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BayernLB Kommentar: Der Löwe bekommt einen Risikoschirm

Heute wurde es amtlich: die WestLB ist nicht das einzige Sorgenkind unter den öffentlich-rechtlichen Landesbanken. Die BayernLB lüftete nach monatelangen Spekulationen den Schleier über ihrer Bilanz und zeigte eine Belastung aus der Finanzkrise von 4,3 Mrd. Euro auf.
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Heute wurde es amtlich: die WestLB ist nicht das einzige Sorgenkind unter den öffentlich-rechtlichen Landesbanken. Die BayernLB lüftete nach monatelangen Spekulationen den Schleier über ihrer Bilanz und zeigte eine Belastung aus der Finanzkrise von 4,3 Mrd. Euro auf. Dabei war sie transparenter als tags zuvor die Düsseldorfer, weil sie bis zum 31. März die roten Zahlen auf den Tisch legte. Die WestLB hatte sich so weit nicht vortrauen wollen und hatte nur bis zum Jahresultimo ein Minus von gut zwei Mrd. Euro genannt. Also darf man in den nächsten Wochen auf weitere Hiobsbotschaften vom Rhein gefasst sein.

Nach einer Risikoabschirmung über fünf Mrd. Euro für die WestLB bekommt jetzt auch die weiß-blaue Landesbank mit dem symbolträchtigen Löwen einen Risikoschirm aufgespannt. Diese Mal sind es knapp fünf Mrd. Euro, mit denen der Freistaat und der Sparkassenverband der Bank zur Seite springen. Der neue Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Michael Kemmer, gab einen tiefen Einblick in das Wertpapierportfolio, das beispielsweise einen bedenklich hohen Anteil von US-Subprime-Papieren enthält: immerhin 3,79 Mrd. Euro.

Beide Bundesländer werden also in Zulkunft ihre Landesbanken mit elf Mrd. Euro abschirmen. Das sollte Anreiz genug sein, endlich die Konsolidierung anzugehen. Wenn die Bilanzen von den toxischen Papieren gesäubert sind, müssen sich die Länderfürsten ein Herz nehmen. Ihre Landesbanken bringen absolut keinen Vorteil mehr, für die von den Politikern so oft beschworene Versorgung des Mittelstands reichen die Privatbanken und die Förderinstitute völlig aus, außerdem können hier ein oder zwei Landesbanken viel schlagkräftiger auftreten und mit besseren Konditionen winken. Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt müssen alle zunächt ein Kerzlein anzünden und beten, dass die Krise nicht noch verheerender wird. Sie ist, so betonte heute nochmal der neue BayerLB-Chef, die schwerste "zumindest seit dem zweiten Weltkrieg."

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