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Brüssel und London entdecken Gemeinsamkeiten Neue Hoffnung statt Brexit-Depression

Erstmals seit dem Brexit-Referendum entspannt es sich zwischen Großbritannien und dem Rest der EU. May will sogar bei der Austrittsrechnung einlenken. Brüssel und London erkennen gemeinsame Ziele. Eine Analyse.
5 Kommentare

„Wir müssen vor allem die finanziellen Verbindlichkeiten klären“

BrüsselDie Chefs der größten EU-Staaten zeigten sich in trauter Dreisamkeit. Tief in ein Gespräch versunken spazierten Angela Merkel, Emmanuel Macron und Theresa May am Donnerstagnachmittag in den Brüsseler Sitzungsraum, in dem die EU-Gipfel stattfinden.

Das Bild wirkte so harmonisch, dass man hätte meinen können, es habe nie einen Brexit gegeben. Und in der Tat sprachen die Drei über ein Thema, über das sie sich vollkommen einig sind: das Atomabkommen mit dem Iran. Seit US-Präsident Donald Trump den Vertrag in Frage stellte, halten Deutschland, Frankreich und Großbritannien einmütig dagegen. Man wolle „gemeinsam das Ziel erreichen, dieses Abkommen zu erhalten“, gab Kanzlerin Merkel später zu Protokoll.

Großbritannien und die anderen 27 EU-Staaten haben wichtige gemeinsame Interessen – Brexit hin oder her. Europa ist umgeben von mächtigen Staatsführern, die unsere rechtstaatlichen Werte nicht teilen und die andere strategische Ziele verfolgen als wir. Das gilt für den russischen Präsidenten Putin, für den türkischen Staatschef Erdogan, aber auch für den chinesischen Führer Jinping und seit Trumps Wahlsieg leider auch für den US-Präsidenten. In dieser geopolitischen Situation dürfen sich die Europäer von internen Querelen nicht auffressen lassen. Sie müssen zusammenhalten – trotz Brexit.

Diese Erkenntnis scheint inzwischen wieder in die Köpfe der EU-Chefs einzusickern – sowohl dies- als auch jenseits des Ärmelkanals. Beim EU-Gipfel begegneten sich Merkel, May und Macron so freundlich wie lange nicht. Die deutsche Kanzlerin machte ihrer britischen Amtskollegin Mut. Die Brexit-Verhandlungen stünden unter einem „guten Geist“, flötete Angela Merkel. Sie sei „sehr motiviert“, bis zum nächsten EU-Gipfel im Dezember zu einem ersten guten Zwischenergebnis zu kommen.

Wie dieses Ergebnis aussehen könnte, zeichnet sich bereits jetzt deutlich ab. Aller Voraussicht nach ebnet die EU-27 erst einmal den Weg für eine Übergangslösung: Nach dem EU-Austritt im März 2019 bleibt Großbritannien voraussichtlich für zwei weitere Jahre Mitglied des Europäischen Binnenmarktes und der Zollunion. Dafür wird Theresa May in den kommenden Wochen allerdings noch einen Schritt auf die EU zu gehen müssen – und zwar beim Thema Geld.

Einigung über Scheidungsvertrag rückt näher
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5 Kommentare zu "Brüssel und London entdecken Gemeinsamkeiten: Neue Hoffnung statt Brexit-Depression"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dieser Laden EU hat keine Hoffnung.

  • >> Brüssel und London erkennen gemeinsame Ziele >>

    Und dieses Hauptziel heißt " BREXIT " !

  • Innerhalb von nur ein paar Stunden scheint also in London und Brüssel die Sonne?! Wie unglaubwürdig ist das denn?

  • Die Brexit-Verhandlungen stünden unter einem „guten Geist“, flötete Angela Merkel.
    Bestimmt ist die Flöte jetzt auch defekt, wie alles was die Dame benutzt oder macht.

  • Ist das wirklich eine Analyse? Wovon?

    "Gemeinsam ein Ziel erreichen...", "Guter Geist!" und "....sehr motiviert". Tägliche Kanzlerinnen Sprechblasen...ohne Mandat. Selbst oft in London, erkennen wir überhaupt keine Brexit Depression - eher das Gegenteil!

    Vielleicht haben die Drei auch einfach nur über das Wetter geredet. Oder ihren neuen Thermomix!

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