Börse Für einen Einstieg ist es noch zu früh

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Drei Tage herrschte an den Aktienmärkten eine trügerische Ruhe. Damit ist es jetzt vorbei. Einmal mehr beendet der Deutsche Aktienindex eine Handelswoche mit Verlusten. Seit Beginn der Abwärtsbewegung vor knapp einem Monat hat er inzwischen rund 800 Punkte verloren – von Rekordständen spricht zurzeit niemand mehr.

Im Gegenteil: Allmählich wächst an den Börsen die Sorge, dass der Kursrutsch mehr ist als eine Korrektur nach der Rally der Vorjahre und dass den Märkten eine substanzielle Finanzkrise bevorsteht. Zwar gibt es für Horrorszenarien noch keinen Anlass. Aber die Geschwindigkeit, mit der Tag für Tag neue Hiobsbotschaften bekannt werden, ist in der Tat beunruhigend.

Längst ist die so genannte Subprime-Krise – deren Name längst wie eine Verniedlichung wirkt – kein Problem des US-Hypothekenmarktes mehr, sondern zeigt auf vielen Nebenmärkten überall auf der Welt ihre Spuren.

Wie stark sich die Krise noch ausweitet, ist derzeit nicht abzusehen. Allerdings wird immer deutlicher, dass sich die Anleger an den Börsen auf eine längere Phase der Ungewissheit einstellen müssen. Auch heftigere Rückschläge sind nicht mehr ausgeschlossen.

Zugegeben: Rein fundamental wirken einige Aktien schon wieder sehr günstig, weshalb Zocker bereits zugreifen. Umsichtige Anleger hingegen tun gut daran, für den Augenblick still zu halten. Womöglich kommen schon bald viel günstigere Einstiegskurse.

drescher@handelsblatt.com

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