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Ihr Kommentar im HandelsblattÖlembargo und Ölpreisdeckel: Können die Maßnahmen Russland tatsächlich schaden?

Seit Montag sind das Ölembargo und der Ölpreisdeckel in Kraft. Uns interessiert, für wie sinnvoll Handelsblatt-Leser die Maßnahmen halten. Schreiben Sie uns einen Kommentar! 07.12.2022 - 10:34 Uhr Artikel anhören

Das EU-Embargo auf russisches Erdöl ist seit Montag in Kraft.

Foto: dpa

Das Ölembargo der Europäischen Union (EU) gilt seit Montag. Über den Seeweg darf ab sofort kein russisches Erdöl in die EU gelangen. Bis Jahresende will Deutschland zudem auf Öllieferungen über die russische Pipeline Druschba verzichten. Ab dem 5. Februar gilt dann EU-weit auch ein Importstopp für verarbeitete Produkte wie Diesel oder Kerosin aus Russland. Zusätzlich haben die EU und die G7-Staaten einen Ölpreisdeckel beschlossen.

Ziel ist es, Russland durch diese Maßnahmen die Finanzierung des Ukrainekriegs zu erschweren. Immerhin ist der Verkauf von Öl für Russland eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Doch ist das tatsächlich möglich und sind die Maßnahmen sinnvoll? Ist es gut, dass die EU neue Wege ausprobiert, um Russland etwas entgegenzusetzen? Oder schadet sie sich damit nur selbst? Kommt es mitten in einer Gas- und Stromkrise auch noch zu Öl-Engpässen und in der Folge zu höheren Preisen?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung in fünf Sätzen an forum@handelsblatt.com. Ausgewählte Beiträge veröffentlichen wir mit Namensnennung am Donnerstag gedruckt und online.

Russland verschifft sein Öl nicht nur in die EU, sondern weltweit. Es könnten sich daher womöglich schnell alternative Abnehmer finden. Und tatsächlich ist auch gewollt, dass Russland weiter Öl an Drittstaaten verkauft. Denn sonst, so die Befürchtung, könnten die Weltmarktpreise für Öl durch die verstärkte Nachfrage nach nichtrussischem Öl in die Höhe getrieben werden – und damit auch die russischen Umsätze.

Allerdings soll der Verkauf eben zu einem vom Westen diktierten Preis erfolgen, so zumindest die Idee des Ölpreisdeckels. Der Westen will dafür seinen Einfluss auf den Ölmarkt nutzen. Denn viele Öltanker fahren unter europäischer Flagge und viele Versicherungen aus der Branche sind in Großbritannien ansässig.

Nun dürfen beispielsweise Schifffahrtsunternehmen in der EU nur noch russisches Öl befördern, wenn es zu einem Preis von maximal 60 US-Dollar pro Barrel verkauft wird. Das Gleiche gilt für Versicherer, Rückversicherer oder andere Finanzierungen des Ölgeschäfts.

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Doch auch dies kann theoretisch umgangen werden, indem Schiffe umgeflaggt werden oder beispielsweise asiatische Versicherungen in den Markt einsteigen. Zudem hat Russland angekündigt, an kein Land mehr zu liefern, das sich an die Obergrenze hält.

cf
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