Dutschke spricht Es wird gewählt – Endlich!

Barack Obama war bisher als Präsident eine Enttäuschung. Dennoch wird er am Dienstag wieder gewählt werden – mangels Alternativen. Denn Mitt Romney scheitert an seinem Auftritt. Und an seinem Weltbild.
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Rudi-Marek Dutschke – Dutschke spricht. Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke.

Rudi-Marek Dutschke – Dutschke spricht. Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke.

Am Dienstag wird der neue Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. Endlich, werden sich viele denken (ich auch), denn seit fast einem ganzen Jahr beschäftigen wir uns mit diesem Ereignis. Alle vier Jahre sind die deutschen Medien wie elektrisiert vom amerikanischen Wahlkampf und seinen Protagonisten.

Ich habe meine erste Kolumne zum amerikanischen Wahlkampf am 12. Januar geschrieben. Darin habe ich angemerkt, dass es wie bei den letzten Wahlen darum geht, Sachverstand in Wirtschaftsfragen erkennen zu lassen. Ich hatte behauptet, dass es unter den republikanischen Bewerbern niemanden gibt, der Obama das Wasser reichen könnte. Insbesondere Mitt Romney, habe ich angemerkt, eignet sich aufgrund seines Heuschrecken-Hintergrunds nicht unbedingt als Visionär und Umsetzer für umfassende Wirtschaftsreformen.

Seit jener Kolumne hat sich eigentlich nichts verändert. In diesen letzten Tagen des Wahlkampfes versucht Romney weiterhin, Obama vorzuwerfen, dieser hätte als Präsident versagt, weil die Wirtschaft sich nicht so stark erholt hätte, wie Obama sich das vorgestellt hat. Trotz alledem deuten die Umfragen auf einen Sieg für Obama hin. Zwar hat Obama nur einen sehr kleinen Vorsprung in den bundesweiten Umfragen, aber in bestimmten Swing States, insbesondere Ohio, scheint Obama den entscheidenden Vorsprung herausholen zu können.

Obamas anpackender Auftritt als Krisenmanager an der Ostküste hat ihm in den letzten Tagen sicherlich noch einige Sympathiepunkte eingebracht. Wahlentscheidend wird Orkan Sandy allerdings nicht sein. Obama wird am Dienstag wiedergewählt werden, weil die Amerikaner durchschaut haben, dass Romneys Wirtschaftsstrategie nur ein Ziel hat: Die Reichen sollen noch reicher werden. Seine Vorstellungen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise lassen ja keine andere Schlussfolgerung zu. Sozialleistungen für die Armen und Steuerbegünstigungen für die Mittelschicht sollen reduziert werden, damit die Reichen und Superreichen entlastet werden.

Denn sie würden ja viele Arbeitsplätze in den USA schaffen. Eine naive Vorstellung! Die Vorstellung passt aber hervorragend in Romneys Weltbild. Auf der einen Seite stehen die erfolgreichen Unternehmer, die ihren Reichtum durch harte Arbeit und Erfindergeist errungen haben. Auf der anderen Seite sind die Sozialschmarotzer (laut Romney ist das die Hälfte der Bevölkerung), die immer nur meckern, Geld vom Staat haben wollen, und zu allem Übel auch noch demokratisch wählen.

Obama war als Präsident eine Enttäuschung
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16 Kommentare zu "Dutschke spricht: Es wird gewählt – Endlich!"

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  • Dass Herrn Dutschke es gegen den Strich geht, dass ein erfolgreicher Unternehmer auch noch politisch Erfolg haben könnte, passt zumindest in MEIN Weltbild über Herrn D.
    Wieviel bekommt denn Herr D. für diesen schlecht geschriebenen Artikel eigentlich, oder hat er es für Gotteslohn gemacht. Ein kleiner Peer-Steinbrück, der Herr D.
    Die Sozialdemokraten sollten doch endlich mal zugeben, dass nur Neid (wegnehmen statt erarbeiten) und nicht Sozialkompetenz (was wünschenswert wäre) der Antrieb Ihres Schaffens ist.

  • Da Herr Dutschke unter der Rubrik "Meinung" schreibt, ist eine neutrale Betrachtungsweise - zumindest an der Stelle - auch gar nicht verlangt. Man kann mit seiner Meinung konform gehen oder auch nicht.

  • Diese "marktwirtschaftlichen Ideale" haben uns die Subprime-Krise, an der ein großer Teil der Welt heute noch zu knabbern hat, eingebrockt. Das soll der richtige Weg sein? Solche einseitig dummen Kommentare können einen nur noch fassungslos zurücklassen.

  • Der Kommentar wurde übrigens nach den neuesten Regeln der kommenden Rechtschreibreform verfasst....;-)

  • Veruchen sie mal in einer Firma zu arbeiten und sie als Chef auf Zeit umzubauen, wenn an allen wirklich einflußreichen Stellen der Firma erklärte Gegner von ihnen sitzen!
    So dürfte es auch in den USA sein.
    Die REPs haben das große Geld und können sich alle wichtigen politischen Entscheidungen kaufen.
    Und wenn Obama dann scheitert, wird ihm das auch noch als Versagen und Unvermögen angekreidet...
    Verlogener gehts eigentlich nicht mehr

  • timbre: *choler*ic

    SURFing floods! -> like every year deep in shit: FRANKFURT, GERMANY?

    http://www.thaiminator.de/thailand-wetter.htm

    https://apps.db.ripe.net/search/query.html?searchtext=-a+-r+-T+aut-num+as45758#resultsAnchor

    http://solutions.monzoon.net/?sec=sme&cot=vpn&lang=de
    http://www.openflow.org/wk/index.php/Tunneling_-_GRE/L2TP

  • @Andre
    "Obama hat die marktwirtschaftlichen Ideale verraten und muss abgewählt werden. Die USA müssen Vorbild eines marktwirtschaftlichen Systems beiben - der lebende Beweis dafür, dass der Kapitalismus, Eigenverantwortung und Rückzug des Staates aus dem öffentlichen Leben der richtige Weg sind. In der BRD haben wir uns von diesen Idealen extrem weit entfernt. Obama hat den USA und der dortigen Wirtschaft extrem geschadet."

    Amen!!!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Obama hat die marktwirtschaftlichen Ideale verraten und muss abgewählt werden. Die USA müssen Vorbild eines marktwirtschaftlichen Systems beiben - der lebende Beweis dafür, dass der Kapitalismus, Eigenverantwortung und Rückzug des Staates aus dem öffentlichen Leben der richtige Weg sind. In der BRD haben wir uns von diesen Idealen extrem weit entfernt. Obama hat den USA und der dortigen Wirtschaft exrem geschadet.

  • Obama ist ein weiterer in der langen Reihe von politisch korrekten, pseudosozialen Verteilungspolitikern, die weder rechts noch links sind sondern einfach nur beliebig, die aber immer verteilen wollen was nicht da ist. Keinerlei Reformen, keinerlei Ideen, keinerlei Zukunftsplan bis alles zusammenbricht. Merkel, Sarkozy, Hollande, Obama und wie sie noch alle heissen. Medienprodizierte dritte Wahl immer bemüht niemals etwas zu sagen was irgendjemandem nicht gefallen könnte. Wo sind die Adenauers, de Gaulles, die Churchills, ja sogar die Wehner´s und die FJSs und viele andere. Die politisch inkorrekt Ideale und Ideen vertreten und nicht dauernd nach Kompromissen und Selbstverewigung suchen und die in der Frauenquote in Vorständen ein politisches Ziel vermuten, während die Ersparnisse von Generationen dahinschmelzen in der Sonne.

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