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Der Ver(un)sicherer Von Kommunikationsexperten lernen

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft gilt als besonders mächtig. Jetzt stellen sich die Kommunikationsstrategen neu auf. Und schwadronieren von einer „radikal anderen Kommunikationsrealität“.
03.09.2014 - 14:14 Uhr 2 Kommentare
Axel Kleinlein gilt aktuell als einer der schärfsten Kritiker der Versicherer. Er ist Vorsitzender des Vorstandes beim Bund der Versicherten.

Axel Kleinlein gilt aktuell als einer der schärfsten Kritiker der Versicherer. Er ist Vorsitzender des Vorstandes beim Bund der Versicherten.

Selten hat man die Chance, von echten Experten lernen zu dürfen, den High-Potentials ihrer Zunft über die Schulter zu blicken und in Ehrfurcht zu erstarren. Da läuft es einem kalt den Rücken runter. So wie letzten Freitag, als mir jemand aus der Versicherungswelt ein internes Schreiben des Lobbyverbandes GDV zuspielte. Der Originaltext steht am Ende des Artikels.

Dort erläutern die Kommunikationsstrategen warum der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft seine Kommunikationsarbeit radikal umstellt. Für jemanden der gerne und viel kommuniziert und sogar eine eigene Kolumne hat, ist das natürlich ein Leckerbissen.

Das erste Kapitel dieses GDV-Schreibens befasst sich gleich mit der Frage „Warum stellt der GDV die Kommunikation neu auf?“ und schon die Zwischenüberschrift gibt die Antwort: „Eine radikal andere Kommunikationsrealität erfordert neue Strukturen“. Wow! Da bin ich erst einmal sprachlos – beziehungsweise kommunikationslos. Richtig verstehen tue ich das nämlich nicht, was diese Kommunikationsrealität sein soll. Aber ich hoffe, dass mir der folgende Text etwas mehr Aufschluss gibt.

Der erste Absatz ist mit „Offensive statt Defensive“ überschrieben. Das kann ich verstehen. Das kenne ich aus dem Sport, aus der Politik. Das ist aber auch leider etwas vage und hilft mir auf der Suche nach der Kommunikationsrealität wenig. Also weiter im eigentlichen Text …

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    Dort heißt es nun, „Empörungsjournalismus und mediale Skandalisierung nehmen zu – und treffen unsere Branche ganz massiv.“ Ist das so? Gab es früher weniger Empörung im Journalismus? Auch früher waren die Zeitungen voll mit Geschichten in denen Missstände und schlimme Dinge dargestellt wurden! Eigentlich ist es sogar so, dass Empörung schon immer eine ganz wichtige Zutat im Journalismus war. Ein Artikel ohne ein bisschen Empörung erscheint mir sogar eher langweilig.

    Auch die „mediale Skandalisierung“ bringt mich zum Grübeln. Gibt es denn eine nicht-mediale Skandalisierung? Wie soll denn ein Skandal überhaupt ohne Medien skandalisiert werden, also zum Skandal werden? Gibt es überhaupt einen Skandal ohne Öffentlichkeit? Fragen über Fragen…

    Der GDV im Wortlaut
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    2 Kommentare zu "Der Ver(un)sicherer: Von Kommunikationsexperten lernen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Herr Kleinlein vergisst, dass er bei der BdV Mitgliederservice GmbH als Versicherungsvermittler tätig ist. Also sind seine Kritiken auf ich selbst gemünzt.
      Alle Versicherungsmakler und Vermittler sind demnach gleichzeitig Verbraucherschützer!!!!!
      Gleiches Recht für Alle.

    • "Jetzt stellen sich die Kommunikationsstrategen neu auf. Und schwadronieren von einer „radikal anderen Kommunikationsrealität“."

      Das macht doch die Versicherungswirtschaft schon sehr extensiv. Graben Sie doch einmal bei Artikeln in der Zeitschrift "Der medizinische Savhverständige" oder "MEDSACH" bzw. "MedSach" nach.

      Schauen Sie sich dort einmal die Autoren, deren Artikel und wirtschaftliche Abhängigkeiten an.
      Schauen Sie sich die dortigen Veröffentlichungsregeln an und vergleichen diese mit den allgemeinen Prinzipien wissenschaftlicher Veröffentlichungen in der Medizin.
      Schauen Sie sich die Zielleserschaft und deren Manipulation an.
      Schauen Sie sich dort die ähnlich klingenden Wortschpfungen zu Veröffentlichungsstandards in der Medizin an.
      Schauen Sie sich das Redaktionsteam an.
      Schauen Sie sich an, bei wem die Beiträge einzureichen sind (nicht den Namen der Person, sondern deren Beschäftigungsstelle).
      Schauen Sie sich die Kompetenzangabe des Mutterverlags an, um die "Selbständigkeit" bzw.. Die "wahre Kontrolle" über die Zeitschrift an.

      Alle diese Daten sind öffentlich, nur etwas mühevoll zu recherchieren. @

      Wenn Versicherungen noch aktiver werden wollen, dann ergibt sich wirklich die Frage, auf welchem Gebiet. Möglicherweise einigen wir uns dann wieder auf das Stichwort "Budapest".

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