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B.wertet Faszination ist unbezahlbar

Fußballer und Unternehmenslenker verdienen viel. Während Millionen-Gehälter bei Fußballprofis akzeptiert werden, werden Manager schnell als maßlos verschrien. Die Faszination des Sports ist einfach unbezahlbar.
9 Kommentare
Christine Bortenlänger – B.wertet. Christine Bortenlänger leitet ab September 2012 das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt.

Christine Bortenlänger – B.wertet. Christine Bortenlänger leitet ab September 2012 das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt.

Fußball begeistert mich. Spannung, Risikobereitschaft, das unberechenbare Auf und Ab und die Wankelmütigkeit des Glückes – vieles aus der Welt des Fußballs erinnert mich an die Börse. Nun ist die Bundesligasaison fast zu Ende, der deutsche Meister steht fest und nur um den Abstieg wird noch gerungen. Gratulation an die einen, Kopf hoch an die anderen, bleibt mir da nur zu sagen.

Mein Herz schlägt für Bayern München. In dieser Saison haben „die Roten“ tolle Spiele hingelegt, leider allerdings auch so manches Mal ihre Chancen nicht genutzt. Das ist nicht erfreulich – aber auch das erinnert mich an die Börse. Uns Bayern-Fans bleibt nur übrig, den Daumen für das Champions-League-Finale im eigenen Stadion zu drücken – wenn die Bayern dann die gleiche Mischung aus Leidenschaft und Professionalität an den Tag legen wie gegen Madrid, ist mir um das Ergebnis nicht bange.

Und im DFB-Pokal gibt es ein Wiedersehen mit dem deutschen Meister Borussia Dortmund – nach den Niederlagen in der Bundesliga könnte es dann vielleicht einmal klappen. Aber Vorhersagen sind beim Fußball wie an der Börse schwierig.

Eines hat die vergangene Saison gezeigt: sie war spannend und voller Überraschungen und es wird nicht derjenige Verein automatisch Meister, der die höchsten Umsätze erzielt oder die höchsten Gehälter bezahlt. Wieder eine Parallele zur Wirtschaft. Auch dort behaupten sich kleinere und mittelständische Unternehmen neben Großkonzernen und sind oftmals sogar Weltmarktführer, weil sie sich auf ihre Stärken konzentrieren und oftmals mehr als 100 Prozent abrufen. Weil sie von einem leidenschaftlichen, phantasievollen, strategisch denkenden und begeisternden Chef gelenkt werden.

Einen großen Unterschied gibt es allerdings zwischen Fußball und Wirtschaft: Während in der Wirtschaft die Gehälter der Unternehmensführer Anlass zu harscher Kritik geben, vor allem wenn sie sich im höheren einstelligen oder niedrigen zweistelligem Millionenbereich bewegen, werden die zum Teil viel höheren Gehälter mancher Fußballer weniger kritisch beäugt.

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9 Kommentare zu "B.wertet: Faszination ist unbezahlbar"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @WolfgangPress

    Es freut mich sehr, dass Sie ihre Frau glücklich macht, spannend ist jedoch meist die Frage ob es auch andersrum so ist!

    Der Export von subventionierten Lebensmitteln ist ein ganz anderes Problem. Da Sie ja schon dort waren wissen Sie sicher, dass oft der eigene Anbau von Hirse, gerade in den weniger fruchtbaren Gebieten nicht ausreicht, die Menschen also auf den Import von Lebensmitteln angewiesen sind und eben nicht mit den finanziellen Mitteln großen Importnationen mithalten können ... aber das brauche ich Ihnen sicher nicht zu erklären.

  • Sie schreiben, dass Fussball Sie glücklich macht. Mag ja sein. Mich macht meine Frau glücklich. Sie können mir wirklich leid tun, wenn Fussball Sie glücklich macht. Vielleicht sollten Sie sich Mal eine andere Frau suchen um zu erfahren, dass nur eine Frau einen Mann richtig glücklich machen kann.

