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Dutschke spricht Real Madrid und die europäische Misere

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Schieflage durch hohe Fußballergehälter

Cristiano Ronaldo von Real Madrid. Auch er ist in gewisser Weise Schuld an der Schieflage des Vereins – wegen seines Gehalts. Quelle: Reuters

Cristiano Ronaldo von Real Madrid. Auch er ist in gewisser Weise Schuld an der Schieflage des Vereins – wegen seines Gehalts.

(Foto: Reuters)

Es kann doch nicht sein, dass ein Verein, der in der letzten Saison über 500 Millionen Euro eingenommen hat, nicht in der Lage ist, seine Schulden zu tilgen. Diese unglaubliche Schieflage ist nur eingetreten, weil die Ablösesummen und die Gehälter der Fußballer exorbitant gestiegen sind. Gerade in Spanien haben Vereinsmanager viel zu viel Geld ausgegeben.

Tatsache ist, dass der Markt für Fußballer durch die verantwortungslose Schuldenmacherei künstlich aufgeheizt ist. Die Ausgaben sind nicht mehr im Einklang mit den Einnahmen. Die Haftung durch den Rettungsschirm kann bald ein böses und teures Erwachen gebe, wenn die Primera Division wirklich Pleite ginge. Die wirtschaftliche Misere Spaniens, als auch die inzwischen langweilige Dominanz vom FC Barcelona und Real Madrid wird dazu führen, dass die Liga weniger Einnahmen hat.

Die Zukunft von Europa hängt nicht nur davon ab, dass der EU Haushalt verabschiedet wird oder dass die Griechen ein weiteres Rettungspaket bekommen, sondern es hängt auch maßgeblich davon ab, dass die Bevölkerung sich mit dem Projekt Europa mehr identifiziert. Das völlig fehlende Verständnis der spanischen Fußballbosse für die fremde Haftung millionenschwerer Vereine ist ein kleiner Auszug aus der viel größeren europäischen Misere. Regulierung aus Brüssel, so sie denn rigoros und gerecht angewendet würde, kann hier helfen, maßgeblich liegt es aber am Problem des hohen Abstraktionsgrads der EU und ihrer Entscheidungen. Was geht es mich an. Ich freue mich aufs nächste Spiel.

Marek Dutschke, geboren 1980, ist der Sohn von Rudi Dutschke, Wortführer der Studentenbewegung in den 60er-Jahren. Er ist in Elternzeit und lebt in Berlin.

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13 Kommentare zu "Dutschke spricht: Real Madrid und die europäische Misere"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das geschilderte Drama ist schon lange bekannt.
    Über Target2 haftet der Deutsche Steuerzahler für jeden
    Irrsinn in vielen Ländern Europas.
    Umd trotzdem wagt es ein bekloppter wie Hr. Steinbrück von
    einer Verpflichtung Deutschlands zu reden ?
    Wieviel Dummheit und Korruptheit steckt in solchen
    Verbrechern ? Wer den Euro retten will, soll sein Privat-
    vermögen zur Verfügung stellen, überweisen und ansonsten
    sein Maul halten.
    Der Euro ist tor! Je länger die Polit- und Banksterkasten
    das korrupte Trauerspiel weiter spielen, umso furchtbarer
    wird das erwachen für sie sein.
    Wer Europa retten will, muss muss handeln und auf seine
    Bimbesquellen setzten. Der Deutshe Souverän will Europa,
    aber ohne den Euro, mit dem wurde Er schon zu oft betrogen.
    Die Politkaste soll auf ihre Privilegien, Diäten und Pensionsansprüche verzichten und das für die nächsten 30 Jahre, dann kann Griechenland saniert werden, aber nicht
    der die anderen korrupten Staatengebilde. Der Euro war das
    Tor zu den Verbrechen vor allem an den Deutschen Steuerzahlern, damit meine ich nicht die "Großkopfeten" und
    die genannten Kasten, die Ihre Einkommen auf verbrecherische Weise vervielfacht haben, sonder den
    sog. Normalbürger, der durch den Einführungskurs und die
    unmittelbaren Preissteigerungen gleich mehrfach bschissen
    wurde. Der Kurs 1:1.95583 bedeutete die Halbierung der
    Einkommen und Ersparnisse und wer immer noch dreist behauptet, der Euro sei stabiler als es die DM war, gehört
    sofort unters Fallbeil!
    Löst die Eurozone auf und rettet damit Europa.
    Rücktauschkurs: 1 Euro = 23 neue DM!
    Solange diese Ungerechtigkeiten nicht beseitigt sind,
    wird keine Ruhe einkehren und Europa wird vor die Säue
    geworfen. Die Politkaste muss zwangsinfaftiert werden.
    Ab nach Nordkorea, ohne Vermögen und irgendwelche Ansprüche, Zwangsarbeit bei Wasser und Brot.

