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Friedensnobelpreis Eine politische Nobel-Wahl

Mit der Wahl der iranischen Juristin Shirin Ebadi zur diesjährigen Friedensnobelpreisträgerin hat das norwegische Nobelkommitee erneut eine politische Entscheidung getroffen. Das Kommitee zeichnet mit Ebadi eine Person aus, die in ihrem eigenen Land in Ungnade gefallen ist.

Mit der Wahl der iranischen Juristin Shirin Ebadi zur diesjährigen Friedensnobelpreisträgerin hat das norwegische Nobelkommitee erneut eine politische Entscheidung getroffen. Das Nobelkommitee zeichnet mit Ebadi eine Person aus, die in ihrem eigenen Land in Ungnade gefallen ist. Als erste Richterin im Iran war sie ein Vorbild. Sie trat für die Rechte von Kindern und Frauen ein, musste dann aber nach der islamischen Revolution 1979 ihr Amt niederlegen.

Ebadi, erst die elfte Frau in der über 100-jährigen Friedensnobelpreisgeschichte, hat immer betont, dass es zwischen dem Islan und der Wahrung der Menschenrechte keinen Widerspruch gäbe. Die Juroren in Oslo haben das genauso gesehen. Eine politische Entscheidung, die den Reformkräften im Iran Auftrieb geben dürfte, die aber auch in Zeiten, in der der Iran zur "Achse des Bösen" gezählt wird, daran erinnert, dass eine echte Demokratisierung nicht mit Waffengewalt erreicht werden kann.

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