    Was den Sahel betrifft, ich kann da wohl besser mitreden als Sie, denn ich war schon mal da. Im übrigen macht die EU mit ihren Exporten von landwirtschaftlichen Produkten die kleinen Bauern in Afrika kaputt. Das ist der Hauptgrund für den Hunger dort!!!

    Und was die Übertragungsrechte betrifft, die sind genauso wenig was Wert wie die Spieler, wohlgemerkt als Spieler, was Wert sind.

    Und erklären können Sie auch nicht, warum die Deutsche Bank so viel billiger ist als die Kasseler Sparkasse. Übrigens, damit es keine Missverständnisse gibt, ich habe mein Konto weder bei der einen noch bei der anderen, sondern bei einer Direktbank. Und Kredit brauche ich auch nicht.

  • Hier noch ein paar Beispiele:

    "Er [Gerhard Bruckermann] war einer der bestverdienenden deutschen Banker ... Gerhard Bruckermann gilt als einer der Hauptschuldigen für das Desaster der Hypo Real Estate."

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,828824,00.html

    "Georg Funke führte die Hypo Real Estate in den Ruin ... Funke will eine Abfindung von 3,5 Millionen Euro und eine monatliche Rente von 47.000 Euro einklagen"

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,820504,00.html


    Wenn man Artikel wie diese liest fragt man sich doch wirklich ob ein solcher Kommentar zur Managervergütung wirklich notwendig ist. Gerade die Finanzbranche hat viel zum schlechten Ruf von Unternehmern beigetragen, da wäre meiner Meinung nach etwas Demut eher angebracht ...

  • @WolfgangPress Schauen Sie sich doch mal die Beteiligungsstrukturen größere Aktiengesellschaften an. Die Aktionäre von denen Sie sprechen machen zwar einen Großteil der Eigentümer aus, alleine haben sie aber keinerlei Macht was für den Vorstand bedeutet dass er sich keinerlei sorgen machen muss ...

    "Was leistet den ein Fußballer oder ein anderer Profisportler? Was tragen die zur Erhöhung des BIP bei?"

    Denken Sie eigentlich darüber nach was Sie schreiben? Hier noch die Frage was Fussballer eigentlich Beitragen und später die Beschwerde über Millionen die für Übertragungsrechte ausgegeben werden? Was glaube Sie denn wären diese Rechte ohne die Spieler wert???

  • @WolfgangPress ... und wenn Sie etwas weiter denken würden wäre Ihnen sicher aufgefallen, dass es auch Regionen (zum Beispiel die Sahelzone) auf dieser Erde gibt die auf den Import von Lebensmitteln angewiesen sind. Für diese Regionen ist ein durch Spekulation in die Höhe getriebener Preis für Grundnahrungsmittel das Todesurteil. Das dürfen Sie ruhig wörtlich verstehen!

    Ihr letzter Absatz verdeutlicht jedoch wie weit Ihre Horizont wirklich reicht!!!

  • Wenn Sie rechnen können, dann rechnen Sie das doch Mal vor.

    Ihnen mit Ihrem Fußballkopf ist offenbar entgangen, dass nur dann, wenn die Ernteerträge die Kosten für den Anbau decken und auch noch etwas für den Landwirt übrig bleibt, die Produktion gesteigert wird und so dem Hunger entgegen gewirkt werden kann. Das hat mit Spekulation überhaupt nichts zu tun.

    Mit liegen gerade Kontoauszüge von Mandaten vor. Die Deutsche Bank berechnet für einen Dispo 12%, Die Kasseler Sparkasse 18,25%.

    Ich glaube die Frage, wer Kunden abzockt ist damit beantwortet.

  • Die Kritik an den meisten Managern ist nicht zulässig. Die Leute machen in ihrer Mehrheit einen guten Job. In vielen Fällen halte ich zwar auch die Vergütung für unangemessen hoch, doch im Vergleich mit den Fußballern i.d.R. für nicht überhöht.

