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E-Mobilität Der Elektroschock für die Autoindustrie kommt noch

Deutschland wird seinem Anspruch als elektrischer Leitmarkt nicht ansatzweise gerecht. Bundesregierung und Autohersteller machen viele Ankündigungen – und liefern wenig. Das kann sich bitterböse rächen. Eine Analyse.
08.05.2017 - 12:26 Uhr
Opel gibt 2017 weniger als hundert Exemplare des Ampera-E in den freien Verkauf. Quelle: picture alliance/dpa
Karl-Thomas Neumann im Opel Ampera

Opel gibt 2017 weniger als hundert Exemplare des Ampera-E in den freien Verkauf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zuletzt fühlte man sich in Rüsselsheim, als habe man selbst dem Elektropionier Tesla ein Schnippchen geschlagen. Mit dem Ampera-E hatte Opel noch für dieses Jahr den ersten Kompaktwagen mit einer Reichweite von 500 Kilometern angekündigt. Damit, betonte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, biete man das „beste Elektroauto für den Massenmarkt“. Er sei „ohne Wenn und Aber“ überzeugt, dass der Antriebsstrang der Zukunft elektrisch sei, sagte der gelernte Elektroingenieur.

Mittlerweile dürfte auch in Rüsselsheim ein wenig Ernüchterung eingekehrt sein. Aus Händlerkreisen heißt es, dass Opel dieses Jahr im Heimatmarkt Deutschland weniger als hundert Exemplare des Ampera-E in den freien Verkauf schicken darf. Man könnte das als kleinen Seitenhieb an die scheidende Tochter verstehen. Doch eigentlich zeigt der Vorgang, wie unattraktiv der deutsche Markt für Elektroautos immer noch ist. Statt nach Deutschland schickt GM seine Elektroautos, die in den USA gebaut werden, lieber nach Norwegen.

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