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Analyse So trotzt die Pharmaindustrie der konjunkturellen Abkühlung

Vieles spricht dafür, dass sich der positive Trend in der Pharmaindustrie fortsetzen wird. Die Branche boomt, weil sich die Neuausrichtung der Forschung bezahlt macht.
22.10.2019 - 17:41 Uhr Kommentieren
Die Schweizer haben in diesem Jahr zum dritten Mal ihre Prognose nach oben geschraubt. Quelle: AP
Novartis-Mitarbeiter

Die Schweizer haben in diesem Jahr zum dritten Mal ihre Prognose nach oben geschraubt.

(Foto: AP)

Die meisten Konjunkturprognosen der zurückliegenden Wochen waren nicht gerade ermutigend. Reihenweise mussten Institutionen wie der IWF ihre Prognosen nach unten korrigieren. Manche Branchen wie die Autoindustrie sehen sich bereits in der Krise

Das Kontrastprogramm dazu liefert derzeit die Pharmabranche, wie am Dienstag die Zahlen des Schweizer Pharmariesen Novartis belegen. Ähnlich wie zuvor bereits Roche und Johnson & Johnson hat auch der Branchendritte nach guten Resultaten seine Prognose für 2020 zum dritten Mal in Folge erhöht. 

Das spricht dafür, dass sich der positive Trend aus dem ersten Halbjahr ungebremst fortsetzt. Alles in allem dürfte die globale Pharmaindustrie im Gesamtjahr um einen höheren einstelligen Prozentsatz zulegen und steuert damit auf das stärkste Umsatzwachstum seit Jahren zu. 

Vor allem zwei Faktoren sorgen für den branchenweiten Schub in den Geschäften: Zum einen profitieren viele westliche Pharmahersteller weiter von der wachsenden Nachfrage Chinas nach modernen Medikamenten.

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    Vor allem aber zahlt sich der stärkere Fokus auf die Forschung für etliche Akteure in der Branche nun aus, wie nicht zuletzt das Beispiel Novartis zeigt. Branchenweit hat sich die Zahl der Neuzulassungen von Medikamenten seit Beginn des Jahrzehnts immerhin in etwa verdoppelt.

    Viele dieser Innovationen liefern inzwischen signifikante und weiter steigende Erlöse. Medikamente wie das Herzmittel Entresto oder das Multiple-Sklerose-Medikament Ocrevus von Roche sind dafür prominente Beispiele. In der Krebstherapie konnte die Branche in den letzten fünf Jahren mit einer ganzen Flut neuer Wirkstoffe aufwarten.

    Entspannt zurücklehnen können sich die Pharmariesen und ihre Investoren damit sicherlich noch nicht. Denn noch ist schwer abzuschätzen, ob sich der neue Wachstumstrend tatsächlich als Beginn eines längerfristigen Booms erweisen wird oder nur als Strohfeuer. 

    Denn mehrere kritische Herausforderungen müssen die Pharmariesen erst noch meistern. Bei vielen wichtigen umsatzstarken Mitteln, etwa den Onkologie-Bestsellern von Roche oder dem Rheumamittel Humira von Abbvie, stehen die Patentabläufe auf dem US-Markt erst noch bevor. Auch die Debatte um Pharmapreise auf dem wichtigen US-Markt ist noch keineswegs beendet, sondern könnte im nächsten Präsidentschaftswahlkampf neue Brisanz erhalten.

    Aber immerhin sprechen die neuen Zahlen dafür, dass der neue Fokus auf Innovation zumindest eine reale Chance bietet, das Geschäft langfristig auszubauen. Oder genauer gesagt: wahrscheinlich die einzige Chance.

    Mehr: Krebsarzneien sind teuer. Doch die Pharmabranche wehrt sich gegen Hochpreisvorwürfe: Der Erfolg der Therapien entlaste die deutschen Sozialkassen.

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