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Karstadt-Quelle Kommentar: Blamage für Achenbach

Wie überfordert Christoph Achenbach im Spitzenamt des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns wirklich war, offenbart sich in vollem Maße erst beim Gerangel um seinen Abgang. Der einstige Vertraute des Großaktionärs Schickedanz scheiterte nicht nur daran, die Umsatzeinbrüche des Essener Handelshauses zu stoppen. Auch in eigener Sache offenbarte er Dilettantismus: Als ihn der Aufsichtsrat vor zehn Monaten vom Versand-Vorstand zum Vorstandsvorsitzenden beförderte, brachte es Achenbach nicht einmal fertig, mit dem Kontrollgremium einen neuen Anstellungsvertrag auszuhandeln. Blauäugig vertraute er auf das Versprechen der Anteilseigner, ihm rechtzeitig die Weiterbeschäftigung zu sichern - während sein bestehender Vorstandsvertrag dem Ende entgegen eilte.

Diese Unbekümmertheit wird dem 46-Jährigen nun zum Verhängnis. Angesichts der mageren Sanierungsleistung will sich an das Versprechen nun niemand mehr erinnern. Zum Schaden, so viel ist sicher, wird für ihn der Spott der Branchenkollegen hinzu kommen.

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