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Kleinleins Klartext Drum hoffe, wer sich ewig bindet…

Wie eine gute Ehe soll die Altersvorsorge ein Leben lang halten. Die Praxis sieht aber anders aus. Treue kennt man bei Versicherungsunternehmen nicht. Kunden bleibt nur die Hoffnung, in Zukunft ein wenig Glück zu haben.
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Axel Kleinlein gilt aktuell als einer der schärfsten Kritiker der Versicherer. Er ist Vorsitzender des Vorstandes beim Bund der Versicherten.

Axel Kleinlein gilt aktuell als einer der schärfsten Kritiker der Versicherer. Er ist Vorsitzender des Vorstandes beim Bund der Versicherten.

Wer sich für eine Altersvorsorge entscheidet, entscheidet sich für einen Vertrag, der ein Leben lang andauern soll. Das Ergebnis der Altersvorsorge soll eine Rente sein, die bis zum Tod andauert. Bei einer Ehe ist das ähnlich – hier soll die Partnerschaft anhalten „bis dass der Tod euch scheidet“.

Tatsächlich wird aber etwa jede zweite Ehe geschieden. Meist liegt das daran, dass einer der beiden Ehepartner mit dem Gegenüber nicht mehr so zufrieden ist, wie zu Beginn. Dabei ist es unterschiedlich, wer von beiden den Unmut verspürt. Mal ist es der Mann, mal ist es die Frau, mal sind es auch beide gleichzeitig, die sich eingestehen, dass das mit dem Ja-Wort nicht für die Ewigkeit hält.

Man könnte meinen, dass Altersvorsorge mit einer Versicherung eine höhere Stetigkeit erwarten lässt. Es geht ja schließlich um Geld, um etwas, was beständiger als Liebe ein soll. Tatsächlich stellt man sich aber mit einer Rentenversicherung ungleich schlechter, als wenn er oder sie sich vor dem Traualter zu einem „Ja“ durchringt.

Zum einen ist die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns erheblich höher: Bei einem nur 35 Jahre währenden Versicherungsvertrag beträgt die statistische Chance „durchzuhalten“ gerade mal etwa ein Viertel, geht man von den Stornoquoten aus, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft veröffentlicht. Die Kündigung ist also der Normalfall.

Zum anderen ist es bei der Ehe klarer, mit wem man sich auch noch in ein paar Jahrzehnten in einer Partnerschaft befindet. Es ist immer noch die Person, die mit einem zum Standesamt gegangen ist. Etwas mehr Falten, geänderte Körperproportionen und eine andere Frisur (oder gar keine mehr)  mögen das Erscheinungsbild verändert haben. Die Person ist jedoch dieselbe. Und auch man selbst hatte keine Möglichkeit die eigene Rolle als Ehepartner einfach durch jemanden anderen ersetzen zu lassen, wenn man keine Lust mehr hat.

Der Vertrag als Ware
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