In eigener Sache Gehört wird, was sich gehört

Demokratie und Meinungsfreiheit brauchen Offenheit und Toleranz. Handelsblatt Online stellt um: Kommentare von registrierten Leserinnen und Lesern sind willkommen.
16 Kommentare
Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.
Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

In der Schule steht der Lehrer nicht mehr vorne und hält Monologe, sondern er steht mittendrin und leitet das Gespräch. Überall werden wir nach unserer Meinung gefragt. Selbst jenes Hotel, in dem ich neulich zum ersten Mal übernachtete, wollte eine Woche später per Mail von mir wissen, ob ich gut geträumt hatte. Wir leben in einer interaktiven Welt, das Internet hat diese Entwicklung beschleunigt - es hat sie aber auch ad absurdum geführt. Viele Kommentatoren glauben: Gehört wird nur, was sich nicht gehört. Der eine verunglimpft den anderen, die Gürtellinie ist nach unten gerutscht.

Diese Entwicklung wollen wir aufhalten. Wir bei Handelsblatt Online wollen, dass das Internet eine seiner wichtigsten Errungenschaften - nämlich die Möglichkeit mit der Welt ins Gespräch zu kommen - behält und ausbaut. Wir wollen den Austausch auf Augenhöhe, das bestechende Argument und auch die gekonnte Polemik. Aber: Wir sagen, wer wir sind und unsere Leser künftig auch. Das anonyme Zitieren wollen wir beenden. Alle Leserinnen und Lesern sind uns als Kommentatoren willkommen, die sich mit ihrem Namen für die Diskussionsforen auf Handelsblatt Online anmelden. Demokratie und Meinungsfreiheit brauchen Offenheit und Toleranz. Wir glauben, dass Ihre Meinung so an Gewicht gewinnt.

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16 Kommentare zu "In eigener Sache: Gehört wird, was sich gehört"

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  • Es gibt deutliche Unterschiede zwischen im Gespräch geäußerter Meinung in verschiedenen Kreisen und vielen Kommentaren bei Handelsblatt Online unter meinem Klarnamen: Hier im Netz geht kein abgesendetes Wort je verloren. Es ist gespeichert. Es ist sehr einfach, aus einer Vielzahl Kommentare einer Person ein umfassendes Profil zu erstellen. Und das kann jeder. Selbst ein Nickname wäre kein Schutz: Textvergleiche über typische Satzkonstruktionen, Worte und Muster sind kein Hexenwerk. Wenn nicht, kommt der Klarname spätestens bei der nächsten Datenpanne heraus. Ich möchte nicht, dass jeder jetzt oder in 10 Jahren weiß, was ich zu einem Thema gedacht habe.

  • Wird genauso ein Rohrkrepierer wie der Klarnamenzwang bei Facebook, wo es die abenteuerlichsten "Klarnamen" gibt.
    Vielleicht kommt dann demnächst auch noch der Denunziations-Aufruf gegen unrichtige Klarnamen mit der Drohung, den Account zu löschen. Spätestens dann hat das HB einen Leser weniger (Facebook ist bei mir auch schon lange gelöscht).
    Im Übrigen habe ich aber auch mit meinem Klarnamen Helmut Metz kein Problem damit, Oliver Stock als einen hundsmiserablen Wirtschaftsjournalisten zu bezeichnen, und das insbesondere wegen dieser „Meisterleistung“:
    http://www.handelsblatt.com/video/handelsblatt-in-99-sekunden/die-ungesunde-liebe-zum-gold/9297052.html?fb_action_ids=10202961836750080
    Obwohl ich denke, dass da Hopfen und Malz verloren ist, empfehle ich ihm eine ausführliche Beschäftigung mit den Videos von Mike Maloney.

  • Es geht doch nichts über das bekannte Jesus- Wort: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Alles andere ist nicht von dieser Welt!

  • @KlausMatern

    An Ihrer Antwort kann ich lesen, dass Sie das Problem nicht im entferntesten erkannt haben.

