Gastkommentar Amerika und der Iran befinden sich in einer gefährlichen Spirale der Eskalation
Der Autor ist USA-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und Autor des Buches „Trumps Amerika – Auf Kosten der Freiheit“.
Zwar scheint die Lage in Nahost wieder etwas entspannter zu sein – nach Irans vergleichsweise harmloser Vergeltungsattacke nach dem tödlichen US-Luftangriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani. Doch der Iran und die USA steuern weiterhin auf Konfrontationskurs.
Die Konfliktlage ist nicht etwa zufälligen Ereignissen oder erratischen Entscheidungen geschuldet. Dieser sich verschärfende Krieg ist die Konsequenz strategischer Handlungen: einerseits Trumps einseitiger Aufkündigung des Nukleardeals und Amerikas Strategie des „maximalen Drucks“ auf das Regime in Teheran. Die fatale Entwicklung ist aber andererseits auch der Fehlkalkulation iranischer Führer geschuldet.
In seiner Fehlwahrnehmung US-amerikanischer Schwäche leitete das Regime in Teheran einen tief greifenden Wandel in seiner Regionalstrategie ein. Indem es umfassende militärische Fähigkeiten in der Region, allen voran im Irak, in Syrien und im Libanon, aufbaute, bereitete es sich für einen möglichen größeren Konflikt mit Israel vor, warnte bereits im Oktober 2019 der Sicherheitsexperte Yossef Bodansky.
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