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Arnulf Keese

Expertenrat – Arnulf Keese Deutschland, die letzte Bastion des Bargelds

Sei es Bäcker oder Taxi: Noch immer ist bargeldlos Bezahlen in Deutschland nicht überall möglich. Ein Plädoyer für das Ende von Scheinen und Münzen.
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Für Geschäfte ist die Zahlung mit Karte teurer als mit Scheinen – für den Kunden ist es bargeldlos aber praktischer. Quelle: dpa
Bargeld in der Kasse

Für Geschäfte ist die Zahlung mit Karte teurer als mit Scheinen – für den Kunden ist es bargeldlos aber praktischer.

(Foto: dpa)

In meinem kleinen Vorort am Rande von Berlin gibt es einen vorzüglichen Bäcker, wo ich sonntags fürs Familienfrühstück einkaufe. Vor allem die Rosinenbrötchen sind zum Niederknien. Es könnte alles so schön sein – wenn mein Bäcker nicht einen erbitterten Kampf ums Bargeld mit mir führen würde.

Unter der Woche arbeite ich in der Berliner Innenstadt, bezahle Bahntickets, Restaurantbesuche und vieles mehr mit meiner Kreditkarte. Bargeld benötige ich nicht. Selbst in meinem Vorort kann ich überall – von der Tankstelle über die Post und den Supermarkt bis hin zum Restaurant – mit der Karte bezahlen. Ich dürfte natürlich auch bar bezahlen, aber ich muss nicht. Und das ist der springende Punkt.

Die letzte Bastion des Bargelds ist der Bäcker. Dort spielt sich jedes Mal die gleiche Szene ab: Ich gebe meine Bestellung auf und werde aufgefordert irgendeinen krummen Betrag zu bezahlen. Und weil ich fast nie Bargeld brauche, habe ich nur eine Reserve für Notfälle im Portemonnaie, meist 50 oder 100 Euro. Nicht weil ich protzen wollte, sondern weil viele Geldautomaten einfach keine kleineren Scheine ausspucken.

Größere Stückelungen sind günstiger für die Betreiber. Außerdem bestimmt die Nachfrage das Angebot: 42-mal im Jahr hebt der Deutsche Geld am Automaten ab, im Schnitt jeweils knapp 200 Euro.

„Haben Sie es nicht kleiner?“, kommt so sicher wie das „Guten Morgen“ beim Betreten der Filiale, wenn ich meinen 50-Euro-Schein zücke, um Brötchen und Croissants zu bezahlen. Kartenzahlung? Fehlanzeige. „Wir nehmen nur Bargeld.“ Die Vorstellung ist irrwitzig: Da holt der Bäcker morgens Wechselgeld von der Bank, um abends die Einnahmen wieder einzuzahlen. Zu stören scheint es ihn jedoch nicht.

Natürlich ist der Bäcker nicht der Einzige, der auf Bargeld besteht. Es gibt viele Verweigerer, Taxifahrer und kleine Lokale, die einem das ewige Märchen vom defekten Kartenlesegerät erzählen. Manch einer akzeptiert nur EC-Karten, oft kann man das Trinkgeld nur bar zahlen. Ich bin es leid.

„Bargeld abzuschaffen, wäre wie ein Tempolimit auf der Autobahn“

Ich weiß, dass mein Bäcker und auch alle anderen irgendwann einmal einknicken und ihren Don-Quichote’schen Kampf gegen das mobile Bezahlen aufgeben werden. Bis dahin werde ich bei jeder Bezahlung wie selbstverständlich die Karte zücken und bei Ablehnung überrascht aufschauen.

Aber warum muss es überhaupt so lange dauern? In vielen Ländern ist Kartenzahlung bereits Standard. Natürlich kenne ich die Argumente, die hierzulande ins Feld geführt werden, aber ich kaufe sie nicht:

Wir können uns die Umstellung nicht leisten? Das Argument zog so lange, bis selbst Aldi Kartenzahlung akzeptierte. Inzwischen kann man dort sogar per Smartwatch bezahlen. Bei meinem Bäcker kostet der Cappuccino so viel wie beim Café Einstein auf der Friedrichstraße in Berlin Mitte. Ich vermute, beide haben eine ähnliche Marge, Miete und Personalkosten sind in Mitte bestimmt höher – und dennoch kann man dort mit Karte bezahlen. 