    Was leistet den ein Fußballer oder ein anderer Profisportler? Was tragen die zur Erhöhung des BIP bei? Da kann ich nicht erkennen.

    Es ist auch falsch alle Aktionäre als Spekulanten zu bezeichnen. Die große Masse der Aktionäre hält ihre Aktien über Jahre. Spekulieren tun nur wenige. Den Computerhandel können nur die betreiben die über die entsprechende Technik verfügen. Und ob der sich rechnet ist höchst fraglich.

    Inwiefern Fußballer Menschen glücklich machen kann ich mir bei lebe nicht erklären. Gilt auch für andere Profisportler. Vielleicht sind ja die Chaoten glücklich darüber wenn die sich wieder einmal untereinander und mit der Polizei prügeln können. Bezahlen müssen für die Polizeieinsätze nicht die Millionäre in ihren kurzen Hosen - ja die habe sogar soviel Hirn, dass sich Spieler der gleichen Mannschaft schlagen, wie bei den Münchnern - sondern der Steuerzahler.

    Und was am schlimmsten ist, die öffentlich-rechtlichen Abzocker zahlen Millionen für Übertragungsrechte von Sportveranstaltungen die nur eine Minderheit sehen will.

  • Man könnte ja ganz einfach nachrechnen wieviele Menschen aufgrund der Spekulationen der Deutschen Bank Hunger leiden, ihr Haus verloren haben oder einfach nur all ihr Erspartes verloren haben und von dieser Zahl die Angestellten der Deutschen Bank (von denen man einfach mal ausgeht dass sie glücklich sind über ihren Job) abzieht, dann kriegt man ziemlich schnell einen Eindruck darüber ob Herr Ackermann in den letzten Jahren sein Gehalt verdient hat oder nicht.

  • "Wenn wir uns wieder einmal über zu hohe Managergehälter aufregen, müssen wir uns fragen lassen, ob wir uns zutrauen, einen Weltkonzern zu führen."

    Vielleicht sollten es sich einige Manager nicht nur zutrauen, einen Weltkonzern zu führen, sie sollten auch gut darin sein. Der wesentliche Unterschied zwischen Managern und Fussballern ist wohl der, dass die Kriterien wer gut und wer schlecht ist leichter zu überprüfen sind.

    In der Bevölkerung herrscht auch selten Unmut über hohe Gehälter von Manager die Arbeitsplätze sichern und ihren Mitarbeitern gute Gehälter zahlen. Das Problem sind doch die Manager die schlicht und einfach schlecht arbeiten und trotzdem hohe Gehälter verlangen. Beispiele hierfür gibt es genug und wird es auch in Zukunft noch reichlich geben, denn, im Gegensatz zum Fussball, entscheidet eben nicht das Volk (die über 60.000 Zuschauer) über die Bezahlung eines Managers sondern Spekulanten die überhaupt kein Interesse an einer längerfristigen Beziehung zu Unternehmen und Mitarbeitern haben. Fans hingegen wechseln nur sehr selten den Verein und durchleben daher auch alle Höhen und Tiefen mit. Wenn dann eine gute Mannschaft den Verein an die Spitze führt freut man sich und akzeptiert auch ein vielleicht nicht mehr ganz angemessenes Gehalt. Der Zeitliche Abstand zwischen zwei Aktientransaktionen liegt doch heute schon im Sekundenbereich, warum sollte man da noch Interesse an der Leistung und der Vergütung des Managements haben. Das Management hingen weiss um diesen Umstand und langt natürlich kräftig zu.

    Jeder Manager der ebensoviele Menschen glücklich macht wie die großen Fussballstars hat auch ein vergleichbares Gehalt verdient. Jeder Manager der das nicht von sich behaupten kann (man denke hier nur an die führenden Köpfe der Finanzindustrie) sollte auch deutlich weniger verdienen. Ist doch eigentlich ganz einfach!!!

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