Finanzplatz Frankfurt Der Euro ist ein Segen - trotz allem

Der Euro hat auch seine guten Seiten. In der Bankenstadt Frankfurt wissen sie das genau.
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Zentrale der EZB in Frankfurt. Quelle: dpa

Zentrale der EZB in Frankfurt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Euro hat Schwächen, das macht die Schuldenkrise der Währungsunion mehr als deutlich. Das ist eine Seite der Bilanz. Auf der anderen dagegen stehen eine ganze Reihe von Vorzügen, derer man sich durchaus des Öfteren erinnern darf.

Meist wird von den Vorteilen für die heimischen Unternehmen gesprochen, allen voran den Exporteuren, die ihre Waren vergleichsweise günstig in den Euroraum, nach Asien oder die USA verkaufen können. Und davon, dass sich Deutschland praktisch zum Nulltarif finanzieren kann, weil es bei Investoren als letzter seriöser Schuldner im Währungsraum gilt.

Ein Segen ist der Euro aber auch für Frankfurt als Finanzstandort. Zwar galt die Stadt schon immer als eine der wichtigsten Börsen- und Banken-Metropolen des alten Kontinents. Mit der Entscheidung, den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) an den Main zu verlegen, hat die Stadt in den vergangenen Jahren jedoch noch an Bedeutung gewonnen. In Frankfurt wird die Geldpolitik des gesamten Währungsraums entschieden. Vermutlich auch die Zukunft des Euro.

Auch die Deutsche Börse, eine der wichtigsten Finanz-Institutionen in Frankfurt, dürfte von der EZB profitiert haben. Frankfurt und die Börse werden von internationalen Investoren, den Asiaten und Amerikanern etwa, längst als globaler Handelsplatz wahrgenommen. Das liegt sicherlich daran, dass das Management die Börse in den vergangenen Jahren zu einem sogenannten integrierten Handelsbetreiber geformt hat; aber eben auch an der Europäisierung Frankfurts. Die Börse in London, einst eine der mächtigsten Börsen der Welt, hat der Dax-Konzern jedenfalls längst überholt, was Umsatz und Börsenwert betrifft.

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13 Kommentare zu "Finanzplatz Frankfurt: Der Euro ist ein Segen - trotz allem"

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  • als sogenannter schluchtensch*er darf ich mich hier mal kurz einklinken. die deutsche journalie unterscheidet sich von der der österreichischen diesbezüglich marginal. auch wir werden mit derartigen kommentaren beglückt. kaum ein journalist hat mehr den mut, seine eigene meinung zu veröffentlichen. wen wunderts? fast alle banken sind an den heimischen medien beteiligt, der rest wird von brüssel und inserenten umgarnt, es gibt exklusivreisen im privatjet mit dem bundeskanzler, eu-journalistenpreise uswusf. wer gegen die eu ist, wird als minderbemittelter,weltfremder nationalist bezeichnet. aber langsam wendet sich das blatt...

  • Oh, Frankfurt hat Bedeutung gewonnen: schön.
    Die niedrigen Zinsen für D gabs erst nach 2008, bis dahin waren alle Eurstaaten auf dem mehr oder weniger gleichen Niveau, also hatte D in all den Jahren vorher gar keinen Zinsvorteil.
    Von den Exportvorteilen des Euro profitieren nur die großen Konzerne. Und die Hochfinanz. Die Masse der Menschen in D ist ärmer geworden, und schlimmer noch: durch die großen Haftungsübernahmen und bailouts (dank Euro) ist der jungen Generation die Zukunft verhagelt. Die Jungen müssen nicht nur immer mehr Rentner in D stützen, sondern auch fremde Banken und Staaten und indirekt das Rentnerheer der Eurostaaten (GR und ESP haben eine ähnlich negative demografische Entwicklung wie D).
    Target2, Rettungsschirme, Kredite, die nie zurückbezahlt werden (können). Die Südstaaten werden ohne EU-Subventionen und andere Transfers nie Wachstum generieren, deren demografische Entwicklung (außer F) ist ähnlich wie die Deutschlands.
    Und die Deutschen müssen nicht nur Wohlfahtsverlust, schlechte Infrastruktur, verbesserungswürdiges Bildungswesen hinnehmen, sondern auch noch den Verlust von Demokratie und Souveränität. Mit so einem "Eurosegen" steht D im Regen.

  • Also im Sozialismus waren die Slogans definitiv wirkungsvoller. Hier mal ein paar Verbesserungsvorschläge:

    Der Euro ist Frieden!
    Der Euro und Wohlstand sind wesenseigen!
    Den Euro in seinem Lauf, halten weder Ochs' noch Esel auf.
    Ewige Freundschaft mit den Völkern der Europäischen Union!

  • Morgen werden wir wieder gesegnet,wenn der Bundestag über eine Gesamtneuverschuldung von 32,1 Mrd. Euro entscheidet.

    Angie macht allen Abgeordneten den Hammelsprung vor; dann klppt es auch.

  • Uneingeschränkte Zustimmung.

    Allerdings sehen immer mehr die Gläubiger den Mühlstein. Der weltgrößte Anleiheninvestor wirft deutsche Anleihen bereits aus den Depots: "Deutschland verliert durch die zunehmenden Risiken an Qualität", erklärte Andrew Bosomworth, Fondsmanager und Deutschland-Chef der Allianz-Tochter. Schließlich drohten dem Bundeshaushalt durch die milliardenschwere Rettungsschirme und anderweitige Verluste enorme Belastungen."

