Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Einkommenssteuer Einfach mal nichts tun!

Die Einkommenssteuer sollte auf dem Niveau bleiben, auf dem sie sich gerade befindet. Wird sie erhöht, schadet das dem Mittelstand. Eine Senkung ist aufgrund der Schuldensituation nicht verantwortbar.
11 Kommentare
Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte mit seinem Kabinett die Einkommenssteuer gesenkt. Quelle: ddp images/dapd/Michael Kappeler

Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte mit seinem Kabinett die Einkommenssteuer gesenkt.

(Foto: ddp images/dapd/Michael Kappeler)

BerlinDies ist ein Plädoyer fürs Nichtstun. Wer auch immer die nächste Bundestagswahl gewinnt, sollte die Einkommensteuer eine Legislaturperiode lang einfach so lassen, wie sie ist, und den Gestaltungswillen auf die Mehrwertsteuer, die Unternehmensteuer und die Erbschaftsteuer konzentrieren.

Die wichtigsten Kriterien, an denen sich die Höhe der Steuern orientieren sollte, sind die Finanzierung der Staatsaufgaben und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Auch wenn jeder gerne weniger Steuern zahlen würde: Die Lage der öffentlichen Finanzen gibt in Folge der Finanz- und Staatsschuldenkrise spürbare Steuersenkungen nicht her.

Donata Riedel ist Parlamentskorrespondentin des Handelsblatt in Berlin. Quelle: Pablo Castagnola
Die Autorin

Donata Riedel ist Parlamentskorrespondentin des Handelsblatt in Berlin.

(Foto: Pablo Castagnola)

Der Bund plant in diesem Jahr fast 35 Milliarden Euro neue Schulden. Und die meisten Länderfinanzminister wissen noch nicht, wie sie ab 2020 schuldenfreie Etats garantieren sollen, so wie sie die Schuldenbremse vorschreibt. Schon eine leichte Abkühlung der Konjunktur würde auch den Bund schnell von seinem Schuldenabbaupfad abbringen.

Die Steuerlast in Deutschland ist zudem im internationalen Vergleich nicht mehr übermäßig hoch. Von 1999 bis 2010 wurde die Einkommensteuerlast deutlich gesenkt und die Bürger entlastet: Die rot-grüne Regierung Schröder senkte die Steuersätze, die Merkel-Regierungen erhöhten den Grundfreibetrag und führten die steuerliche Absetzbarkeit der Krankenkassenbeiträge ein. Bei den niedrigen und mittleren Einkommen drücken die Sozialabgaben stärker als die Steuern.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Die Gefahr der Steuerflucht.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

11 Kommentare zu "Einkommenssteuer: Einfach mal nichts tun!"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn die Steuerhöhe so bleiben soll wie sie derzeit ist, dann muss der Staat mit diesen Einnahmen auskommen. Tatsächlich erhöht sich bei gleichbleibender Bevölkerungszahl die Steuereinnahme. Wenn dies die gleichbleibende Bevölkerungszahl zahlt, hat es doch eine laufende Steuererhöhung gegeben?! Und so soll das weitergehen. Jeder Steuerbürger ein Höchststeuersatzzahler. Das kann doch wohl nicht sein.

  • Das Problem DEUTSCHLANDS liegt doch steuertechnisch nicht auf der Seite der Steuereinnahmen. Das Problem liegt eindeutig in der wahnsinnigen und immer unrealistischeren Ausgabenpolitik, getätigt für Lobbyisteninteressen (Banken,Hoteliers,etc.etc.)und irreale Demokratie schädigende Europhantasien

  • "Wer auch immer die nächste Bundestagswahl gewinnt, sollte die Einkommensteuer eine Legislaturperiode lang einfach so lassen, wie sie ist, und den Gestaltungswillen auf die Mehrwertsteuer, die Unternehmensteuer und die Erbschaftsteuer konzentrieren."

    Dass die Autorin recht wenig vom Steuerrecht versteht ergibt sich schon daraus, dass sie von "Unternehmensteuer" redet.
    Was verstehen Sie denn unter "Unternehmensteuer" ?
    Soweit mir bekannt ist, gibt es diese Steuer Die Autorin ist typisch ahnungslos, genauso wie unsere Politiker die angeblich über eine "Unternehmensteuer"
    entscheiden.
    In Deutschland gibt es eine Einkommensteuer, eine Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, eine Umsatzsteuer und..."
    Welche Steuer meint die Autorin ?
    Sie hat wohl keinerlei Vorstellung davon, dass alle Einzelunternehmer und Personengesellschsften lediglich der Einkommensteuer und wenn Freibeträge überschritten sind auch der Gewerbesteuer und keiner "Unternehmensteuer" unterliegen.
    Da die Autorin keine Änderung bei der Einkomemnsteuer will, kann sie eigentlich nur an die Körperschaftsteuer denken. Wird diese aber gegenüber der ESt erhöht, wird es in der Folge aber wieder 100.000fach zu Rechtsformänderungen kommen.

    Fazit: Wenn man von einem Thema nicht versteht, sollte man auch nicht darüber schreiben und sich lächerlich machen.

