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Gängige Klischees über faule Südeuropäer, die nur in der Sonne liegen, sind falsch. Was den Griechen und Italienern vorgeworfen werden kann, ist Korruption und Vetternwirtschaft.

Kommentare

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  • Wer selber rechnet, sollte dann aber keine Milchmädchenrechnungen anstellen:
    Nehmen wir eine 35-Stunden-Woche multipliziert mit 45 Wochen ( 52 abzüglich 30 Tagen Urlaub und ca. 5 Feiertagen, die nicht auf ein Wochenende fallen ), kommen wir auf 1575 Stunden pro Jahr.
    Kommen noch Krankeheitstage drauf und gehen wir davon aus, dass die Minijobber diejenigen mit 40 oder mehr Stundenwoche wieder ausgleichen, scheinen mir die 1429 Stunden durchaus plausiebel.

  • Herr Dutscheke sollte lieber einmal das Intervie mit Herrn Kelpanides lesen, bevor er seine sozi-ökonomische Esoterik zum Besten gibt.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/michael-kelpanides-im-interview-griechenland-sollte-austreten-11447768.html

  • Nimmt man 2120 Stunden und teilt diese durch 8 (nehmen wir mal die 40h-Woche an) dann erhält mann 265 Arbeitstage.
    Bei 52 Wochen im Jahr mit ca 102 Wochenendtagen (Samstag und Sonntag) bei 365 Tagen im Jahr arbeitet der durchschnittliche Grieche laut dieser Studie also 5 Tage die Woche jeweils 8h ohne Urlaub, Krankentage und Feiertage.
    Scheint mir bei ihrer wirtschaftlichen Lage um 2008 durchaus nachvollziehbar.
    Vielleicht sollte man erstmal selbst rechnen (oder denken) bevor man sinnfreie Studien zitiert.

  • Nach dieser Rechnung würden die Deutschen 5,4h am Tag arbeiten. Oder bei einer 8h Woche und 102 Tage Wochenende obendrein noch 77 Tage für den Griechenlandurlaub.
    Ich habe aber nur 30 Tage Urlaub, + Krankheit + Feiertage komme ich somit auf 50. Damit wir aber zusammen auf 77 kommen, müssten Sie schon 104Tage zusätzlich zum Wochenende frei haben.
    Und 365-104-102=159 Tage Arbeit im Jahr für Sie.
    Das kommt raus, wenn man mal selbst rechnet.

  • was fehlt sind Investitionen in Deutschland, um den eigenen Standort und die Binnenkonjunktur zu stärken. Betriebsverlagerungen ins Ausland hatten wir schon genug.

  • Mir schwant, Herr Dutschke hört sich gerne Reden, denn einen derartigen Unsinn hat ja wohl noch niemand von sich gegeben.
    Die Politik definiert Europa lediglich über die gemeinsame Währung und hat allen ernstes versucht und weiszumachen, das man mit völlig unterschiedlichen Wirtschaften alle gleichstellen kann. Das es völliger Unfug ist, haben viele vor Einführung des Euro schon gewusst, nur die ganzen "Experten" waren klüger. Und das Ergebnis haben wir nun also vorliegen, das uns alle teuer zu stehen kommt.

    Und nun kommt Dutschke Junior und erklärt uns das die Bildzeitung die macht hat, Europa zu zerstören? Herr Dutschke, kommen Sie wieder auf den Boden der Tatsachen und erzählen nicht so einen Unsinn, denn gerade was Griechenland betrifft sind es bald 700 Milliarden Euro, die den Bach runter gehen! Und Sie erklären das die Zahlen der BILD so nicht stimmen, vergessen aber ganz beiläufig (nein absichtlich!) das sich alle Medien auf die Aussagen der BILD berufen - ob Tagesschau oder Nachrichten im Hörfunk, alle berufen sich auf Meldungen von BILD.

    Hat BILD möglicherweise alle Medien fest im Griff und alle müssen sagen was BILD vorgibt?
    Sie, Herr Dutschke, machen den gleichen Blödsinn wie unsere Politiker und Banker und wollen uns wirklich glaubhaft machen das alles nur eine Erfindung der BILD ist?

    Bei einem solchem Unfug kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln!!!

  • Dutschke unterstellt der Bildzeitung eine Macht welche diese überhaupt nicht, auch nicht ansatzweise hat. Ich kann die zwar nicht lesen, denn hier ist die nicht erhältlich und außerdem würde ich für die Lektüre keine Zeit verschwenden.

