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Emissionshandel Nur mehr ein erster Schritt

Dass Wolfgang Clement und Jürgen Trittin wegen des Emissionshandels einen Streit vom Zaun gebrochen haben, kann nicht wirklich verwundern - schließlich ging es dabei um ein Verteilungspaket in Höhe von fünf Milliarden Euro.
  • Heinz Jürgen Schürmann

Wolfgang Clement als Bundeswirtschaftsminister und Jürgen Trittin als Bundesumweltminister haben viele Monate um einen standortverträglichen Kompromiss beim Emissionshandel mit Kohlendioxid-Zertifikaten gerungen. Verwunderlich ist das nicht: Bei der Ausstattung mit CO2-Emissionszertifikaten geht es immerhin um ein Verteilungspaket, das für die Industrie einen Handelswert in der Größenordnung von fünf Milliarden Euro verkörpert. Da lohnt sich schon ein kleiner Streit.

Der jetzt verabschiedete nationale Allokationsplan kann aber nur ein erster Schritt sein, wenn Deutschlands Industrie wettbewerbsfähig bleiben soll. Internationale Erweiterungen, die Überprüfung des Kernenergieausstiegs, aber auch die Lastenumverteilung bei der Finanzierung erneuerbarer Energien müssen hinzutreten. Würde beispielsweise die anspruchsvolle deutsche Kohlekraftwerkstechnik weltweit eingesetzt, könnten immerhin 1,5 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden – dreimal so viel, wie Deutschlands Industrie insgesamt ausstößt.

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