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Was vom Tage bleibt Wettbüro mit Banklizenz

Wer glaubt eigentlich noch daran, dass Goldman Sachs eine ehrbare Bank ist? Was hat Berlin mit Griechenland gemeinsam? Und was lehrt uns das Entenklo? Der Tagesrückblick
10.08.2012 - 17:42 Uhr 4 Kommentare
Florian Kolf ist Managing Editor des Handelsblatts.

Florian Kolf ist Managing Editor des Handelsblatts.

Wunderschönen guten Abend,

Hemmungslose Zockerbude

es mag Zufall sein, dass beide Meldungen am gleichen Tag kommen, aber es ist vielsagend. Das US-Justizministerium gab bekannt, dass es die Ermittlungen gegen Goldman Sachs wegen krummer Hypothekendeals einstellt - aber nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern aus Mangel an Beweisen. Der Bank war vorgeworfen worden, gegen Schrottpapiere gewettet zu haben, die sie zuvor ihren Kunden angedreht hatte. Ebenfalls heute wurde bekannt, dass die gleiche Bank brutalstmöglich auf eine Pleite von Italien wettet. Sie hat alle Italien-Anliehen verkauft und obendrein noch Ausfallversicherungen auf diese Papiere gekauft. Diese Zockerbude noch Bank zu nennen, ist eine Beleidigung für alle Geldinstitute, die ihr Geschäft und ihre Kunden noch ernst nehmen.

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    Herkules Hiesinger?

    Eine Herkulesausgabe hat Heinrich Hiesinger übernommen - und noch ist nicht klar, ob er dafür auch hart genug ist. Der Chef von Thyssen-Krupp hat von seinem Vorgänger heftige Altlasten geerbt und muss diese in einer Zeit bewältigen, in der die Konjunkturflaute die Stahlbranche mit voller Wucht trifft. Angesichts dessen sind die Zahlen, die er heute vorgestellt hat, geradezu ein Hoffnungsschimmer. Zumindest ist der Verlust deutlich geringer als Experten erwartet hatten. Doch letztlich hängt alles daran, ob er die Werke in Amerika verkauft bekommt. Wenn nicht, wird die Sanierung blutig.

    Eine Akropolis für Berlin

    Es wurde jeglicher Kostenrahmen gesprengt, die Schlamperei betrifft fast alle Bereiche, das Geld reicht höchstens noch bis zum Jahresende, Kredite gibt es keine mehr und die Regierung arbeitet an einem Rettungspaket. Woran erinnert sie das? Nein, wir reden mal nicht von Griechenland, sondern vom neuen Berliner Großflughafen. Heute ist der Finanzausschuss des Aufsichtsrats zur Krisensitzung zusammengekommen. Wenn die Politik weiter so ein Laienspiel aufführt, stehen bald zahlreiche Unternehmen, die vom Flughafen abhängen vor dem Ruin - darunter auch Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin. Es wäre ein Wunder, wenn Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit diesen Skandal politisch überleben würde.

    Morpheus explodiert

    Freud und Leid liegen meist eng beieinander. Gerade erst hatte die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa stolz ihre erfolgreiche Marslandung verkündet, musste sie jetzt mit ansehen, wie eine neue Mondlandefähre bei einem Testflug explodierte. Bezeichnend ist der Name des Gefährtes: Es ist nach Morpheus, dem griechischen Gott des Schlafes benannt. Offenbar hat ein Techniker bei der Konstruktion den Namen zu wörtlich genommen und ganz schön gepennt.

    Was fehlt? Der deutsche Schwimmer Thomas Lurz hat die Silbermedaille im 10-Kilometer-Schwimmen gewonnen, und zwar im Serpentine Lake, den Spötter wegen seiner trüben Brühe auch "Entenklo" nennen. Was lernen Manager daraus? Manchmal muss man tief in die Scheiße steigen, um Erfolge zu ernten.

    Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende, genießen Sie noch die letzten Tage der olympischen Spiele,

    Florian Kolf

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    4 Kommentare zu "Was vom Tage bleibt: Wettbüro mit Banklizenz"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • 1.) absolut richtig zockerbude goldmann sachs - aber
      trotz der erfolgten Falschtestierung der Griechenlandzahlen wird diese sog Bank nicht auf Schadensersatz verklagt - aus Vasallentum gegenüber den USA.
      2.) komisch Wetten gegen " systemrelevante " Banken können verboten werden aber nicht gegen Staaten wie Italien ?
      BIsher konnten dei Amis Ihre Ratingagenturen gut einspannen mit neg BEwertungen Europas von den gigantischen Defiziten in den USA abzulenken !!!

    • "Diese Zockerbude noch Bank zu nennen, ist eine Beleidigung für alle Geldinstitute, die ihr Geschäft und ihre Kunden noch ernst nehmen."
      Wer nimmt seine Kunden noch ernst? Im globalen Dorf sind die Kunden zahlreich, und auch austauschbar. Who cares?

    • Was Berlin mit Griechenland gemeinsam hat?
      Die geklauten Milliarden legen die Griechen jetzt mit Vorliebe in Berliner Immobilien an.Wahrscheinlich weil
      das Geld hier sicher ist, und die Deutschen eh zu blöde sind, das zu verfolgen.

    • So gefällt uns " HAN - Blatt " am besten .
      "Was hat Berlin mit Griechenland gemeinsam ? " Wohl : Den gleichen Dickschädel . Oder die Angst um Wählerstimmen .
      Die Welt ist nicht , ein böse( Diablo ). Gierig nach ... süß ... OK .
      Wer hat , hat das Licht und bewegt .
      Lass uns Europa mit Herz steuern .

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