  • An Ayrton Senna: Sind Sie der Rennfahrer oder segeln Sie unter falscher Flagge? Aber nun zu Ihrer Beurteilung: Das Handelsblatt hat sich seine Kritikfähigkeit vor allem in Richtung Euro bewahrt. Das kann man von der Financial Times D nicht behaupten. Gelichfalls auch nicht von der Frankfurter Rundschau. Hofberichterstattung hat es halt schwerer, Käufer zu finden.

  • An GoGo2: Aber warum brauchen dann die spanischen Banken, die die angeblich so wertvollen Erstligavereine finanzieren, Unterstützung durch den Euro-Rettungsschirm? Auch Markenwerte lassen sich in der Bilanz als Vermögen darstellen? Offenkundig ist es damit aber nicht so weit her! Tatsache bleibt, dass der deutsche Steuerzahler damit auch die Profivereine in Spanien über mehrere Ecken unterstützt!

  • Ich darf Real Madrid unterstützen? Da bin ich aber stolz darauf. bekomme ich dann auch einen ermässigten Eintritt oder wenogstens eine Spendenquittung? Das ganze zeigt, wie absurd die Euro-Rettung geworden ist. Tröstlich: Auch Claudia Roth und Sarah Wagenknecht unterstützen Real!

  • Jeder hat sicherlich eine eigene Sichtweise der Dinge. Aber, Herr Dutschke, bleiben Sie besser in der Politik. Von Fussballvereinen haben Sie offensichtlich wenig Kenntnisse; Real M. ist eine der wenigen absoluten TOP-Marken dieser Welt. Der Verkehrswert der Organisation R.M. liegt weit über 1000 Millionen €. Ulli Hoeneß steht auf sein Festgeldkonto von ca. 300 Mio €. Das liegt so darum und bringt dem FCB vieleicht 1,5% Zinsen. Dafür - weil sie so bekannt sind - kassiert RM vom Fernsehen die dreifache Summe des FCB, die sonstige Vermarktung liegt bei dem 2-3 fachen des FCB. Und der Speilerkader ist auch noch 50% mehr wert als beim FCB. Also: Schulden sagen nicht viel, die Marke ist es.

  • Fast schon beschämend solch ein undifferenzierter, schlecht recherchierter, polemischer, pauschalisierender Beitrag.

    Man schaue sich nur mal fachlich saubere Analysen zu dem Thema an. z.B. Deloitte Football Money League oder auch der renommierte Swissramble Blog, der Fakten darstellt und in einen Kontext setzt und nicht wie hier blind herumprosaunt.

    Die Financial Times Deutschland hat es schon erwischt. Auch das Handelsblatt ist auf einem guten Weg, wenn man sich solch ein miserables Niveau vor Augen führt, dem hier auch noch eine breite Plattform gewährt wird.

    Je nachdem wie man die Fakten und Kennzahlen gewichten möchte ist Real Madrid der vielleicht sogar bestgeführte Verein in Europa. In jedem Fall aber unter den TOP3. Der Profitabelste über die letzten 5 Jahre waren sie mit großen Abstand ohnehin. Und Das "financial debt" - die Maßgröße für das kommende UEFA Financial Fairplay - beträgt knapp über 120mio€, womit man auch hier unter den besten ist!

    Zu dem Schluss kommen alle, die über den BILD-Tellerrand hinausschauen und sich die Fakten vor Augen führen. Wie sagten die Professoren immer "get your fact straight!"...

  • Wäre ja schön, wenn das nur im Fußball so wäre.
    Hochtief konnte von einem hochverschuldeten spanischen Baukonzern (einer der größten Geldgeber von Real Madrid) nur übernommen werden weil die Stadt Madrid ihm die berühmten vier Türme zu horrenden Mieten abnahm. Jeztt haften wir für die Schulden der Stadt. Sanofi, als wesentlich kleinerer und finanzschwacher Konzern,
    konnte Aventis (früher Hoechst AG) nur schlucken weil der Staat Frankreich für Bankbürgschaften sorgte, für die wir bald gerade stehen sollen. Das Konzept "Solidarität mit den anderen Europäern" ist so was von verlogen. Aber CDU, SPD, FDP und die Grünen sind ja alle dafür. Wieso die Linken auch solidarisch sein wollen kann man mit normalen Gehirnfunktionen nicht mehr nachvollziehen. Die Eliten der anderen europäischen Länder lachen sich tot über uns. So wie in den USA heißen wir in Brüssel und bei der EZB die "doofen" Deutschen. Kein Wunder wenn wir unsere eigenen Leute dauernd hinterrücks abschießen.

  • So macht man das wenn man weiss, dass jemand anders für die Schulden aufkommt. Und die Deutschen sind eben so bescheuert für jeden und alles Verantwortung übernehmen zu wollen! Zumindest die Regierungsparteien und die Oppositionsparteien Deutschlands!

  • Genau so ärgerlich ist, dass jeder via GEZ-Gebühren die Bundesligastars mitfinanziert. Passt alles in die grosse Umverteilungsmaschinerie. Die grosse Masse finanziert den Luxus einiger weniger.

  • @Schaarschimdt: Einfach treffend! Sie wissen "wer und was" beim Real Madrid!

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