Bargeld ist immerhin schneller

Sicherlich fallen bei Kartenzahlungen höhere Kosten an als bei Bargeldzahlungen – aber erfolgreiche Händler und Dienstleister wissen, dass Serviceverbesserungen sich stets positiv auswirken. Ganz zu schweigen, dass Kosten auf den Kunden abgewälzt werden, wenn dieser am Automaten Bargeld abheben und gegebenenfalls Gebühren bezahlen muss, um ein Paar Socken oder einen Kaffee zu kaufen.

Die Kartenzahlung dauert zu lange? Dazu gab es im Herbst 2017 eine Untersuchung der Bundesbank: Demnach dauert das Bezahlen mit Scheinen und Münzen im Schnitt 22 Sekunden (wenn die Omi vor einem nicht gerade nach den Groschen sucht), während die Kartenzahlung mit PIN 29 Sekunden und die mit Unterschrift 38 Sekunden benötigt. Das würde klar für Bargeld sprechen.

Aber damals war die NFC-Technologie, die neue EC- und Kreditkarten sowie Smartphones und -watches nutzen und mit denen inzwischen viele Kassenterminals ausgestattet sind, kaum verbreitet. ApplePay und GooglePay gab es noch gar nicht. Damit verkürzt sich die Transaktionsdauer auf wenige Sekunden.

Das Kartenlesegerät ist defekt? Oder die Karte funktioniert nicht? Diese Situation erlebt man regelmäßig in Taxis und kleinen Restaurants, und man könnte daraus schließen, dass es massive technische Probleme mit den Geräten gibt. Allerdings ist davon auszugehen, dass es sich dabei schlicht um eine faule Ausrede handelt, denn das Kreditkartennetzwerk ist eines der größten und stabilsten überhaupt. 14 Milliarden Kreditkarten sind weltweit aktiv, die Akzeptanz und Verbreitung sprechen für sich.

Liebe Einzelhändler, Restaurantbetreiber, Taxifahrer, Bäcker und alle, die Ihr noch immer die Kartenzahlung verweigert: Ich schätze Eure Produkte und Dienstleistungen, ich bezahle gerne dafür, und ich respektiere, dass Ihr hart für Euer Geld arbeitet. Aber es ist ein Irrglaube, dass die Beschränkung auf Bargeld gut für Euer Geschäft ist.

Kein Diebstahl mehr, kein Raub

Lasst uns Kunden doch bitte die Wahl, wie wir bezahlen möchten. Wir haben gute Gründe, warum wir keine Bargeldbündel und Kleingeldbeutel mit uns herumschleppen wollen. Wir mögen es, wenn unsere Finger nach dem Bezahlen nicht kleben oder nach Pommes oder Fisch riechen. Wir finden es praktisch, mit der Smartwatch an der Supermarktkasse zu bezahlen, schneller als der Kassierer nach der Payback-Karte fragen kann. Wir finden es großartig, Auslagen für Reisekosten nicht vorstrecken zu müssen. Wir schätzen es, eine Übersicht all unserer Transaktionen online einsehen und auswerten zu können.

Und wir freuen uns darauf, wenn wir demnächst unser Portemonnaie ganz zu Hause lassen können und nicht mehr fürchten müssen, es unterwegs zu verlieren oder dass es jemand klaut. Diebstahl und Raub würden auch für Euch der Vergangenheit angehören.

