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Kommentar Abschottung? Nein danke!

Trotz nationaler Alleingänge vieler Staaten setzen Unternehmen voll auf Globalisierung. Das zeigt: Protektionismus hat auf lange Sicht keine Chance.
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Trotz Trumps Abschottungspolitik investieren US-Unternehmen vermehrt in deutsche Unternehmen. Quelle: imago/Christian Ohde
Protektionismus

Trotz Trumps Abschottungspolitik investieren US-Unternehmen vermehrt in deutsche Unternehmen.

(Foto: imago/Christian Ohde)

Die täglichen Tweets von US-Präsident Donald Trump und seine Ideen zu „America first“ mögen den Eindruck erwecken, dass sich die USA abschotten – und damit sogar den Mainstream vorgeben. Denn auch in europäischen Ländern wächst die Vorliebe für nationale Alleingänge, wie Spanien, Italien, Österreich oder die Türkei auf unterschiedliche Weise zeigen.

Dieser Trend allerdings gilt nicht für Firmen. So investieren immer mehr amerikanische Unternehmen in Europa, genau wie europäische Unternehmen in anderen europäischen Ländern. Sie errichten neue Standorte oder bauen bestehende aus, um ihren Kunden nah zu sein.

Selbst Staaten wie Russland und die Türkei, also Länder, die stärker als andere durch antidemokratische Entwicklungen auffallen, erfreuen sich einer kräftig wachsenden Investitionsbereitschaft ausländischer Unternehmen, wie die alljährliche Studie des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young (EY) belegt. Von Zurückhaltung in Russland keine Spur, trotz westlicher Sanktionen. Dasselbe gilt für die Türkei, die Präsident Erdogan immer stärker vom westlichen Verständnis von Rechtsstaatlichkeit entfernt.

Ausgerechnet diese beiden Länder vermerkten 2017 prozentual zweistellige und damit überdurchschnittliche Zuwächse bei Investitionsprojekten ausländischer Firmen. Dabei veranstalten diese keineswegs ideelle Gipfeltreffen, um die Globalisierung zu propagieren. Auch fassten sie keine Beschlüsse nach dem Motto: Jetzt erst recht!

Nein, die Unternehmen fällen ihre Entscheidungen für einen Auslandsstandort autark und allein aus wirtschaftlichem Interesse, um ihre Umsätze, Gewinne und Margen zu mehren – und um die Aktienkurse und Dividenden im Sinne ihrer Aktionäre zu erhöhen. Immer neue Rekorde bei den Auslandsinvestitionen in fast allen Ländern zeigen: Die Globalisierung ist unumkehrbar. Dazu gehört, dass Unternehmen in immer mehr Ländern präsent sein wollen. Daran ändern auch politische Irrfahrten nichts.

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