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Aktueller Hollywood-Film per Knopfdruck Breitband sorgt für neue Medien-Angebote

Die Medienindustrie erlebt einen fundamentalen Wandel - die Zeit der nebeneinander stehenden Mediensilos TV, Radio, Musik und Print geht zu Ende. Die meisten Inhalte sind heute digital verfügbar - und können damit auch über das Internet angeboten und vermarktet werden. Damit verblassen frühere starre Trennlinien: Die Online-Medien bieten mit Text, Ton und bewegten Bildern eine medienbruchfreie Mischung der traditionellen Medienformen.
  • Gastbeitrag von Thomas Holtrop, Vorstandsvorsitzender der T-Online International AG

HB DÜSSELDORF. Gleichzeitig hat sich das Internet in der Gesellschaft als viertes Massenmedium etabliert. Mehr als die Hälfte der Deutschen ist inzwischen online, ein stetig steigender Teil über breitbandige DSL-Zugänge. Die Deutsche Telekom hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2007 insgesamt zehn Millionen Haushalte an Breitband anzuschließen - damit wäre Breitband in jedem vierten Haushalt verfügbar.

Mit Breitband-Anschlüssen erfüllt das Internet nun alte Versprechen, die in den vergangenen Jahren wegen der geringen Kapazitäten der Analog-Modems noch unerfüllbar waren: Beispielsweise können aktuelle Hollywood-Filme jetzt auf Knopfdruck über das Internet auf dem eigenen PC oder auch im Fernsehen abgespielt werden. Marktforscher erwarten, dass sich der globale Markt für Internet-Content bis 2008 auf 15,5 Milliarden US-Dollar mehr als versechsfacht.

Wer dieses Marktpotenzial heute ignoriert, gibt ein großes Stück gestalterischer Zukunft auf: In dem Maße, in dem die Wettbewerbsvorteile der früheren Mediensilos TV, Print, Radio und Online verschwinden, sollten sich die Content-Anbieter auf den neuen Markt einstellen. Vergleiche mit anderen Branchen zeigen, dass deutliche Risiken bestehen, wenn neue digitale Märkte nicht besetzt werden.

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