    Nein, Dutschke irrt gewaltig. Europa wird durch die Politik zerstört und durch sonst niemanden. Die Politiker treiben Europa immer mehr in eine schwere Krise die durchaus zu, ich sage Mal, bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Europa führen kann.

  • @WolfgangPress
    "...Ich kann die zwar nicht lesen, ... und außerdem würde ich für die Lektüre keine Zeit verschwenden..."
    Die Stimmungsmacher brauchen NUR Titelseite-Leser, oder manchmal nicht mal das: es reicht ein Bild/Skize (zB. die berühmte Focus-Aphrodite-Titelseite, die diese kitschige Hysterie von Gegenbeleidigungen zw. D und Gr populistischen Presse ausgelöst hat).

    Zur Tatsache:
    ich errinere mich sehr deutlich, dass Feb. 2010 Fr. Merkel in einem EU-Treffen billige Kredite für Gr versprochen hat; einen Monat nur später, nach der Bild-Propaganda ("diese Kredite werden die Staatsanleihen für die D Steuerzahler teurer machen"), erklärte Fr. Merkel deutlich, D gäbe Gr keine Kredite, mit dem Ergebnis, dass die Gr Spreads in einem Tag explodiert haben, und praktisch Gr tiefer in die Krise gestürzt haben.

  • (2. Teil)

    Besser zum internationalen Vergleich eignet sich die eurostat-Statistik, die nur VOLLZEITbeschäftigte vergleicht. Siehe dazu einen eigenen Handelsblatt-Artikel:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/arbeitszeit-versus-produktivitaet-deutsche-sind-fleissig-doch-die-franzosen-sind-effektiver/6059998.html

    Hier hat der Vollzeitbeschäftigte in Griechenland auf einmal nur 1974 Stunden pro Jahr und in Deutschland doch 1904 Stunden pro Jahr absolviert. Diese geringere Differenz ist ein bißchen plausibler.

    Ein Problem: Beide Statistiken hinken im Versuch, sie für das Maß der "Faulheit" eines Staates direkt zu benutzen. Berücksichtigt man bei beiden Statistiken jeweils noch die Anzahl der nicht Erwerbstätigen, die ihrem Alter nach erwerbstätig sein könnten, dann erhielte man eine Angabe über die durchschnittlichen Arbeitsstunden pro Jahr einer erwerbsfähigen Person als Maß für die "Faulheit" eines Staates.

    Man müßte natürlich etwas Zeit investieren, um die Statistik auszuwerten und seinen Bedürfnissen anzupassen.

    Ich wünsche mir hier eine in Zukunft durchdachtere Interpretation von Statistiken. Hier wird zur Zeit eine nur flott genommen und völlig aus dem Zusammenhang gerissen.

  • Bei der Interpretation der geleisteten Arbeitsstunden pro Jahr von Griechen und Deutschen wurden doch wieder einmal Äpfel mit Birnen verglichen. In der OECD-Statistik werden nämlich alle ERWERBSTÄTIGE mit einbezogen, ob vollzeit- oder teilzeitbeschäftigt. Somit ist ein Ländervergleich mit der OECD-Statistik ohne Berücksichtigung des Grades der Teilzeitbeschäftigung grob verzerrt. Zu lesen bei:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitszeit
    http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/oecd-studie-deutsche-arbeiten-wenig_aid_269046.html

    Vereinfacht gesagt: Die/Der griechische Hausfrau/-mann wird bei der OECD-Statistik nicht berücksichtigt, die/der deutsche Teilzeitmutte/-vater schon. Ein Beispiel:

    (1) Ehepaar: ein Teil Vollzeit, ein Teil Hausfrau/-mann => OECD-Statistik besagt 40h/pro Woche
    (2) Ehepaar: beide Teile Halbzeit => OECD-Statistik besagt 20h/pro Woche

    Frage: Arbeitet das Ehepaar (1) oder (2) mehr?
    Weder noch, im Durchschnitt arbeiten sie gleich viel!

    (weiterer Kommentar meinerseits: Welche Handelsblatt-Pappnase hat die Kommentarlänge auf 2000 Zeichen eingegrenzt? Mit welchem Zweck?)

    => siehe nachfolgenden Kommentar!

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