Laut einer Bundesbank-Studie aus dem vergangenen Jahr macht Bargeld nur noch 47,6 Prozent aller Zahlungstransaktionen aus – 5,6 Prozent weniger als noch 2014 und 10 Prozent weniger als 2008. Ich persönlich gehe aufgrund der Veränderungen des Kundenverhaltens gerade bei Jüngeren und der zunehmenden Verbreitung neuer Technologien davon aus, dass sich diese Entwicklung noch beschleunigen wird. Und bei der nächsten Erhebung nur noch ein gutes Drittel aller Zahlungen bar stattfinden wird.

Wer auch immer also weiter für das Bargeld kämpfen möchte, dem sage ich: Ihr werdet die Digitalisierung nicht aufhalten!

Seid offen und profitiert davon, denn die werden dort hingehen, wo sie so bezahlen dürfen, wie sie wollen. Und sie geben mehr Geld aus, wenn sie so bezahlen dürfen, wie sie wollen. Das haben sie im Internet bereits gezeigt, an der Ladenkasse wird es nicht anders sein.

Arnulf Keese ist Chief Digital Officer der Deutschen Kreditbank (DKB). Zuvor war er unter anderem Chef von Paypal Deutschland.


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23 Kommentare zu "Expertenrat – Arnulf Keese: Deutschland, die letzte Bastion des Bargelds"

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  • Ich gebe nur das Geld aus welches ich auch in der Hand habe und das hat man am besten im Griff mit Bargeld.
    Wenn ich im Urlaub bin kann ich auch alles mit Bargeld bezahlen, also ist es ja nicht nur in Deutschland so.
    Ich schaue in den Geldbeutel und sehe wieviel Geld ich dabei habe ohne irgendwelche Pin-Nummern eingeben zu müssen :-) und wenn ich Essen gehe, gebe ich gern der Bedienung ein Trinkgeld .

  • Etwas Realitätsverweigernd der Herr Keese. Er sollte sich mal anschauen was die Bundesbank dazu sagt : Eine Schuldbefreiende Zahlung erfolgt nur durch Euroscheine und Münzen ! Dazu mal eine böse Frage : Glauben Sie das in Berlin die Nutten vom Strassenstrich ein Lesegerät mit rumschleppen ?
    Ich kenne einige Hotels und Restaurants die grundsätzlich auf Barzahlung bestehen und das auch am Eingang darstellen. zum Beispiel mit einem Bild und durchgestrichenen Kredit - Plastik -Karten mit dem Hinweis NO CARDS - CASH ONLY ! Diese Läden mag ich, nur Bares ist Wahres!

  • Der gläsere Mensch, aus der Sicht eines Bankers sicher ein Traum.
    Für mich ein Albtraum, den ich so gut es geht umgehe.
    Niemand muss mein Kaufverhalten einsehen können und ich habe in meiner
    Geldbörse einen guten Überblick, was ich noch zur Verfügung habe.
    Bargeldlos zahlen - manchmal für 1,50 € - daran verdient die Bank und es dauert
    an der Kasse doppelt so lange.
    Ich möchte weiterhin selber bestimmen können, wie ich mein Geld ausgebe.
    Bei normalen Geldbeträgen ist und bleibt es Bargeld.

  • Mein Motto lautet immer noch >> Nur die Armen zahlen mit Karte, wer Geld hat kann sich dies am Automaten holen << - ich findes es furchtbar, wenn diese Menschen ihren einkauf von 1,90 mit der Karte bezahlen, dass daueert dann doppelt so lange als würde Oma Erna ihre Zentstücken in der Börse zusammen suchen. Bei größeren Anschaffungen sehe ich es ja noch ein, aber den Wocheneinkauf kann man doch locker in Scheinen und Münzen bezahlen, dann weiß ich auch wie viel ich ausgegeben habe. Das ist für eine Bank natürlich schlecht, denn dann habe ich ja einen Überblick über meine Ausgaben, brauche in der Regel keinen Kredit. Das es im bargeldlosen Verkehr weniger diebstahl gibt, halte ich für blödsinn. Ganze Banden sind bereits auf Kreditkartenbetrug umgestiegen. Zusätzlich müssen Modelle geschaffen werden, um die Leute zu befriedigen, die keine reguläre Karte bekommen können, immer hin 7 Millionen Menschen in Deutschland - steigend. Aber auch das schafft neue Arbeitsplätze - aber nur bei den Banken!

