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Inside Oerlikon Solargeschäft soll die Wende schaffen

Der Schweizer Anlagenbauer startet nach einer großen Krise noch einmal durch. Er will die Kosten für leistungsfähige Solarmodule drastisch senken. Ein Kommentar von Georg Weishaupt.
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Georg Weishaupt ist Redakteur im Unternehmensressort. Quelle: Pablo Castagnola

Georg Weishaupt ist Redakteur im Unternehmensressort.

(Foto: Pablo Castagnola)

Wer Großes vorhat, braucht viel Mut, wie ihn die amerikanische Surflegende Robby Naish besitzt. Davon soll der Rekordweltmeister jetzt etwas an den Schweizer Oerlikon-Konzern weitergeben und als Werbefigur für neues Selbstvertrauen sorgen. Damit nimmt der Maschinen- und Anlagenbauer einen zweiten Anlauf, um wieder im Solargeschäft mitzumischen. Mit einer neuen Fertigungsstraße wollen die Schweizer die Herstellungskosten für sogenannte Dünnschichtmodule, die mit deutlich weniger Silizium als übliche Photovoltaikanlagen auskommen, auf 0,50 Euro pro Watt senken, sagte Chief Executive Officer (CEO) Michael Buscher dem Handelsblatt. Bislang seien in der Branche Werte um einen Euro pro Watt üblich. Als Kostenführer gilt der US-Konzern First Solar.

Die bessere Fertigungstechnik soll die Solarsparte aus der Krise führen. Denn im vergangenen Jahr rutschte sie in die roten Zahlen, wie der gesamte Konzern, der vor allem durch eine Übernahme hohe Schulden angehäuft hatte. Im Frühjahr dieses Jahres wurde Oerlikon dann in letzter Minute vor dem Zusammenbruch gerettet. Es folgte ein drastisches Sanierungsprogramm und der Austausch des Managements.

Der neue Solarchef Jürg Henz trieb die technische Entwicklung voran und konnte im laufenden Jahr wieder erste Aufträge platzieren. Wichtigste Märkte sind für Oerlikon wie für seine deutschen Konkurrenten Centrotherm und Roth & Rau die Länder Asiens. Während der Sanierungskurs bei den anderen fünf Konzernsparten erste Erfolge zeigt, wies der Solarbereich im ersten Halbjahr unter dem Strich einen Betriebsverlust von 60 Mio. Schweizer Franken aus. Im zweiten Halbjahr erwartet Henz ein deutlich besseres Ergebnis.

Aber eines ist auch ihm klar: Die neue Fertigung dürfte erst im neuen Jahr einen nennenswerten Beitrag zum Umsatz leisten. Schneller geht es im Anlagengeschäft nicht. Daran kann selbst Surflegende Robby Naish mit seinem schelmischen Lächeln nichts ändern.

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