  • Das mit der Steuersenkung zwischen 1999 und 2010 stimmt schlicht nicht. Offensichtlich fällt die Autorin der äußerlichen Kosmetik der Steuertarife zum Opfer. Das ist journalistisch etwas dünn.
    Tatsächlich ist nach jeder "Entlastung" das Steueraufkommen zeitversetzt stärker angestiegen. Das deshalb weil es lediglich zu Entlastungen in der Spitze und Erhöhungen in der Breite gekommen ist. Die aktuellen Vorschläge sehen eine Aussetzung der regelmäßigen Erhöhung durch die kalte Progression für die Breite Masse vor.
    Das ist zu jedem Zeitpunkt höchst sinnvoll.
    Denn anders als bei uns liegt die effektive Struerlast mittlerer Einkommen z.B. in den USA deutlich niedriger.

    H.

  • Stellen Sie sich vor: Sie persönlich wären einer der wenigen, der anderen Geld leihen darf. Sie leihen dem Staat Geld - obwohl Sie die Summe eigentlich gar nicht besitzen, Sie dürfen sie zuvor selbst aus dem Nichts heraus buchen. Der Staat erfüllt damit seine Aufgaben, wie Verwaltung, Pensionen, Subventionen etc., stützt sozial schwache Menschen und besteuert seine Untertanen - während Sie nun für Ihre großzüge Kreditausreichung zwischen 4% und 25% Zinsen erwarten und keine Steuern bezahlen müssen. Statt diese Zinseinnahmen jedoch in Unternehmen, Menschen und Arbeit zu reinvestieren, legen Sie sie lieber in Rohstoffe an, spekulieren auf Devisen oder kaufen Land, Lebensmittel und Immobilien - das bringt mehr Rendite(!) - Sie treiben damit Preise in die Höhe und Konsumenten in den Wahnsinn (Macht aber nichts). Das geht solange bis Ihre Rendite nicht mehr hoch genug ist, um damit Ihr Millionengehalt und Ihre Kapitalgewinne noch weiter zu steigern. Dann pumpen Sie eben günstige Kredite unters Volk, damit wieder mehr konsumiert wird - ohne Sie geht ja bekanntlich gar nichts. Allerdings, wenn es darum geht sich angemessen am Staatshaushalt zu beteiligen sind Sie mal schnell weg - in Singapur. Sie sind schließlich Eigner großen Kapitals und müssen es vor dem Zugriff des Fiskus retten. Sie sind Investor, das scheue Reh, das die Märkte so umwerben, das man nicht verscheuchen darf. Aber machen Sie sich bitte nichts vor: der Tag der Abrechnung kommt bald - vielleicht schneller als Sie denken.

  • Das mit der Einkommenssteuer ruhen lassen könnte passen, da es wichtiger wäre Erben und Vermögensgewinne (Leistungsträger haha!) höher zu besteuern als redliche Arbeit. Subventionen dürfen maximal 5 Jahre laufen damit durch diese zukunftsorientiert investiert werden kann, ansonsten abschaffen.

  • Erben und Vermögensgewinne gehören einfach deutlicher besteuert als ehrliche Arbeit. Subventionen müssen wir aufräumen aber benötigen die Richtigen um unser Land in die Zukunft zu steuern.

  • Dennoch ist es richtig in erster Linie die falschen Subventionen abzubauen und die MWSt zu senken. Jeder Unternehmer weiß dass die 19 % im Dienstleistungsbereich fast doppelt zu bezahlen sind. Vom Netto müssen privat die 19 % für alles angeschaffte bezahlt werden und man behält von der Rechnung an den Kunden zu wenig da auch hier die MWST greift. Die hohe MWSt behindert unsere Binnenwirtschaft massiv !

  • Der Mitttelstand wird vor allem durch den "Mittelstandsbauch" (überproportionales Besteuern der Einkommen im mittleren Einkommensbereich) geschädigt.

    Eine Absenkung dort bei gleichzeitiger Erhöhung des Steuersatzes hoher Einkommen (im Einkommens-Millionenbereich) würde dem Mittelstand helfen.

    Für all argumentenresistenten FDP-Anhänger noch eine kleine Rechnung:

    Wenn der Spitzensteuersatz für jemand, der im Jahr zwei Millionen Euro bekommt (verdient?), 50 Prozent betragen würde, hat er netto pro Jahr noch soviel, wie jemand, der 50000 Euro verdient (Ingenieure/Facharbeiter und vergleichbare Berufe, die alle schon zu den Besserverdienenden gehören) in zwanzig Jahren brutto verdient. D.h. der Einkommensmilionär wird durch 50 Prozent Spitzen-Steuersatz nicht wirklich arm.

  • Fundierte Berichte über Korruption, Vetternwirtschaft und „Selbstbedienungsmentalität“ auf Kreis-, Landes-, Bundes- und Europaebene lassen erahnen, dass die SteuerVERSCHWENDER größeren Schaden anrichten als alle Steuerhinterzieher zusammen! Das "Schwarzbuch" stellt hier nur die Spitze des Eisberges dar.

    Es kann und darf nicht sein, dass mühsam erarbeitet Steuergelder straflos (!) verschwendet werden!

    Wurde überhaupt schon einmal ein Steuerverschwender nennenswert bestraft? Strafversetzungen ohne Einkommens- / Pensionseinbußen sind keine Strafen!

    Steuerhinterziehern droht neben empfindlichen Geldstrafen sogar Haft. Was passiert Steuerverschwendern? NICHTS

    Deshalb: SteuerVERSCHWENDER genauso verfolgen und bestrafen wie Steuerhinterzieher!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%