Was vom Tage bleibt Angela Merkel hätte es verdient

Die Nobelpreis-Woche hat begonnen, Schaeffler streicht den Börsengang zusammen. American Apparel muss in die Insolvenz, Twitter hat einen neuen Chef und die Deutschen trinken zu wenig Bier. Der Tagesrückblick.
17 Kommentare
Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Stefan Menzel ist Chef vom Dienst beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Freitag ist der Tag

Der erste Nobelpreis ist vergeben: Die Auszeichnung für Medizin geht nach Irland, Japan und China. Am Dienstag geht es mit der Physik-Vergabe weiter. Die Naturwissenschaften spielen in diesem Jahr allerdings eine untergeordnete Rolle. Die ganze Welt wartet auf den Freitag und die Vergabe des Friedensnobelpreises. Eine Frau hätte den Preis definitiv verdient: Angela Merkel. Niemand anderes hat sich so konsequent für Flüchtlinge eingesetzt – eine wirklich nobelpreiswürdige Politik.

Ordentlich zusammengestrichen

Vor ein paar Tagen ist die Welt in Herzogenaurach noch in Ordnung gewesen. Der Börsengang des Autozulieferers Schaeffler stand anfangs unter günstigen Vorzeichen, alles schien glatt zu gehen. Doch dann kam der VW-Abgasskandal. Plötzlich bekam der Zulieferer aus dem Fränkischen zu spüren, welche gewaltige Folgen die Volkswagen-Betrügereien nach sich ziehen – und Schaeffler muss nun große Abstriche beim Börsengang machen. Andere Börsenkandidaten wahrscheinlich auch noch.

In Richtung Pleite

American Apparel, GAP und wie sie alle heißen mögen. Die USA hatten einmal eine weltweit bekannte Bekleidungsbranche. Doch so viel ist davon nicht geblieben – bei American Apparel steht nun das Insolvenzverfahren an. Die US-Hersteller produzieren zu teuer und haben den von den großen Modeketten ausgelösten Wandel nicht gesehen. H&M, Zara und Primark bestimmen heute, wo es lang geht. Wer dann nicht günstig produzieren kann, der ist im Spiel nicht mehr dabei.

Doch für immer

Aus der Übergangslösung wird mehr: Interimschef Jack Dorsey bleibt jetzt doch länger und wird dauerhaft zum Twitter-Boss berufen. Eine gute Lösung, die dem arg gebeutelten Social-Media-Dienst mehr Ruhe verschaffen sollte. Dorsey gehört zur Gründer-Generation des Unternehmens. Er weiß ziemlich genau, wie Twitter tickt. Mit Dorsey steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Twitter nicht bei einem Branchenriesen wie Google unterschlüpfen muss. Einen Versuch ist es allemal wert.

Trend der Zeit

Deutschlands Brauer jammern, weil ihnen die Kunden flöten gehen. Die Deutschen trinken immer weniger Bier, allen voran die junge Generation verweigert sich dem vermeintlichen Nationalgetränk. Es muss eben nicht immer nur Bier sein, es gibt auch andere gute Sachen. Die Brauer sollten das akzeptieren – was bleibt ihnen auch anderes übrig? Bier hat seinen Zenit einfach überschritten.

Einen angenehmen Herbstabend – mit einem Getränk nach Wahl – wünscht Ihnen

Stefan Menzel

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17 Kommentare zu "Was vom Tage bleibt: Angela Merkel hätte es verdient"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Begin und Arafat haben die Nobelpreis verliehen bekommen. Frau Kanzler sollte sich ein Palästinenser Tuch zulegen.

  • Wenn Frau Merkel nach Erhalt des Nobelpreises dann als Kanzlerin abtritt und zum Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen wechselt, wäre das doch eine schöne Sache. Allen wäre dann gedient.

  • Entschuldigung an die Tauben.

  • Wie Herr Obama unser Friedensengel ist, wird eben meine völlig unfähige Nachfolgerin unser Friedenstäubchen.

  • @Menzel

    Wenn Obama den Friedensnobelpreis bekommen hat, hat diesen natürlich auch die beliebteste Kanzlerin aller Zeiten, die mächtigste Frau der Welt, unsere Frau Dr. Angela Merkel verdient.

    Ich würde posthum auch Stalin, Mao, Pol Pot, Adolf H., Nero, den Dicken aus Nordkorea oder andere Größenwahnsinnige vorschlagen. Die haben alle ihre "Verdienste"........

    Ich bleibe bei meiner Meinung: Merkel hat das NICHT verdient. und zudem


    !!!! MERKEL MUSS WEG !!!!

  • Herr Menzle,
    ist Ihre Einschätzung übr Merkel ironisch?
    Frau Merkel ist gerade dabei Deutschland und auch Europa völlig zu zerstören.
    So jemanden überhaupt für einen Nobelpreis vorzuschlagen, zeigt, dass die Herren in diesem Komitee völlig übefrdert sind.
    Ein Riesenei haben sie ja schon gelegt mit dem Nobelpreis an Obama der nächste Idiotenpreis war an die EU.
    Merkeln Sie eigentlich alle wirklich nicht, was Merkel auslöst mit ihrer Deutschlandzerstörung?
    Solche Meinung im HB, darüber bin ich doch ziemlich entsetzt

  • Meint der Stefan Menzel das ernst was er da verzapft?
    " Niemand anderes hat sich so konsequent für Flüchtlinge eingesetzt – eine wirklich nobelpreiswürdige Politik."
    Ich hoffe und wünsche, dass dies lediglich als Provokation für Kommentatoren gedacht ist.
    Ansonsten könnte ich den Herrn nicht mehr für voll nehmen, wenn das seine perspektive auf die Welt ist.
    Vielleicht sollte der Herr mal raus gehen aus seinem Wolkenkukucksheim im 23. Stockwerk, in dem er da auf dem Foto posiert, und sich die aktuellen Ereignisse mal vor Ort und von Nahem betrachten.
    Wie gesagt, ich hoffe, dass da wirklich nur die <Zynismus>-Tags versehentlich nicht mit veröffentlicht wurden.

  • Nobelpreis für Frau Merkel.
    Sans deppad soagt ma in Braunau.

  • Angela Merkel hätte es verdient...
    nicht meine völlig unfähige Nachfolgerin sondern Ich. Ich habe halbe Europa in Schutt und Asche
    gelegt, diese meine völlig unfähige Nachfolgerin wird vielleicht Europa in Schutt und Asche legen. Ich bestehe auf die Verleihung.


  • .... selbstverständlich überreichen interessierte Kreise Kanzerin Merkel den Friedensnobelpreis.
    Wer friedlich und ohne Widerstände EU-Krsienpolitik zu Lasten seiner Wähler geschickt begründet und umsetzt, dabei brav US Banken rettet, bedingungslos TTIP unterstreicht, quasi ein neoliberales "Politikäffchen" spielt, hat den Preis verdient.
    So ist sichergestellt, daß investierte Kreise ihren vollen Ertrag erhalten, Merkel die Wahl gewinnt und ein instabiles Deutschland, , tief angeschlagen , beruhigt gen Capo-Brüssel sich ausrichtet. Well done Amercans. Alles im Lot. Mit der Kanzlerin könnt ihr das machen. Bei Schröder war es nicht so einfach..

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