Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dax Stärken erkennen

Die Analysten der großen Banken sind für den Dax optimistisch gestimmt. Das passt zu einem auffälligen Trend: Ausländische Investoren mögen Deutschland – ob es sich nun um Aktien, Beteiligungen oder Immobilien handelt.

Dieses Interesse der Ausländer steht im Kontrast zur deutschen Selbstwahrnehmung, die unser Land tief in der wirtschaftlichen Krise sieht. Je nach politischer Erwartung hellt die Aussicht auf einen Machtwechsel in Berlin im Herbst dieses Bild auf. Übersehen wird aber aus Binnensicht vor allem, dass unsere Schwächen zugleich unsere Stärken sind.

Beispiel Arbeitslosigkeit: Sie ist bedrückend, und kein Politiker kann daran vorbei, dieses Problem energisch anzupacken. Sie spiegelt aber auch, dass deutsche Unternehmen in den letzten Jahren gnadenlos rationalisiert haben – und sich danach viel ertragsstärker und wettbewerbsfähiger präsentieren als zuvor. Nicht umsonst bleibt Deutschland Exportweltmeister und wächst bei anderen Mitgliedsländern der Euro-Zone die Angst zurückzufallen.

Beispiel Konsumschwäche: In vielen Ländern der Welt wird der Verbrauch letztlich von einem boomenden Immobilienmarkt getragen. Überhitzungserscheinungen sind nicht zu übersehen, vor allem in den USA, wo Hauskäufern mittlerweile Kredite fast nachgeworfen werden. Wenn diese Immobilienmärkte in die Krise geraten, dann dürfte es einen heftigen Dämpfer geben.

Deutschland hat dieses Problem nicht: Der Immobilienmarkt hat nach einer langen Talfahrt eher Potenzial nach oben, eine Gefahr für die Konjunktur geht von dort nicht aus. Ausländische Investoren haben trotz der deutschen Probleme daher deutlicher als wir vor Augen: Das deutsche Leistungsmodell ist noch lange nicht tot.

Startseite
Serviceangebote