Professor Chiffre Nur mit dem Geld der „Reichen“ geht es nicht

Die von den DIW-Ökonomen empfohlene Vermögensabgabe wird als Akt ausgleichender Gerechtigkeit dargestellt. Doch diese Argumentation ist kurzsichtig. Andere Maßnahmen wären nüchtern betrachtet viel effektiver.
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Bert Rürup – Prof. Chiffre. Bert Rürup hat fast 30 Jahre lang die Bundesregierung beraten

Bert Rürup – Prof. Chiffre. Bert Rürup hat fast 30 Jahre lang die Bundesregierung beraten

Zu Beginn der vergangenen Woche sorgte ein Vorschlag des DIW Berlin für einen ziemlichen finanzpolitischen Wirbel: Vermögensabgaben der privaten Haushalte zur Finanzierung der Euro-Rettung und zur Konsolidierung der deutschen Staatsfinanzen. Die Beurteilungen fielen - wie zu erwarten - gemischt aus. Sie reichten von voller Zustimmung (Sahra Wagenknecht, Ralf Stegner) über „interessant“ (Bundesfinanzministerium),  „naiv und gefährlich“ (Spiegel), „skurril“ (Manager Magazin) bis zu „tiefer Griff in die rote Mottenkiste“ (FDP) und „Sind wir denn im Krieg?“ (K.-E. Haub).

In den wohlwollenden Kommentaren wurde neben der beachtlichen fiskalischen Ergiebigkeit des Nettovermögens der privaten Haushalte hervorgehoben, dass solch eine Zwangsabgabe so etwas wie ein Akt der ausgleichenden Gerechtigkeit sei. Zum Kauf von Staatsanleihen sei niemandem gezwungen worden, und Vermögende, die von den Steuerentlastungen und der Umverteilung von unten nach oben in den letzten Jahren profitiert hätten, wären froh über die Möglichkeit gewesen, dem Staat Geld zu leihen. Etwas irritierend ist dieses Argument wenn es von Kommentatoren kommt, die kreditfinanzierten Konjunktur- und Wachstumspaketen durchaus wohlwollend, einer strikten Sparpolitik dagegen skeptisch gegenüber stehen.

Ohne Zweifel lassen sich gute Argumente finden, die Besitzer größerer Vermögen z.B. über eine höhere „schlupflochfreie“ Erbschaftsteuer, eine kräftigere Besteuerung hochwertiger Immobilien, Anpassungen bei den steuerlichen Rahmenbedingungen von Stiftungen oder sogar über eine grundgesetzkonforme Vermögensteuer mehr als bislang an der Finanzierung unseres Gemeinwesens zu beteiligen. Das zugunsten einer Vermögensabgabe vorgebrachte Argument der ausgleichenden Gerechtigkeit zählt allerdings nicht dazu.

Über die Notwendigkeit der kräftigen Senkung der Einkommensteuer im vergangenen Jahrzehnt lässt sich trefflich streiten. Die Abflachung des progressiven Tarifs dieser Steuer wird man kaum als Umverteilung von unten nach oben ansehen können, sondern als eine Verringerung der Umverteilung von oben nach unten.

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7 Kommentare zu "Professor Chiffre: Nur mit dem Geld der „Reichen“ geht es nicht"

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  • Nur mit dem Geld der Reichen........
    Wann haben denn die "Reichen" sich jemals am Sozialstaat beteiligt?
    Vor 40 bis 30 Jahren im geringen Umfang, dann Steuerflucht!
    Ausgerechnet Herr Rürup!
    Eigentlich gehört nicht nur H. Maschmeyer vor einen Richter.

