Connellys Corner Die Alibi-Frau

Weibliche Führungskräfte sind aktuell ein beliebtes Thema.  Nachhaltige und ernsthafte Anstrengungen zur Frauenförderung teilen diese Beliebtheit leider nicht.
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Anne Connelly – Connellys Corner. Anne Connelly ist eine Pionierin der Investmentfondsbranche.

Anne Connelly – Connellys Corner. Anne Connelly ist eine Pionierin der Investmentfondsbranche.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat vor kurzem neueste Zahlen zum Frauenanteil in Vorständen der 200 größten deutschen Unternehmen veröffentlicht: gerade mal 2,5 Prozent, sprich 21 Frauen unter insgesamt 833 Vorständen. Die Zahl ist nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahl belegt, dass noch vieles im Argen liegt bei dem Thema Frauenförderung.

In Gesprächen mit männlichen Vorständen und Führungskräften hingegen entsteht ein ganz anderer Eindruck. Auf einem Empfang dieser Woche in München, der die deutsche Managerriege branchenübergreifend vereint, bestätigt sich gleich die Zahl des DIW.  Der Frauenanteil liegt bei maximal fünf Prozent. Die anwesenden Herren geben beim Plaudern an den Cocktailtischen gerne bekannt, welche (Alibi-) Frau nun wieder Einzug in die Chefetage des eigenen Hauses gefunden habe. Und im Übrigen sei das doch kein wirkliches Thema mehr heutzutage. Aha.

Dies dachte wohl auch die Firma Siemens beziehungsweise ihre Aktionäre.  Den Vorschlag eine Frauenquote im Aufsichtsrat einzuführen von zunächst 30 Prozent bis 2013 (40 Prozent in 2018), wurde mit überwältigenden 93 Prozent seitens der Aktionäre abgeschmettert.  Einfach unfassbar, dass der erwiesene wirtschaftliche Vorteil gemischter Managementteams nicht von den eigentlichen Profiteuren erkannt wird. Wovor hat man Angst? Dass der vertraute Boys Club und entstandene Seilschaften umdenken müssen? Dass flexiblere Arbeitsbedingungen auf breiter Managementebene nicht nur geschaffen werden müssen für kindererziehende Damen, sondern eventuell noch eigene Verhaltensanpassungen im Beruf wie privat nach sich ziehen?

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Frauenförderung kommt zu kurz
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5 Kommentare zu "Connellys Corner: Die Alibi-Frau"

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  • Genau dieses Herumgejammere ist der Grund dafür, warum man Frauen nicht mehr ernst nehmen kann. Statt gesteckte Ziele durch eigene Leistung zu erreichen, werden staatliche Schutz- und Komfortzonen gefordert, in denen sich Frauen ohne eigene Anstrengung nach Belieben hin und her bewegen können. Warum Energie, Zeit und Arbeit in die Karriere investieren, wenn doch durch sogenannte "Frauenförderungsprogramme" - d.h. durch Privilegierung und Extrawürste - dasselbe Ziel auch ohne jeden Aufwand erreicht werden kann? Warum wie die Männer schuften, wenn die Führungsposition per Gesetz und Regulation einfach garantiert wird? Wenn ich mir das so durchlese, dann sind Frauen in der Chefetage für mich auch kein Thema mehr. Frauen, werdet endlich erwachsen!

  • Sie führen Frau Fam-Min Schröder an? Wie bei Min. v. der Leyen, die ja gesetzlich vorgehen will. In BEIDER Ministerien sind in Führungspositionen (5 Staatssekretärs-posten) Frauenquote 0,00. Frau Conelly, beginnen SIE da!

  • Frauenförderung: den rahme ich mir hier in Goldbrokat ein!

  • was die Quotentussen für einen Schaden anrichten, bekommen wir sehr gut am Beispiel der höchst qualifizierten von der Laien und unserer Familienministerin, wie hiess sie nochmal, Ködler, Schröher, Blödler, äh Köhler ... ja genau, die, die den Wechsel vom Hörsaal direkt an die Spitze salonfähig gemacht hat, vorgeführt ... zum K..... ist das

  • Frauen in Führungspositionen sind wirklich wichtig. Wenn sie besser für den jeweiligen Job qualifiziert sind. Genauso wichtig finde ich Frauen auf dem Bau, als Busfahrerinnen, als Kanzlerin oder was auch immer. Es sollte immer der Besitzer des Unternehmens entscheiden, wen er einstellen möchte. Er hat das größte Interesse daran, den qualifiziertesten Kandidaten zu wählen. Egal ob Frau, Mann, Chinese, Schwede, Opelfahrer, was auch immer. Bloß Quoten, die sollten niemals eine Lösung sein. Das ist eine sozialistische Erfindung.

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