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Zschaber zündelt Die Krise auszublenden funktioniert nicht

Am Wochenende ist es mal wieder soweit und ein Teil der Welt wird für ein paar Wochen die Probleme in der Euro-Zone zumindest teilweise ausblenden – Olympia sei Dank. Doch die harte Realität wird uns einholen.
  • Markus Zschaber
27.07.2012 - 14:15 Uhr Kommentieren
Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

Markus C.Zschaber – Zschaber zündelt. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Köln

Kaum eine sportliche Veranstaltung auf dem Globus hat aberwitzigere wirtschaftliche Züge angenommen als die Olympischen Spiele. War zu Beginn der Spiele noch der sportliche Gedanke maßgebend bei der Planung und Durchführung, so stehen heute knallharte wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Global Player wie McDonalds, Coca Cola, die alleine knapp 130 Millionen Euro zahlen, oder Visa, finanzieren etwa fünfzig Prozent der Spiele.

Selbstverständlich wollen diese Unternehmen ihre Interessen geschützt sehen, was ihnen auch vertraglich zugesichert wird. Das Interessante: In jeder Produktgruppe gibt es lediglich einen Konzern, welcher als Sponsor auftritt. Sie bekommen also lediglich Hamburger von McDonalds oder können nur mit einer Kreditkarte von Visa Geld auf dem olympischen Gelände ziehen. Doch ob sich das Engagement für jeden der Premiumsponsoren lohnt, kann nicht gänzlich geklärt werden.

Spannt man den Bogen etwas weiter, erkennt man, dass es die Großkonzerne dank ihrer Sponsoring-Engagements schaffen, Zugang zu Märkten zu bekommen, die für sie vorher nur bedingt zugänglich gewesen sind. Respektive in jenen Regionen Fuß zu fassen und Beziehungen auszubauen, in welchen sie bislang nur eine Nebenrolle gespielt haben. General Electric beispielsweise übernimmt die Energieversorgung und stattet das olympische Stadion mit mehr als  zehntausend Birnen aus. Auch ein deutsches Unternehmen wird während der Spiele in London stets präsent sein, nämlich Adidas.

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