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Inside Baustroffbranche Das Geschäft mit Beton bröckelt

Eine Warnung des irischern Baustoffriesen CRH zieht Heidelberg Cement mit nach unten.
  • Georg Weishaupt
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Georg Weishaupt ist Unternehmensredakteur. Quelle: Pablo Castagnola

Georg Weishaupt ist Unternehmensredakteur.

(Foto: Pablo Castagnola)

Die Baustoffhersteller sind nervös, zu nervös. Da reicht eine Gewinnwarnung, und die gesamte Branche zieht es mit in die Tiefe. Auslöser ist der irische Riese CRH. Er meldet schlechte Zahlen für das erste Halbjahr: Der Nettogewinn sackt von 83 Millionen auf nur noch 20 Millionen Euro ab und lässt die Aktie gestern zeitweise um 15 Prozent abstürzen. Damit zieht die Nummer zwei auf dem Weltmarkt gleich die gesamte Baustoffbranche mit nach unten: Heidelberg Cement verliert rund fünf Prozent, der Schweizer Konzern Holcim sowie die französischen Konkurrenten Lafarge und Saint Gobain sacken ebenfalls ab.

Die Kettenreaktion ist nicht neu. Bereits Anfang Juli sorgte der CRH-Konzern für einen Kursrutsch bei Baustoffaktien. Auch damals ging es um das US-Geschäft. Aber vor acht Wochen deutete CRH die Schwierigkeiten auf dem US-Markt nur an. Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch, und das Unternehmen warnt: „Die Bedenken hinsichtlich der Erholung in den USA haben sich erhöht.“

Selbstverständlich ist der US-Baumarkt schwierig. Er erholt sich nur langsam von der Finanz- und Wirtschaftskrise. Doch es ist falsch, die gesamte Branche deshalb in Sippenhaft zu nehmen. Der CRH-Konzern verdient sein Geld vor allem im risikoreichen, privaten Wohnungsbau in den USA. Heidelberg Cement hingegen ist stark bei Infrastrukturprojekten, die auch von staatlichen Konjunkturprogrammen profitieren.

Außerdem ist CRH vom Geschäft in reifen Märkten wie den USA und Europa abhängig. Sein deutscher Konkurrent Heidelberg Cement hat seine Strategie rechtzeitig geändert und mischt inzwischen kräftig im Wachstumsmarkt Asien mit.

Klar ist allen, dass das US-Geschäft riskant bleibt. Doch Heidelberg-Chef Bernd Scheifele hat bei den Halbjahreszahlen vor kurzem zumindest bewiesen, dass dort auch Geld zu verdienen ist.

Es kommt eben darauf an, wie man mit schwierigen Märkten und Themen umgeht – entsprechend dem Branchenslogan: „Beton, es kommt nur darauf an, was man daraus macht“.

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