  • Damit die amerikanischen Dreckskonzerne Google, Apple, Kredikartenfirmen... noch mehr verdienen und keine Steuern zahlen, wo sie ihre Gewinne machen.

    Ich versuche diese Läden soweit wie möglich zu boykottieren, wir deutschen einschließlich unser ober Finanzer Scholz werden von denen über den Tisch gezogen.

    So lange es geht wird mit Bargeld gezahlt.

  • Aber natürlich: Belasten wir jeden Zahlungsvorgang mit einer Gebühr! Erzählen wird dem Durchschnittsbürger und Kleinunternehmer, dass er gefälligst seine Ausgaben noch mehr erhöhen soll! Und vor Allem sollen die Herren Banker genau wissen wieviel Geld vom Ehemann zur Ehefrau wechselt und umgekehrt...und am Schluss wird man dies bei den Ehepartnern als Einkommen definieren und besteuern!....und das Taschengeld für Kinder gleich mit! Nicht zu vergessen: Die Armen in unserer Gesellschaft, Die brauchen die Digitalisierung ihres Geldes ganz dringend....sagt sogar das Sozialamt und zwingt die Bedürftigen ein völlig sinnloses und teures Bankkonto zu eröffnen. Diebstahl und Raub gehören der Vergangenheit an....ein Witzbold ist der Mann oder halt ein Glückspilz. Und etwas ganz Wichtiges hat er völlig vergessen: Bitcoin und Co. werden seine Bank und seinen Arbeitsplatz, durch eine weitere Digitalisierung, obsolet machen....na, ja, ich will ja nicht so böse sein und dem Herrn jetzt schon Altersarmut wünschen!

  • Gut zu wissen, dass viele hier ähnlich denken und kommentieren.
    Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir in Deutschland überall noch die Option haben mit Bargeld zu bezahlen! In vielen Orten im europäischen Ausland ist das keine Selbstverständlichkeit mehr.
    Ich persönlich habe keine Lust, dazu gezwungen zu werden vollkommen transparent zu werden, indem alle meine Transaktionen nachverfolgt werden können. Das einzige Gegenargument ist Bequemlichkeit!
    Sehr geehrter Autor, Sie sind ja nicht zum ersten Mal bei ihrem Lieblingsbäcker, Sie wissen, dass sie dort wieder hingehen werden. Ist es da wirklich so schwer vorher einmal bar zu bezahlen und sich das Kleingeld aufzuheben?
    Wir alle sind sehr verwöhnt vom momentaren Stand unserer Gesellschaft, aber wer sich auch nur minimal mit Geschichte auskennt weiß, dass es auch anders aussehen kann.
    Aus diesen und von vielen Mitlesern auch genannten Gründen sollten wir uns weiterhin fürs Bargeld einsetzen und unsere Komfortzone für unsere persönliche Freiheit und unseren Datenschutz einfach mal ein wenig ausdehnen.
    Erschreckend finde ich allerdings, dass dieser Punkt in ihrem Artikel einfach übergangen sind.
    Wir Deutschen sind halt einfach nicht blöd und denken weiterhin kritisch.

  • Also wenn Sie nicht mit Bargeld beim Bäcker bezahlen möchten, dann gehen Sie doch bitte zum so hoch gelobten Discounter Aldi, bei dem Sie auch frische Brötchen bekommen.
    Anscheinend haben Sie es auch noch nie erlebt, wenn der Kunde vor Ihnen mit Karte bezahlen möchte, er die Karte zuerst dreimal verkehrt in den Kasten schiebt, dann die PIN nicht mehr weiß und sich am Ende hereuasstellt, dass das Konto überzogen ist und er dann entweder doch mit Geld bezahlt oder alles wieder storniert wird.

