

Verteilte Lieferketten sind nicht so attraktiv und effizient, wie sie einst schienen. Seltene Ereignisse können sie empfindlich stören. Länder und Unternehmen brauchen deshalb widerstandsfähigere Lieferketten, mit zusätzlichen Kapazitäten in der Nähe des Heimatlandes für den Fall einer Störung, um nicht von politischen Entscheidungen anderer Länder abhängig zu sein.

Produktionsanlagen müssen viel flexibler und widerstandsfähiger werden und eine Fernüberwachung, Fernverwaltung sowie bessere Geschäftskontinuität bei Störungen ermöglichen. Dies wird auch von Kunden, Investoren, Gläubigern und Versicherern gefordert.

Infolgedessen wird eine umfassende Digitalisierung der Produktionsanlagen, integriert mit allen anderen Systemen, zu einem absoluten Muss. Sie liefert die notwendigen hochwertigen Daten, auf die eine Ebene der Erkenntnisgewinnung, Entscheidungsunterstützung und Steuerung der Produktionsprozesse – alles in Echtzeit – aufgesetzt werden muss. Solche Systeme müssen eine ganze Größenordnung besser werden als das, was heute existiert.

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    Das legt nahe, dass Covid-19 auch die Einführung digitaler Technologien in der Fertigung und im Lieferkettenmanagement beschleunigen dürfte, die bisher hinter anderen Sektoren zurückgeblieben ist.

    Zu den relevanten Technologien gehört die Erfassung großer Datenmengen aus der Fertigung unter Verwendung fortschrittlicher Sensoren und neuartiger Datenplattformen, mit denen digitale Nachbildungen der Produktionsprozesse erstellt werden.

    Hochentwickelte Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens (ML) erkennen Ineffizienzen, künftige Probleme und Anomalien, einschließlich Cyberbedrohungen. Verteilte Systeme wie industrieller 3D-Druck und Fernfertigung tragen zu dieser Mischung bei. Sie erfordern eine viel ausgefeiltere Datenverarbeitung und -kommunikation sowie ein höheres Maß an Cybersicherheit.

    Viele dieser Technologien werden in großem Umfang Teil neu errichteter Fertigungsanlagen sein. Sie können aber auch die Digitalisierung von bestehenden Betrieben unterstützen und so Betriebsausgaben durch Investitionsausgaben ersetzen.

    Israel ist bekannt für seine Fähigkeiten in den Bereichen Cybersicherheit und AI/ML, Computer Vision, Sensoren und Integration komplexer Systeme, was erklärt, warum Israel – ein Land mit einem sehr kleinen Fertigungssektor – eine so überproportionale Rolle in der vierten industriellen Revolution spielt und dazu beiträgt, intelligente, widerstandsfähige und agile Industrien auf der ganzen Welt, einschließlich Deutschland, zu schaffen.

    Mehr: Lesen Sie hier, warum die zweite Corona-Welle Israels Tech-Industrie bedroht.

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