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Devisen Yen gewinnt, Lira unter Druck – Anleger flüchten aus dem Risiko am Devisenmarkt

Die Spannungen im Nahen Osten führen dazu, dass Anleger Risiken meiden. Dadurch könnten vor allem Währungen der Schwellenländer stark leiden.
06.01.2020 - 17:09 Uhr Kommentieren
In Phasen der Unsicherheit gehört die japanische Währung Yen zu den klassischen Gewinnern. Quelle: Reuters
Japanische Banknoten

In Phasen der Unsicherheit gehört die japanische Währung Yen zu den klassischen Gewinnern.

(Foto: Reuters)

Das neue Jahr an den Kapitalmärkten beginnt turbulent. Die Spannungen zwischen den USA und Iran haben dazu geführt, dass Anleger Risiken meiden. Am Devisenmarkt zeigt sich in dieser Phase ein klassisches Muster: Währungen, die als sogenannte sichere Häfen gelten, werten auf– andere geraten unter Druck.

Klassischer Gewinner in diesen Phasen ist der japanische Yen. Auch der Schweizer Franken, der Dollar und mit Abstrichen auch der Euro sind gefragt. Ausschlaggebend dafür ist vor allem Herdenverhalten. Weil diese Währungen in der Vergangenheit in Phasen der Unsicherheit gefragt waren, sind sie es jetzt auch.

Unter Druck geraten dagegen die Währungen von Schwellenländern, die als besonders riskant gelten. Das trifft vor allem auf die türkische Lira und den südafrikanischen Rand zu. Zwar hat sich die Lira zum Jahresauftakt bislang noch relativ stabil gehalten.

Hält die Unsicherheit aber an, dürfte sie stärker unter Druck geraten. Gegen die Lira spricht, dass die türkische Notenbank nach der Entlassung ihres Chefs 2019 mehrfach die Zinsen gesenkt hat, obwohl die Inflation inzwischen wiedersteigt und im Dezember bei fast zwölf Prozent lag.

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    Zudem gibt es angesichts des politischen Drucks Zweifel, ob die Notenbank falls nötig bereitwäre, die Zinsen wieder zu erhöhen. Ist sie das nicht, kann eine Abwertung der Lira schnell zu einer Spirale steigender Inflation führen. Außerdem hat der Präsident Erdogan am Montag erklärt, dass die Türkei bereits Soldaten nach Libyen schickt. Dies könnte zu weiteren Konflikten mit den USA führen – und so die Lira unter Druck setzen.

    Auch im Falle des südafrikanischen Rand gibt es strukturelle Schwächen, die in Phasen der Unsicherheit stärker zur Geltung kommen dürften. Die Wirtschaft Südafrikas wächst kaum, und es sind hohe Defizite im Staatshaushalt und in der Leistungsbilanz absehbar, also im Handel von Waren und Dienstleistungen mit dem Ausland. Außerdem könnte im März mit Moody’s auch die letzte der drei großen Ratingagenturen dem Land das Gütesiegel des Investment Grade Status entziehen.

    Bereits 2019 war die Entwicklung am Devisenmarkt stark durch hohe Unsicherheit geprägt. Viele Experten hatten gehofft, dass sich das im neuen Jahr ändert. Das könnte sich aber als Trugschluss erweisen.

    Mehr: Viele Analysten gehen davon aus, dass der Dollar dieses Jahr abwertet. Allerdings hatten sie das auch schon für 2019 prognostiziert – und lagen daneben.

     

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