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Für Jubel noch zu früh

Ein denkwürdiges Urteil hat der Bundesgerichtshof heute gefällt, im Fall Infomatec können geprellte Anleger erstmals bei Firmenvorständen Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen. Doch richtiger Jubel will nicht aufkommen.
  • Frank Drost

Bislang haben Zivilgerichte fast sämtliche Klagen geschädigter Investoren abgelehnt. Doch betrogene Anleger sollten sich nicht zu früh freuen. Für Aktionärsschützer kann nach dem Urteil des BGH nicht von einer Musterklage gesprochen werden. Schließlich müsse ein enger ursächlicher und zeitlicher Zusammenhang zwischen dem betrügerischen Verhalten und dem Aktienkauf vorliegen. Die Falschinformation an sich rechtfertigt also noch keine Schadensersatzklage.

Das könnte sich jedoch bald ändern. Schließlich bereitet die Bundesregierung gerade einen Entwurf vor, der den Anlegerschutz stärken wird. Manager und Aufsichtsräte von börsennotierten Unternehmen sollen künftig bei vorsätzlich oder grob fahrlässig falschen Angaben über die Situation des Unternehmens gegenüber Aktionären generell schadensersatzpflichtig werden.

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