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Deutsche Telekom Kommentar: Gute schlechte Nachrichten

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Ein Knaller waren die Telekom-Zahlen nicht: Die altbekannten Probleme auf dem wichtigsten Markt – Deutschland - bleiben bestehen. Der Konzern verliert hier nach wie vor haufenweise Kunden im klassischen Festnetz. In allen drei Segmenten ist der Umsatz und im Jahresvergleich auch der operative Gewinn gesunken. Es klingt paradox – aber für die Deutsche Telekom ist das dennoch eine überraschend gute Bilanz.

Für den gebeutelten Konzern gelten derzeit eigene Maßstäbe. Nachdem der Vorstand bereits drei Mal sein Gewinnziels für 2007 gesenkt hat, können sich Anleger nun darüber freuen, dass sich der Abwärtstrend zumindest abschwächt. So ist der Gewinn zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, im deutschen Mobilfunk aber ist er gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres gestiegen. Selbst in der Problemsparte Festnetz konnte die Telekom ihre Rendite verbessern. Der Grund dafür sind Kostensenkungen, die zum Teil noch Obermanns Vorgänger Kai-Uwe Ricke aufgesetzt hat und die nun ihre Wirkung entfalten.

Anleger können mit ihrem Telekom-Investment zwar immer noch nicht zufrieden sein – dem Konzern fehlt nach wie vor eine Vision, wo die Reise hingehen soll und wie er künftig wachsen will. Der Vorstand konzentriert sich angesichts der angespannten Lage erst einmal auf das Krisenmanagement. Dabei macht er Fortschritte – und das ist das eine gute Nachricht.

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