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Was vom Tage bleibt Zahlen müssen alle

Nach der Zerschlagung von Chodorkowskis Imperium gibt es eine Riesenstrafe für Russland. In Tripolis herrscht flammendes Inferno. Paketboten sind überlastet. Und Neues aus dem Middelhoff-Wolkenheim. Der Tagesrückblick.
2 Kommentare
Martin Dowideit ist Deskchef Finanzen beim Handelsblatt.
Was vom Tage bleibt

Martin Dowideit ist Deskchef Finanzen beim Handelsblatt.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

Öl-Monopoly

Vor zehn Jahren zerschlug Russland Yukos, das Ölimperium des Magnaten Michail Chodorkowski und setzte ihn viele Jahre in Haft. Den Yukos-Aktionären hat ein Schiedsgericht in Den Haag jetzt 50 Milliarden Dollar Schadenersatz zugesprochen. Russland will sich mit allen Mitteln wehren. Sollte Das Land am Ende zahlen, folgt es einer europäischen Tradition. Politische Fehler werden sozialisiert und vom Steuerzahler beglichen.

Staat in Not

Die Kämpfe verfeindeter Milizen haben Libyen ins Chaos gestürzt. Wichtige Treibstofftanks des Ölkonzerns NOC sind in Flammen aufgegangen, ein Gaslager könnte in Brand geraten. Aus dem Arabischen Frühling ist in Libyen ein schwarz-grauer Herbst geworden.

Gebuckelt wird unten

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Alltag von Paketboten unter die Lupe genommen und festgestellt, dass in vielen Fällen Aufzeichnungen über Lenk- und Ruhezeiten nicht erfasst werden. Oft handele es sich um Subunternehmer großer Paketdienste wie etwa DHL oder Hermes. Nur ändern könne man so schnell nichts, stellen die Prüfer ebenfalls fest. Der Online-Paket-Boom macht Online-Shoppen zum Spaß – das Ausliefern ist aber eine Qual.

There is something in the air tonight

Das Kamener Kreuz, dieser Knotenpunkt von A1 und A2, ist ein Albtraum für viele Autofahrer. Doch nicht jeder gönnt sich den Luxus wegen drohender Staus den Hubschrauber zu nehmen. Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff hatte das auf Firmenkosten getan - ob zurecht und ordnungsgemäß, darüber wird vor Gericht gestritten. Eine Wohnung am Dienstsitz zu mieten, war ihm wohl nicht in den Sinn gekommen. Ein abgehobener Manager bevorzugt nun einmal Fluggeräte.

Neue Strategie für die FDP?

Die FDP hat Sorge, dauerhaft von der Alternative für Deutschland (AfD) untergebuttert zu werden. Daher flammt die Diskussion auf, Euro-kritische Stimmen in der FDP zu betonen. Angefacht hat die Debatte der sächsische FDP-Vorsitzende Holger Zastrow. Ob er gelesen hat, dass 75 Prozent der Deutschen den Euro befürworten? Natürlich muss man dazu der Quelle trauen: Dem Euro-Barometer der EU.

Einen sorgenfreien Abend wünscht

Ihr

Martin Dowideit

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2 Kommentare zu "Was vom Tage bleibt: Zahlen müssen alle"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das mit den 75% ist nur eine hingeworfene Zahl mit Propagandahintergrund. Ist wohl mittlerweile eine Complianceanforderung an deutsche Medien.
    ...oder der Autor hat es schlicht verwechselt mit der Anzahl der Deutschen die einen Euroaustritt von Griechenland gutheißen.

  • Es sei einmal dahingestellt, dass 75% der Deutschen dem Euro trauen . Und selbst wenn es so wäre, vertrauten 25% der Deutschen dem Euro nicht.

    Eine 25% Partei wäre in diesem Fall immerhin eine respektable Größe und ähnlich stark wie die SPD.

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