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Eon Wulf Bernotat muss die Farce beenden

Eon-Chef Wulf Bernotat greift im Übernahmekampf um Endesa zu einer Verzweiflungstat. Die beiden Rivalen Acciona und Enel, die sich am Markt bereits rund 43 Prozent der Aktien gesichert haben, haben den Vorstandschef so sehr in die Enge getrieben, dass er die Bedingungen für seine Offerte entscheidend abmildert.

Die Aktionäre müssen nicht mehr, wie bislang gefordert, auf einer außerordentlichen Hauptversammlung einer Abschaffung jener Satzungsklausel zustimmen, welche die Stimmrechte jedes Aktionärs auf maximal zehn Prozent begrenzt. Im Klartext heißt das: Eon strebt zwar nach wie vor einen Anteil von 50,01 Prozent des Kapitals an und ist bereit, dafür mehr als 20 Mrd. Euro zu bezahlen, wird aber zumindest bis auf weiteres den spanischen Versorger nicht kontrollieren können.

Warum macht der Eon-Chef das? Weil ihm die Felle davon schwimmen. Er will sich nun darauf konzentrieren, sich selbst so viele Aktien wie möglich zu sichern. Entweder gelint es ihm doch noch, die gewünschte Mehrheit zu erlangen. Dann kann er später die Stimmrechtsbeschränkung kippen. Oder er verfehlt die Mehrheit. Dann wird Bernotat entweder versuchen, sich mit Acciona und Enel zu einigen – oder letztlich das machen, was inzwischen am vernünftigsten wäre: Die Farce beenden und sich aus Spanien zurückziehen.

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