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Was vom Tage bleibt Nur Spielverderber machen Merkels Reise mies

Die Kanzlerin darf sich den teuren Trip ins brasilianische WM-Stadion leisten. Oetkers Schiffe dümpeln herum. Und der Erfinderpreis geht an einen Mann mit Seele. Hier steht, was an diesem Tag wichtig war.
17.06.2014 - 18:28 Uhr 4 Kommentare
Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.
Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Spielverderber I

Pfui – was gibt es doch für Spielverderber! Da freuen wir uns des Abends über unsere Angela, wie sie in der Männerumkleidekabine die Fußballmannen lobpreist, und anderntags halten wir ihr vor, dass ihr Flug Berlin-Brasilien-Berlin gut und gerne seine 300.000 Euro gekostet hat. Ja soll denn die Kanzlerin Linie fliegen? Wahrscheinlich hat sie auch die Eintrittskarte nicht bezahlt und die Verpflegung war auch für lau. Aber wir sind doch eine stolze Wirtschaftsnation, seit gestern Abend sind wir auch wieder eine stolze Fußballnation und politisch ist Merkel auch nicht gerade ein kleines Licht. Solange sie dazu beiträgt, dass das so bleibt, möge sie reisen, wohin sie will. Wir leisten uns diese Kanzlerin.

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    Richard Oetker leitet längst mehr als ein Puddingpulver-Imperium. Die Hälfte des Umsatzes in seinem Milliarden-Konzern steuert zum Beispiel eine Reederei zu. Wenn es da nicht so läuft, dann ist das mit Pudding nicht herauszureißen. Wie sehr so etwas belastet, verrät der Oetker-Clan aus Prinzip nicht. Es gibt nur Einschätzungen. Die zur Lage des Gesamtkonzerns lautet: „Das Ergebnis ist im zufriedenstellenden Bereich.“ Wenn mein Sohn mit dieser Aussage nach Hause käme, könnte es sein, dass ich über eine Hausaufgabenhilfe nachdenken muss.

    Der Fischer und seine Seele

    Im Kaiserlichen Telegrafenamt in Berlin hat heute Artur Fischer den Erfinderpreis für sein Lebenswerk entgegengenommen, den das Europäische Patentamt vergibt. Ja, es ist der Fischer, der unter anderem die Dübel erfunden hat, aber auch noch viel mehr. 94 Jahre ist er inzwischen und der Schwabe hat gemeinsam mit seinem Sohn das Unternehmen Fischer zu einer Weltmacht der Befestigungstechnik aufgebaut. „Gescheite Leute behaupten, dass das Erfinden von der Seele kommt“, sagte Fischer und erhielt stehenden und tosenden Beifall. Wenn es Leute wie Fischer nicht gäbe – man müsste sie erfinden.

    Willys guter Ruf ist in Gefahr

    Der Staatsanwalt, der der Korruption rund um den neuen Berliner Flughafen nachgeht, ermittelt jetzt nicht nur wegen Bestechung, sondern auch wegen illegaler Preisabsprachen. Der Flughafen ist bereits nach Willy Brandt benannt. Gibt es eigentlich eine geheime Absprache der Union, wie das Denkmal der Genossen größtmöglich zu beschädigen ist?

    Vorboten des Unfriedens

    2011 bis 2014: Das ist exakt die Phase, in der keine amerikanischen Soldaten im Irak stationiert waren. Seit heute sind wieder einige hundert da, die Botschaftspersonal gegen die vorrückenden Isis-Kämpfer schützen sollen. Wenn die USA Truppen entsenden, sind das bisher in den seltensten Fällen Vorboten des Friedens gewesen.

    Spielverderber II
    Wir wissen jetzt, wo bei Ikea der Spaß aufhört. Und zwar ganz genau bei der Online-Seite ikeahackers.net. Dort wird beispielsweise mit viel Fantasie beschrieben, wie sich Expedit, Basta oder Norden in ganz neue Möbelstücke verwandeln lassen, wie der Servierwagen zur Werkbank wird oder die olle Kiste zum coolen Couchtisch. Der schwedische Konzern hat die Betreiberin der Seite abgemahnt. Was Ikea damit erreicht, lässt sich so zusammenfassen: Die treuesten Fans der Elche werden niemals selber welche.

    Einen elchfreien Abend wünscht Ihnen

    Oliver Stock

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    4 Kommentare zu "Was vom Tage bleibt: Nur Spielverderber machen Merkels Reise mies"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Zitat : Wir leisten uns diese Kanzlerin.

      - Sie leisten sich diese Kanzlerin. Nicht wir !

      Wir haben auch kaputte Strassen und Schulen, die aussehen wie in der Dritten Welt. Das leisten Wir uns.

      Armseliger Kommentar eines Verblendeten !

    • Hallo Herr Stock,

      wenn Sie die Prasserei der Fr. Merkel so toll und nützlich finden, konnen Sie die 300000,00€ gerne aus eigener Tasche bezahlen.

      Ein "normalsterblicher Durchschnittsverdiender" muss für die Sause dieser Hampelmänner/-frauen ~6 Jahre (vor Steuern) arbeiten.

      Wüfür das Ganze?
      Das Geld hätte man besser verwenden können. Die nächste Steuererhöhung für einen "guten" Zweck (bessere "Schulen", "Strassen", usw.)folgt bestimmt......

      Ich muss die Dame nicht auf der Tribüne sitzen oder in der Mannschftsumkleide sehen.
      Die "politischen" Auftritte reichen mir bei weitem aus und sind ärgerlich genug......

    • "Aber wir sind doch eine stolze Wirtschaftsnation [...] Solange sie dazu beiträgt, dass das so bleibt, möge sie reisen, wohin sie will. Wir leisten uns diese Kanzlerin."

      Also, Sie sind käuflich, Herr Stock, oder wie soll man diesen Satz sonst verstehen? Die Kanzlerin darf wirklich alles solange Sie uns reich macht? Tolle Moralansichten!

    • Von mir aus kann diese Frau zur Hölle fahren, ich kann gut auf sie verzichten, mache drei Kreuze, wen sie endich von der politischen Bildfläche verschwindet.

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