Boehringer Ingelheim Kommentar: Aufholjagd

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Boehringer-Chef Alessandro Banchi nimmt es sportlich. Dass die Ingelheimer in diesem Jahr Bayer nicht als größtes deutsches Pharmaunternehmen abgelöst haben, wie vor einiger Zeit anvisiert, kann er leicht verschmerzen. Schließlich hat Boehringer Ingelheim doch mit der ersten Zulassung des Gerinnungshemmers Pradaxa die Nase vor der Konkurrenz aus Leverkusen.

Wenn in den nächsten Jahren Zulassungen für weitere Therapiegebiete wie beispielsweise zur Vorbeugung von Schlaganfällen erteilt werden, kann Boehringer mit Pradaxa Milliardenumsätze generieren. Zudem sind vier weitere viel versprechende Mittel in der fortgeschrittenen Prüfung. Für Produktnachschub ist also gesorgt. Und vielleicht kann sich Boehringer damit eines Tages wieder vor Bayer setzen, die durch die Schering-Übernahme zur Nummer eins wurden.

Aber wie gesagt: Ferrari-Fan Banchi sieht das Rennen sportlich. Das von ihm geführte Unternehmen mit rund 11 Mrd. Euro Umsatz muss nach dem jetzigen Stand der Dinge schließlich noch mehr als drei Milliarden Euro Abstand wettmachen.

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