  • Also ganz so simpel ist es ja nun nicht. Zunächst wäre zu definieren was Geld denn ist, wobei ich es mir einfach mache und dazu empfehle Thorsten Polleits Buch "Geldreform" zu lesen. Darin steht nicht nur, wo das Problem liegt sondern auch wie ein Lösungsansatz aussehen könnte. Ferner schaffen die Zentralbanken in erster Linie Geld, was dann über die Privatbanken in Umlauf gesetzt wird. Ich weiss, die FED ist eine Privatbank, entgegen der weit verbreiteten Meinung. Insoweit gilt es, a) den Staaten die Nutzung der Geldpresse zu entziehen und b)zu einem Geld zu kommen, was nicht aus Papier besteht sondern einen tatsächlich reellen Gegenwert hat. Das schließt Kreditgewährung nicht aus, aber wenn man dazu noch das Einlagengeschäft vom Kreditgeschäft der Banken anders als heute trennen würde, wären Insolvenzen von Banken aufgrund eingegangener Risiken kein Problem mehr der Einlagengläubiger und damit würde die Marktwirtschaft auch im Bankenbereich funktionieren dürfen.

  • Hab natürlich den obligatorischen Link vergessen:

    http://www.youtube.com/watch?v=DTkh9YEmfkM

    Werde wohl langsam alt.

    LG
    Blackstone

  • Nur mit dem Geld von Maschmeyer und Konsorten geht es.

    Wieder einmal ein qualitativ hochwertiger Nobelpreis-Artikel vom Maschmeyer-Lobbyisten Rürup.

    Verkaufen Sie nicht nebenbei "Rentenpapiere, Lebensversicherungen und sichere Geldanlagen"?

    MIA BRENNT DA HUAT!

    LG
    Blackstone

  • Wir brauchen nicht das Geld der "Reichen"!

    Wir brauchen ein neues Geldsystem!

    Weg vom Geldmonopol der privaten Banken-Kartelle!

    Weg vom Schuldgeld das uns alle nur versklavt!

    Geld wird heute nur über Kredit geschöpft ( erschaffen )!

    Geld=Schuld

    Jedem Euro Guthaben steht ein Euro Schulden gegenüber!

    "So ist unser Geldsystem. Gäbe es keine Schulden, gäbe es kein Geld!"

    (Marriner Eccles, Präsident des Federal Reserve Systems, am 30. September 1941)

    Wir brauchen ein Geldsystem bei dem der Staat sein eigenes Geld schöpft und es sich nicht von privaten Bankstern leihen muss gegen Zinsen!!!

    Kennedy musste sterben weil er der privaten Fed das Geldmonopol genommen hat und 4 Mrd. eigene Dollar in Umlauf gebracht hat!

    Geld ohne Schulden!

    http://www.wahrheitssuche.org/fed.html

    Warum erfahren wir in den Medien AGs nichts über das Geldsystem?

    Wie entsteht Geld?

    Nur über Kredit!!!

    Wem gehören eigentlich die ganzen Medien AGs?

    Sind die privaten Medien AGs vielleicht nicht so objektiv wie wir alle glauben? :-)

    Bsp.

    Axel Springer AG ein in Europa führendes Medienunternehmen ist der größte deutsche Zeitungs- und drittgrößte Zeitschriftenverlag. (Bild, Die Welt, ...)

    Was kostet Axel Springer?

    Axel Springer AG: Marktkapitalisierung 3,39 Mrd Euro

    George Soros (Investor) geschätztes Vermögen: 15,4 Milliarden Euro (20 Milliarden Dollar)

    Übrigens muss man nicht 3,39 Mrd Euro ausgeben, es reicht wenn man 50,1% der Aktien (1,7 Mrd) besitzt um zu bestimmen was in der Zeitung steht!

    Wer glaubt, dass Zeitungen da sind um uns objektiv zu informieren, der glaubt auch an den Weihnachtsmann!

    AUFWACHEN!!!!

    Bitte nicht löschen, Herr/Frau Zensor danke

    www.wissensmanufaktur.net

  • Schmeisst die Dolce-Vita Staaten aus dem Euro und die Krise geht zu Ende.

    aber man tut ALLES, um die Krisen so lange am Kochen zu halten, bis die 1 Weltregierung endlich steht.

  • "Mit Carsten Maschmeyer hat er das Beratungsunternehmen MaschmeyerRürup gegründet." Danke für den Hinweis. Mehr braucht man gar nicht sagen.

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