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Firmenbonds Der Staat darf bei den Garantien für Unternehmen keine Zeit verlieren

Viele Fragen sind beim größten Teil des Rettungsschirms des Bundes für Unternehmen noch offen. Das muss sich rasch ändern.
31.03.2020 - 19:15 Uhr Kommentieren
Der Konzern platzierte am Montag eine neue Anleihe. Quelle: dpa
Autotürme der VW Autostadt

Der Konzern platzierte am Montag eine neue Anleihe.

(Foto: dpa)

Deutschlands Konzerne brauchen Cash: Das zeigen nicht zuletzt die jüngsten Anleiheemissionen von Volkswagen und Daimler. Die haben zu Wochenbeginn Milliarden an den Kapitalmärkten eingesammelt – zu Konditionen, die noch vor wenigen Wochen undenkbar waren. Die Aufschläge auf den risikofreien Zins haben sich für die beiden Autobauer verdreifacht.

Die Emissionen sind ein gutes Zeichen in der Krise. Noch haben Deutschlands Industriegrößen einen Zugang zum Kapitalmarkt. Sie zeigen aber auch: VW und Co. rüsten sich mit Milliarden für das, was noch auf sie zukommt. Für Investitionen oder Übernahmen brauchen die Konzerne das Geld in diesen Tagen nicht. Es geht einzig um die Sicherung von Liquidität.

Doch längst nicht alle Unternehmen in Deutschland sind in einer vergleichsweise komfortablen Situation wie die großen deutschen Autobauer. Viele höher verschuldete Unternehmen mit weniger klingenden Namen können nicht darauf hoffen, frisches Geld an den Märkten aufnehmen zu können.

Ohne Staatshilfen können sie die wegbrechenden Einnahmen bei gleich bleibenden Kosten kaum kompensieren. Für ebendiese Firmen ist der Corona-Schutzschirm der Bundesregierung, der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), die letzte Rettung. Umso erstaunlicher ist, dass bislang so viele Detailfragen für den mit Abstand größten Part des Rettungspakets ungeklärt sind.

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    Wie können Firmen Staatsgarantien für neue Schulden beantragen? Wer entscheidet über die Anträge – und wie schnell? Und was kostet es die Unternehmen, sich vom Staat retten zu lassen?

    Bundesregierung sollte den eigenen Erfolg nicht schmälern

    Auf all diese Fragen muss die Bundesregierung nun schnellstmöglich Antworten finden. Es ist bezeichnend, dass weder Banken, die Unternehmen bei Bondemissionen beraten, noch Händler oder Investoren Genaues wissen.

    Bei den KfW-Kredithilfen für kleine Unternehmen und Soloselbstständige hat die Informationspolitik gut funktioniert. Nun müssen die Verantwortlichen nachlegen. Denn sowohl die Unternehmen selbst als auch die Investoren müssen sich an die neue Anlageklasse der staatlich garantierten Unternehmensanleihen erst noch gewöhnen. Mitunter könnte es Wochen dauern, bis sich die ersten Emittenten mit solchen Papieren auf den Markt wagen.

    Dass die Zeit drängt, hat die Ratingagentur S&P Global an diesem Dienstag unterstrichen. Sie geht davon aus, dass bis Ende 2020 acht Prozent der als „spekulativ“ eingestuften Unternehmen am europäischen Anleihemarkt pleitegehen. Die Bundesregierung hat ein geeignetes Instrument geschaffen, um die Zahl für Deutschland so niedrig wie möglich zu halten. Diesen Erfolg sollte sie nicht schmälern, indem sie Zeit verliert.

    Mehr: Staatlich garantierte Anleihen könnten Firmen dringend benötigte Liquidität verschaffen, sagt Matthias Schell von der LBBW.

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