Kolumne „Off Screen“ Möglicher Goldregen für RTL-Aktionäre

Der Privatsender RTL ist der größte Gewinnbringer des Medienkonzerns Bertelsmann. Den Aktionären von Europas größtem Fernsehkonzern winkt möglicherweise in den nächsten zwölf Monaten eine Sonderausschüttung.
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Handelsblatt-Reporter Hans-Peter Siebenhaar schreibt immer montags seine Kolumne „Off Screen“.

Handelsblatt-Reporter Hans-Peter Siebenhaar schreibt immer montags seine Kolumne „Off Screen“.

Wenn Liz Mohn in den opulenten Firmenpalast nach Berlin mit der prestigereichen Anschrift Unter den Linden 1 einlädt, kommen sie alle: die Mächtigen, die Schönen, die Reichen, die Kreativen. Die Sommerparty der Bertelsmann-Matriarchin zählt zu den wichtigsten Festivitäten der Hauptstadt. Deshalb wird im fernen Gütersloh monatelang an der Inszenierung des weit verzweigten Medienimperiums von Bertelsmann gearbeitet.

In diesem Jahr ließ Liz Mohn ihren Buchkonzern Random House, der gerade an der Fusion mit dem britischen Konkurrenten Penguin arbeitet, in den Fokus rücken: Das gedruckte und das digitale Wort wurden auf allen Stockwerken der Konzernrepräsentanz publikumsträchtig inszeniert. Und RTL? Auf der Party gewährte Liz Mohn ihrem Fernseh- und Radiokonzern keine Bühne.

Dabei ist der Luxemburger Konzern der eigentliche Star bei Bertelsmann. Im vergangenen Jahr lieferte der europäische Branchenprimus mehr als eine Milliarde Euro an operativen Betriebsgewinn in Gütersloh ab. Zum Vergleich: bei Random House waren es lediglich 325 Millionen Euro. RTL war, ist und bleibt der wichtigste Gewinnbringer des 178 Jahre alten Familienkonzerns aus Ostwestfalen.

Deshalb ist die Stimmung in der Führungsspitze der RTL Group trotz der fehlenden Dankesbekundung auf der Bertelsmann-Sommerparty gut. Vorletztes Wochenende hatten die beiden RTL-Vorstandsvorsitzenden Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch ihre Manager aus ganz Europa nach Stockholm eingeladen. Unter der Sonne der schwedischen Hauptstadt gab es einen guten Grund zu feiern. Die RTL Group hatte vor wenigen Wochen den zweiten Börsengang einigermaßen gut über die Bühne gebracht.

Der Gütersloher Mutterkonzern verkaufte 17,3 Prozent seiner Aktien für 1,4 Milliarden Euro. Damit erhöht sich der Anteil der frei handelbaren Aktien auf 24,1 Prozent. Mit dieser Transaktion schuf Bertelsmann die Voraussetzung dafür, dass die RTL Group nun in den Aktienindex SDax einzieht. Das Ziel des prominenteren MDax wurde aber verfehlt. Doch in der Konzernzentrale in Luxemburg ist die Hoffnung dennoch groß, mit den Konkurrenten Pro Sieben Sat 1 und Sky Deutschland künftig gleichzuziehen. Beide Wettbewerber sind seit Jahren in dem Segment der mittelgroßen Börsengesellschaften geführt.

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  • Ein Beweis für die Verbödung Deutschlands, die RTL in grossem Umfang mit seinem Hartz IV TV mit zu verantworten hat. Dieses Unternehmen gehört mit allen seinen Tochtergesellschaften verboten!

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