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Gesundheitsreform Nach der Reform ist vor der Reform

Glaubt man den Beteuerungen der Spitzenpolitiker der Koalition, so gibt es bei der am Freitag im Bundesrat verabschiedeten Gesundheitsreform nur Gewinner: Die CSU brüstet sich, die Private Krankenversicherung vor der Gleichschaltung mit den gesetzlichen Kassen bewahrt zu haben. Die SPD glaubt, mit der allgemeinen Versicherungspflicht den Einstieg in die Bürgerversicherung geschafft zu haben.

Die Bürger beeindruckt das nicht. Sie wissen, dass ihnen die Reform vor allem höhere Beiträge bringt. Zwar können sie künftig zwischen verschiedenen Tarifen wählen, zum Beispiel ihren Beitrag durch eine Selbstbeteiligung ein wenig drücken. Doch das gleicht der Wahl zwischen Pest und Cholera, so lange die Effizienzreserven im System nicht gehoben werden und die Kosten und damit die Beiträge in allen Tarifen weiter steigen.

Nach der Reform ist daher vor der Reform. Schon Mitte 2008 wird die Koalition tätig werden müssen, um zu verhindern, dass 2009 der Gesundheitsfonds mit einem Horrorbeitragssatz von 15,5 Prozent oder mehr startet.

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