Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Schon komisch Vierbeinige Zebrastreifen

Endlich will die Moskauer Polzei - als korrupt und brutal verschrien - was für den Schutz der Fußgänger tun. Doch mit ihrer Aktion zieht sie sich den Zorn der Tierschützer zu. Eine Kolumne von Hans Eschbach.
  • Hans Eschbach
Kommentieren

Die Moskauer Polizei wird immer wieder als korrupt und brutal dargestellt. Dabei hat sie wirklich humane Ideen: Um die Verkehrsteilnehmer zu schützen, ließ sie Ponys schwarz-weiß anpinseln und als wandelnde Zebrastreifen durch die Stadt führen. Damit sollten die Autofahrer dazu angeregt werden, künftig stärker auf Fußgängerüberwege zu achten. Ein bemerkenswerter pädagogischer Ansatz, der induktiv durch die Tier- zur Menschenliebe führt.

Ob er auch auf alte und neue Nomenklatura aus Partei und Oligarchie wirkt, die immer wieder durch verkehrswidrige Husarenstücke auf den Moskauer Prospekten von sich reden machen, Kollateralschäden mit Todesfolge bei nicht gepanzerten Unbeteiligten eingeschlossen? Wer sich entschließt, niedlicher Pferdchen wegen auf Fußgänger Rücksicht zu nehmen, wird vielleicht auch nicht mehr auf mehrspurigen Straßen gegen den Strom fahren. Aber die Polizei hat ihre Rechnung ohne die Tierschützer gemacht: Es kam zu Protesten. Jetzt muss sich die Obrigkeit etwas Neues einfallen lassen, um die Raser zu bändigen.

Startseite

0 Kommentare zu "Schon komisch: Vierbeinige Zebrastreifen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.