    Das Problem der undifferenzierten Wortmeldung, bekommt das Handesblatt mit der Massnahme auch nicht in den Griff.

    Wer hat bei Ihrer Anmeldung eigentlich geprüft das Sie tatsächlich Klaus Matern sind, oder überhaupt so heissen???

    Sehen Sie, damit geht das schon los.

    Solange ein Forenbetreiber das nicht prüft, kann sich hier jeder mit einer erfundenen Identität anmelden.

  • Da haben Sie aber Glück gehabt, wenn Sie bisher noch keine negativen Reaktionen auf Ihre regionalen Leserbriefe erhalten haben. Vielleicht haben Sie noch nicht die "richtigen" Leute kritisiert und den Finger in deren Wunde gelegt.

    Kommentarecken sind kein Flirtportal, wie Sie richtig schreiben, und dazu gehört auch der Klarname. Wenn der aber in regionalen Medien auftaucht, sind den Pöbeleien Tür und Tor geöffnet. Das sollten Sie eigentlich in den Onlineportalen gelernt haben.

  • Liebe HB Redaktion,

    eine gute Entscheiung und längst überfällig! Das Ausmaß an persönlichen Beschimpfungen, Diffamierungen, Beleidigungen sowie Verschwörungstheoretikern hatte in letzter Zeit ein unerträgliches Maß angenommen und war dieser Zeitung einfach unwürdig. Auch wenn man sicherlich nicht alle "Qualitätskommentatoren" abschrecken wird, so ist doch ein Schritt in die richtige Richtung.

    Danke sagt
    Martin Zühlke

  • Wer glaubt, die Qualität von Kommentaren verläuft proportional zu Klarnamen, vermag vielleicht auch daran zu glauben, dass Hamburger Gesundheitsnahrung sind.

    Aber auch egal - ich kann auch ohne meine Meinungsäusserung leben. Schlimmer noch: Ich kann gar gut ohne Zeitungen leben, offline und online - die Frage ist nur, ob das umgekehrt auch gilt. (Stichwort: FTD)

    Merke: Der Wurm sollte dem Fisch schmecken - nicht dem Angler. Wenn der Angler HB sich jetzt einen Wurm an die Rute hängt, den es selbst gerne mag (weil schön schwarz, leuchtend und ordentlich) - dann muss es halt die frustierende Lernkurve durchleben, die passiert, wenn man aus Fischsicht ungeniessbares Zeugs ins Wasser hängt... Ciao.

  • Ich finde das gut.Ich habe schon lange das Gefühl das ich der einzige bin der sich immer mit vollem Namen meldet.
    Ich schreibe öfters kritische Leserbriefe in einer regionalen Zeitung und habe noch nie Probleme bekommen.
    Grosse Klappe haben, uns sich hinter einem Pseudonym verbergen kann jeder.Daurch ist doch der Meinungsmanipulatoin Tür und Tor geöffnet. Ich stehe zu meiner Meinung. Das ist doch hier kein Flirtportal

  • Dann wollen wir mal die neue HB-Kultur von Offenheit und Tolernz des Handelblatt leben...
    MfG
    Marc Hofmann

  • Wer knackige Leserbriefe schreibt, muss "bösartige Nackenschläge als revanchistische Reaktion" (Herr Wolfgang Wüst)hinnehmen. Das kann hin bis zum Rufmord gehen. Und wer meint, wir hätten die vom Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit in der Praxis, hat die Rechnung ohne die Rachsüchtigkeit mancher Zeitgenossen gemacht. Das können die Redakteure dieser Zeitung sicherlich bestätigen, wenn sie in ihren Artikeln prominenten Leuten auf die Füße treten. Es ist leider so: die hehren Ansprüche und Ziele unseres Grundgesetzes zerbröseln sehr schnell, wenn sie der rauen Luft der Wirklichkeit ausgesetzt werden.

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