    Ich jedenfalls möchte künftig nicht auf die Möglichkeit verzichten bar bezahlen zu können. Auf elektronischem Weg werden sämtliche meiner Zahlungen von Stellen nachverfolgt, die ich weder kenne, noch von denen ich möchte, dass sie meine Zahlungen nachverfolgen. So kann ein komplettes Profil meiner Person angefertigt werden, nur aufgrund meines Kaufverhaltens.
    Außerdem gibt es Umstände, die ohne Bargeld kaum vorstellbar sind:
    - z.B. Menschen die am Rande des Existenzminimums leben. Wie soll ich einem Obdachlosen einen Euro zustecken können, wenn er keine Möglichkeit hat, meinen E-Euro zu akzeptieren. Und soll an dem EURO auch noch der Staat verdienen, indem ihm der EURO vom Sozialgeld wieder abgezogen wird?
    - Was ist mit Menschen die sich in Bereichen bewegen, von denen andere nichts erfharen sollen? Erwarten Sie künftig von Freiern, dass Sie die Prostituierten elektronisch bezahlen? Wer würde das machen?
    - Denken Sie allen Ernstes, dass ein Alkoholiker sein Problem quasi öffentlich machen möchte, indem er seinen Alkohol mit Karte oder Smartphone bezahlt?
    - Und kranke Menschen möchten wohl kaum, dass eine Zahlungsstelle Einsicht hat, in die Medikamentenliste, die vom Apotheker abgerechnet wird.

    Aber Ihnen scheint dies alles egal zu sein. Hauptsache, Sie können weiterhin auf das Positive von neuen Technologien beharren.

    Übrigens: An welche Geldautomaten gehen Sie eigentlich? An allen von mir besuchten Automaten bekam ich kleine Scheine; größere sind dagegen schwerer erhältlich.

  • Ich bin selbst Einzelhändler mit einem kleinen, niedlichen Laden. Und ich akzeptiere Kartenzahlung über SumUp, das eins dieser relativ modernen Kartenzahlungsunternehmen ist - und die Gebühren erheblich günstiger sind als bei den traditionellen Kartenterminals eingesessener Banken.

    Debit-Karten ("EC-Karte") kosten knapp 1% des Umsatzes, Kredit-Karten (VISA, Mastercard..) etwa das Dreifache. Das ist auf den ersten Blick nicht viel. Aufs Jahr summiert sich das aber in einer Art, dass man davon auch super hätte in Urlaub fahren können. Und das, wo ich doch einen sehr günstigen Anbieter habe. Händler und Dienstleister, die sich noch die dicken Terminals ihrer Hausbank leisten, zahlen mehr.

    Aber auch Bargeld ist im Handling nicht kostenlos. Die Banken verlangen von Geschäftskunden Gebühren für Einzahlungen, Geldwechsel (vor allem Münzen!) und der Weg zur Filiale ist auch mit Zeit (und damit Kosten) verbunden.

    Und dann auch noch der Effekt, dass Kunden mit Karte gerne auch mehr einkaufen. Ohne großes Exceltabellen-Buntmachen vermute ich, dass der Mehrumsatz die o.g. Kartenterminal-Gebühren wieder auffängt. Zumindest hoffe ich das ;)

    Unterm Strich bin ich als Händler somit "pro Kartenzahlung", aber bitte wenn möglich nicht mit teurer Kreditkarte. Auch in Apple Pay und Google Pay hinterlegen Kunden leider häufig die Kreditkarte statt einer Debitkarte, was mich dann dreifache Gebühren kostet. Mal schauen, wie sich das mit zunehmender Verbreitung der beiden Services so einpendelt.

  • Sie beführworten das Digitale Geld doch nur aus folgenden Gründen :
    1. Weiteres Drehen an der Gebührenschraube
    2. Absolute Kontrolle des Kaufverhalten und die Möglichkeit der Weitergabe
    3. Die Zwangsdigitalisierung aller Bevölkerungsschichten
    4. Sie können sich vor "1 Euro-Sammlern" drücken
    Aber was will man von einem Bankangestellten auch erwarten.
    Bitte nicht weiter so, Sie Experte !

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