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Analyse Die Türkei – Eine Chance für mutige Anleger

Wenn Erdogan es schafft, wichtige Reformen anzupacken, könnte die türkische Wachstumsstory in die nächste Runde gehen. Anleger würden davon profitieren.
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Am Sonntag hat die AKP sowohl in Istanbul als auch in Ankara Niederlagen einstecken müssen. Quelle: Reuters
Wahlplakate in Istanbul

Am Sonntag hat die AKP sowohl in Istanbul als auch in Ankara Niederlagen einstecken müssen.

(Foto: Reuters)

IstanbulGanze 45 Prozent hat die türkische Regierungspartei AKP bei den Kommunalwahlen am Sonntag geholt. Was in Deutschland jeden Politiker in einen Siegesrausch befördern würde, lässt in der Türkei die Alarmglocken schrillen. Nach dem Verlust der Bürgermeisterämter in wichtigen Großstädten ist Erdogan angezählt. Doch für Anleger bietet sich nun die Gelegenheit, in das Land einzusteigen – wenn sie mutig genug sind.

Die Wahlschlappe Erdogans bei den Kommunalwahlen ist ein wichtiger Stimmungstest für dessen Popularität gewesen. Trotzdem regiert der türkische Präsident vorerst weiter – die Wahlen galten nur für die Kommunen, nicht für das Amt des Präsidenten. Erdogan ist geschwächt, aber nicht erledigt.

Mehr als vier Jahre wird es nun in der Türkei keine Wahlen geben. Das heißt: kein Wahlkampf, keine unnötigen Streitthemen. Jetzt, wo Erdogan freie Bahn hat, kann er liefern – und das muss er auch.

Die Wirtschaft befindet sich in einer Rezession, Unternehmen ächzen unter milliardenschweren Krediten. Viele Aktiengesellschaften haben in den vergangenen Monaten einen Teil ihres Börsenwerts verloren. Sie sind nun günstig zu haben.

Und wenn Erdogan es schafft, wichtige Reformen anzupacken, dann könnte die türkische Wachstumsstory in die nächste Runde gehen. Anleger, die jetzt in türkische Werte investieren, würden davon profitieren. Sie sollten darauf achten, ob der türkische Präsident nun auf einen Reformkurs umschaltet – oder weiter im Machterhaltsmodus verharrt.

Hinzu kommt: Wegen der vielen Wahlen in den vergangenen fünf Jahren – insgesamt standen in der Türkei sieben Urnengänge an – galt der türkische Markt als äußerst volatil. Jetzt, wo über vier Jahre das politische Klima stabilisiert werden kann, können sich auch die Märkte stabilisieren.

Das heißt nicht, dass die Türkei nun zum Selbstläufer wird. Auch in politisch ruhigen Zeiten ist der Markt von äußeren Faktoren abhängig, etwa den Leitzinsen in den USA oder dem Wachstum in Europa und China.

Und da sieht es aus türkischer Sicht derzeit nicht besonders rosig aus. Wer jetzt in die Türkei investieren will, braucht daher starke Nerven – und im Zweifel eine gute Krisenstrategie.

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