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Deutsche Bank Kommentar: Dürftige Strategie

  • Christian Potthoff

Die Rosskur der letzten Jahre zählt sich bei der Deutschen Bank aus. Nach jahrelanger Flaute hat die Bank wieder einen akzeptablen Gewinn erwirtschaftet. Unterm Strich verdiente der deutsche Branchenprimus soviel wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. Im internationalen Vergleich hinkt das Institut aber weiter hinterher. Daher streicht Konzernchef Josef Ackermann noch einmal 8 % der Stellen - ein harter Schritt, aber der einzige Weg, um die Rendite kurzfristig nach oben zu treiben.

Doch auf die Dauer kann man mit Sparen alleine nicht erfolgreich führen, zumal das Sparpotenzial jetzt ausgereizt ist. Um die immer noch klaffende Lücke zu den weltbesten Banken zu schließen, bedarf es einer klaren Wachstumsstrategie im Kerngeschäft und den Mut, diese auch umzusetzen. Doch wer sich Aufschlüsse darüber erhofft hatte, in welchen Bereichen die Bank besonders gute Chancen sieht, wurde enttäuscht. Klar wurde nur, dass größere Übernahmen derzeit kein Thema sind - als strategisches Konzept ist das ein bisschen dürftig.

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