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In Griechenland begann die Krise, am Südostrand Europas zeichnet sich nun ab, wie es weitergeht: Verlassen die Griechen die Euro-Gruppe, würde das die Disziplin stärken - und zugleich große Risiken bergen.

Kommentare

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  • Eine weitere Alimentierung der griechischen Kleptokratie spricht dem Gerechtigkeitssinn Hohn.

    Natürlich wird der Rausschmiß teuer. Im Grunde wird hier aber nur eine schon lange überfällige Bilanzbereinigung um uneinbringliche Posten vorgenommen.

    Eine endlose Ausbeutung des deutschen Steuerzahlers durch die griechischen Kleptokraten kommt langfristig aber noch teurer.

    Die Rückzahlung von Geld das man sich geliehen hat wird von den Griechen ja offensichtlich als Zumutung empfunden.

    Deshalb: Desto schneller Schluß ist umso besser.

    Dem verlorenen Geld noch mehr Geld hinterherzuwerfen bringt das verlorene nämlich auch nicht zurück.

  • Griechenland hat keine Geschäftsmodell und kann ein solches erst entwickeln, sobald die eigene Währungs-Souveränität wieder hergestellt ist.

  • Griechenland ist keineswegs ein Bauernopfer. Das Land hat sich durch Lug und Trug in die Eurozone gemogelt. Jetzt muss es die Konsequnezen dafür tragen. Ein Austritt aus der Eurozone ist unausweichlich, denn Griechenland ist schlicht nicht reformfähig ist. Das hat die OECD erst vor wenigen Monaten bestätigt. Was ja auch dadurch bewiesen ist, dass Griechenland in den letzten 2 Jahren so gut wie nichts von den geforderten Reformen umgesetzt hat. Es wird sich wohl erst dann etwas ändert, wenn die Griechen wieder auf sich selbst gestellt sind.
    Dass ein Austritt Griechenlands für Deutschland teuer wird, steht außer Frage. Aber je länger Griechenland in der Eurozone bleibt, desto teurer wird es werden. Teurer jedenfalls, als wenn es austritt.

  • Auch in diesem Forum verwechseln manche Ursache und Wirkung, denn eine starke Wirtschaft erzeugt eine starke Währung, nicht andersherum. Westdeutschland hat sich die starke DM erarbeitet. Die meisten ehem. DDR-Bürger hatten das beim DM-Beitritt genau so wie die meisten Griechen beim Euro-Beitritt nicht verstanden. Bis heute. Leider.

  • Was heißt denn hier opfern?!? Ganz "unverschuldet" ist Griechenland ja wohl nicht da gelandet, wo es heute steht

  • Die Griechen sind als blinder Passagier auf den Euro-Dampfer gekommen, haben auf hoher See ein Loch in den Rumpf gebohrt und uns alle in tödliche Gefahr gebracht. Ob wir die Griechen nun über Board schmeißen sollten? Ich hätte nicht übel Lust dazu, habe aber meine Zweifel, dass uns das retten würde.

  • Ich warte jetzt erst mal auf den unvermeidlichen "total default" und die Wiedereinführung der Drachme. Habe auch schon ein paar griechische Titel auf meiner Watchlist: Hellenic Telecom (seit '07 minus 90%), Coca Cola Hellenic Bottling (seit '07 minus 20%) und Public Power Corp. of Greece (seit '07 minus 90%)

  • Viele Politiker haben es immer noch nicht begriffen: der Zug fährt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Währung.

    Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

    1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

    2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

    3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

    4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt ständig zu verlieren, wie unter dem Euro! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

    5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

    6. Die Abwertungen, zB der griechischen Drachme und der italienischen Lira, führen zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

    7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

    Deswegen brauchen wir in Deutschland und in Europa unsere eigenen Länderwährungen, um dadurch wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen und unsere politische Freiheit zu retten.

  • @Eurokratie_GoldmanSucks_opfern

    Wozu zur DM übergehen.

    Die gleichen, von ihnen aufgeführten Effekte, könnten wir auch mit dem Euro haben. Wir dürften nur nicht weiter das Billiglohnland sein.

    Wenn wir in Deutschland vernünftige Lohnzuwächse hätte, würde genau so der Binnenmarkt gestärkt. Wir könnten mehr, und billiger zum Einkommen, importieren und würden dadurch vielleicht sogar den Griechen, Italienern oder Spaniern helfen.

    Ganz grob gerechnet, wäre der Abbau unseres Handelsbilanzüberschuss ein Konjunkturprogramm in Höhe von ca. 200 Milliarden Euro.

    Das ist jetzt etwas Ironie:
    Ein zusätzliches Benefit, die großen Exportfirmen
    müssten sich keine Gedanken darüber machen, in welche Finanzprodukte sie ihre exorbitanten Gewinne anlegen sollen. Hätten aber dafür motivierte Mitarbeiter.

  • Sg Hr. Dirk Heilmann

    Sie schreiben:
    „Doch auch hier werden die Kosten oft verdrängt. Schätzungen zufolge müsste der deutsche Steuerzahler bei einem totalen Zahlungsausfall in Griechenland Verluste von rund 70 Milliarden Euro tragen - aus den Rettungspaketen von EU und IWF sowie den Anleihekäufen und Target-2-Salden der EZB.“

    Die Rechnung wird doch sowieso irgendwann präsentiert. Solange Griechenland im Euro bleibt, wird lediglich die Illusion aufrecht erhalten, dass das Geld nicht weg ist. Jetzt reden wir über 70 - 84 Mrd. Verlust allein für Deutschland. Wie hoch ist der Betrag in ein paar Jahren?
    Was die Target-2-Salden anbelangt, bin ich etwas verwirrt über die Position des Handelsblatts. Muss man sich jetzt Sorgen machen oder nicht? Mir scheint, dass da intern noch Diskussionsbedarf besteht ;-) oder hat Prof. Sinn nun doch recht – von einigen Haarspaltereien abgesehen.

    Sie schreiben weiter:
    „Außerdem ist es eine Illusion zu glauben, dass es nach dem Austritt Griechenlands keine Hilfen der EU mehr für das Land gäbe -....“

    Zur Illusion (s.o.).
    Sicher. Hilfen wird es weiter geben. Aber in deutlich verringertem Ausmaß. Der Grund ist doch ganz offensichtlich: Die „Motivation“ der Entscheidungsträger der Geberländer, die sich ja auch vor den eigenen Wählern/Steuerzahlern rechtfertigen müssen, weitere Transfers zu leisten, wird nach einem Euro-Austritt Griechenlands deutlich abnehmen. Sie werden sich wundern wie schnell Griechenland dann mittelfristig aus den Schlagzeilen verschwinden wird.

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