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Coronavirus Die Erholung der chinesischen Wirtschaft ist fragil

China muss bei der Eindämmung des Virus auf der Hut bleiben. Ansonsten droht die Regierung, die Fortschritte beim wirtschaftlichen Aufschwung zu riskieren.
14.10.2020 - 17:03 Uhr Kommentieren
Um eine zweite Welle des Coronavirus zu verhindern, greift die chinesische Regierung zu drastischen Maßnahmen. Quelle: AFP
Corona-Test in Qingdao

Um eine zweite Welle des Coronavirus zu verhindern, greift die chinesische Regierung zu drastischen Maßnahmen.

(Foto: AFP)

China meldet seit Monaten eine gute Wirtschaftszahl nach der nächsten, zuletzt stiegen sogar der Außenhandel und der lange sehr schwächelnde Konsum wieder.

Doch die extreme Reaktion auf wenige neue Corona-Fälle in der Hafenstadt Qingdao in dieser Woche zeigt, wie fragil die Situation ist – und wie viel Angst die politische Führung vor einem erneuten Ausbruch hat. Weil ein paar neue Fälle in der Stadt aufgetreten waren, packten die lokalen Behörden gleich das große Besteck aus: Alle 9,4 Millionen Einwohner sollten getestet werden.

Einen Tag nach der Ankündigung des Massentests waren laut Angaben der lokalen Behörden bereits mehr als fünf Millionen Menschen getestet, alle negativ. Die Behörden wollen zeigen: Wir haben die Situation unter Kontrolle, ihr könnt weiter shoppen gehen.

Chinas Regierung weiß genau: Eine zweite Welle kann sich die Wirtschaft des Landes nicht leisten, genauso wenig wie eine Verunsicherung in der Bevölkerung.

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    Bereits jetzt haben durch die extremen Maßnahmen in den ersten Monaten der Krise – den kompletten Produktionsstopp und die drakonischen Quarantänemaßnahmen – Millionen Menschen ihren Job verloren, Hundertausende Unternehmen gingen bankrott. Die wirtschaftliche Erholung kam zu einem hohen Preis: Sie fußt auf Milliarden an Staatsgeldern, die etwa in neue Infrastrukturmaßnahmen geflossen sind.

    Doch Chinas Strategie im Umgang mit dem Virus ist anfällig. Indem die Regierung die Bevölkerung in Sicherheit wiegt, erreicht sie zwar auf der einen Seite, dass die Menschen konsumieren, in Restaurants und zur Arbeit gehen und die Wirtschaft am Laufen halten. Doch sie wird auch sorglos. Kaum einer trägt noch einen Mund-Nase-Schutz.

    Noch lässt sich das Infektionsgeschehen kontrollieren

    Die Gesundheits-Apps, über die der Infektionsstatuts dokumentiert werden sollte und deren Nutzen zur Virusbekämpfung ohnehin sehr zweifelhaft ist, werden kaum noch verlangt. Die meisten Menschen picken beim gemeinsamen Essen wieder mit den Essstäbchen in derselben Schüssel herum.

    Solange Ausbrüche lokal eingrenzbar sind, können die lokalen Behörden mit Massentests und strikten Quarantänevorgaben dagegen ankämpfen. Bisher scheint die Methode zu funktionieren. Doch was, wenn ein Ausbruch außer Kontrolle gerät, was wenn sich asymptomatische Fälle häufen und sie unbemerkt andere anstecken?

    Neue Sicherheit sollen Impfungen bringen. Laut Medienberichten werden sie bereits unter Chinas Bevölkerung getestet. Doch ob das Mittel den gewünschten Schutz bringt und wie lange dieser anhält, ist völlig unklar.
    Nur eines ist sicher: China muss auf der Hut bleiben, wenn es die Fortschritte bei der wirtschaftlichen Erholung beibehalten will.

    Mehr: „Tiefe Wunde der Rezession“: IWF erwartet Rückschläge für die Weltkonjunktur

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