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Dresdner Bank liefert schwarze Zahlen Kommentar: Entwarnung bei der Allianz

Es hat lange gedauert, aber die Richtung scheint zu stimmen. Die Dresdner Bank, seit drei Jahren das Sorgenkind im Allianz-Konzern, hat nun schon im zweiten Quartal hintereinander schwarze Zahlen geliefert.
  • Caspar Busse (Handelsblatt)

Der Umbau zahle sich langsam aus, meinte Allianz-Chef Michael Diekmann. Auch Analysten und die Börse sind erleichtert. Die Allianz-Aktie geht am Montag nach den Quartalszahlen zunächst mal nach oben.

Doch vor allzu großer Euphorie sei gewarnt. Denn ein genauer Blick in die Zahlen zeigt zwei Sonderbewegungen. Zum einen liegt die Risikovorsorge für faule Kredite noch weit unter der Planung. Wie die anderen Banken spürt auch die Dresdner die leicht anziehende Konjunktur in Deutschland und kann sich über weniger Kreditausfälle und damit weniger Belastungen freuen. Zum anderen hat sich die Allianz-Tochter zuletzt von ihrer 25-Prozent Beteiligung am spanischen TV-Sender Telecinco getrennt. Rund 190 Millionen Euro kamen dadurch außerplanmäßig in die Kasse - unerwartet viel.

Beide Effekte wirken positiv - und verdecken die noch immer vorhandenen Probleme. Nur langsam erholt sich die Dresdner Bank. Und nur langsam läuft auch die Integration in den Konzern. Noch immer werden in den Bankfilialen zu wenig Versicherungspolicen verkauft. Und die Allianz-Vertreter bringen zu wenig Bankprodukte an den Kunden. Hier bleibt noch einiges zu tun. Konzernchef Diekmann hat deshalb noch mal den Druck erhöht. Bis Ende 2005 sollen 300 000 Allianz-Kunden auch Kunden der Dresdner werden - ein ambitioniertes Ziel.

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