    Artikel unter http://www.n-tv.de/wirtschaft/Pimco-schmeisst-Bunds-aus-Depots-article6489481.html

  • Kann nur zustimmen!!!

    Hier trommelt einer aus der Finanzbranche, die sich grundsätzlich vorm Steuerzahlen drückt. Die anfallenden Kosten für Griechenland und Co soll der deutsche Michel tragen, nicht aber die, die davon profitieren, die die dicken Boni absacken und wenn es ernst wird von systemrelevanten Banken quatschen und wieder alles auf den Steuerzahler abschieben, siehe HRE, und dazu Politiker finden, die sich bequatschen lassen und mitmachen (siehe vor allem EX-Finanzminister Steinbrück, dem man von der Ausbildung noch etwas zugetraut hätte, das ist aber wohl im Politikeralltag verloren gegangen!!!!)

  • Lieber Schreiberling, wer auch immer Sie sind, Sie müssen komplett verrückt geworden sein. Sie sprechen von Segen? Wie sarkastisch ist das denn? Erzählen Sie das mal den Menschen, die für diesen Segen zahlen. Und Sie sprechen von "Bankplätzen"! Ist das noch alles, was zählt? Diese Arroganz mit der hier Unsinn von sich gegeben wird, ist unfassbar! Können Sie sich noch im Spiegel anschauen oder wird Ihnen dann schlecht? Sollte zweiteres so sein, ist ja noch nicht alles verloren!

  • Oha, jetzt wird FÜR den EURO getrommelt... so laut, bis man keine Kritik mehr hört? MITNICHTEN!!! In den kommenden Tagen findet die ESM-Abstimmung im Bundestag statt. Obacht, liebe Mitbürger, wofür die Bundestagsvertreter stimmen!

  • >”Exporteuren, die ihre Waren vergleichsweise günstig in den Euroraum, nach Asien oder die USA verkaufen können”<
    Unwahr ! Euro Kurs zum $ bei Einführung 1,15 danach Alles vom Minimum 0.8 bis Maximum 1.5 dagewesen… und Deutschland exportiert weiter fleissig was auch immer der Wechselkurs war (mehr als in die EMU Zone).
    >” dass sich Deutschland praktisch zum Nulltarif finanzieren kann, weil es bei Investoren als letzter seriöser Schuldner im Währungsraum gilt “<
    Unwahr! das “ im Währungsraum” Richtig “letzter seriöser Schuldner” – den wer Zusagen einhält statt nototisch bricht, und wer hart arbeitet statt Bunga Bunga Parties feiert,, der zahlt halt weniger Zinsen.
    >” Finanzstandort Krankfurt/Deutschland … blablabla”< well well again just another ‘the city’ means: Metropole der Kasino Bankster, Bad-banks der vom Steuer-Michel mit hunderten Millarden gerettet werden musste.
    Der von Euromantikern der Regierung in Auftrag gegebene ‘Vorteil des Euro’, hatte bei einseitiger Zählung nur der Vorteile lediglich hypotetisch (welcher Wechselkurs wenn noch DM ?) “‘bis zu 25Mrd” ergeben. Vorteile einer starken Währung gegengerechnet (Ifo – Prof. Sinn) minus 15 Mrd bleiben hypotetisch eventuell 10Mrd pro Jahr über.
    Bleibt Deutschland da wirklich im Vorteil ?? wenn dafür dann :
    30Mrd Anteil Griechenland-1 Paket,
    plus (27%) = 60Mrd Anteil EZB Schrottanleihenkauf PIGS,
    plus 211Mrd in ESFS,
    plus 280Mrd in ESM,
    plus (27%) = 270Mrd praktisch unbesichertee Liquiditätshilfe EU-Banken von 1000Mrd (einschl. GB !),
    plus 650Mrd Target-2(Bundesbank Spende an die PIIGS für deren japanische/ koreansiche/ chinesiche Konsumimporte)
    gegengerechnet werden ?!?

  • Die Versuche der Eurofanatiker, die öffentliche Meinung zugunsten des Euro zu manipulieren, nimmt immer groteskere Formen an.

    Deutschland zahlt nicht wegen, sondern trotz des Euros niedrige Zinsen! Obwohl Deutschland einen Mühlstein namens Euro um den Hals trägt, und obwohl den Gläubigern klar ist, dass Deutschland dadurch gewaltige Kosten und Nachteile entstehen, leihen sie Deutschland Geld zu günstigen Konditionen, denn die deutsche Finanzpolitik hat sich über Jahrzehnte Glaubwürdigkeit erarbeitet. Noch einmal: Deutschland zahlt nicht wegen, sondern trotz des Euros und seiner enormen Haftungsrisiken niedrige Zinsen!

    Und wenn dann noch (angesichts einer Haftungssumme von 1000 Milliarden Euro, die täglich um zwei Milliarden Euro steigt) mit den völlig marginalen Vorteilen für Frankfurt argumentiert wird, wird es völlig lächerlich.

    Solche Artikel haben dennoch etwas Gutes: Wenn jene, die die öffentliche Meinung zugunsten des Euro manipulieren möchten, in all ihren Versuchen und Bemühungen kein einziges auch nur ansatzweise stichhaltige Argument zustande bringen, dürfte es auch dem letzten Leser dämmern, was für ein Fiasko der Euro für Deutschland ist.

    P.S.: Schauen Sie doch einfach einmal in Richtung Schweiz und Schweden, dann sehen Sie, welches Wohlstandsniveau vergleichbare Volkswirtschaften ohne Mühlsteine um den Hals erreichen.

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