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Kommentar Airbag für die IAA: München soll die Automesse vor dem Totalschaden schützen

Die bayerische Landeshauptstadt wird die nächste Automesse abhalten. Die neue Mobilitätshauptstadt wird aber Berlin.
03.03.2020 - 20:44 Uhr Kommentieren
Dass München die Heimat von BMW ist, nehmen Daimler und Volkswagen in Kauf, zu groß scheinen die Vorteile. Quelle: dpa
IAA in Frankfurt (Archivbild)

Dass München die Heimat von BMW ist, nehmen Daimler und Volkswagen in Kauf, zu groß scheinen die Vorteile.

(Foto: dpa)

Nun ist die Entscheidung gefallen: Die nächste IAA, die immer noch wichtigste Automesse der Welt, wird 2021 in München stattfinden. Monatelang hatte der Branchenverband VDA nach einem geeignetem Austragungsort gesucht. Während in München die Freude groß ist, gehen Hamburg und Berlin leer aus.

Frankfurt, für über 70 Jahre Gastgeber der IAA war bereits zuvor ausgeschieden. Zu groß war der Frust über die verpatzte IAA 2019 und das Verhalten von Oberbürgermeister Peter Feldmann. Der hatte sich mit den Demonstranten solidarisch erklärt, die der Autoindustrie mangelndes Klimaengagement vorwarfen.

Mit München hat sich die Autoindustrie auf die sicherste Lösung geeinigt. Die Stadt ist eine Art Airbag, die eine schwer angeschlagene IAA vor dem Totalschaden schützen muss. Denn nach dem Flop von Frankfurt darf sich die IAA keinen Misserfolg mehr leisten, sonst ist die Messe am Ende.

Dass München die Heimat von BMW ist, nehmen Daimler und Volkswagen in Kauf, zu groß scheinen die Vorteile. Die Stadt ist sicher, hat ein großzügiges Messegelände und einen funktionierenden Flughafen. Anders als in Berlin und Hamburg sind Bürger und Stadt nicht übertrieben autofeindlich – im Zweifel hat das SUV immer noch Vorfahrt.

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    München hat zudem mit kritischen Großveranstaltungen Erfahrung. Während Hamburg beim letzten G20-Gipfel die Autos brannten, hält man in München jedes Jahr eine Sicherheitstagung ab, die halbwegs friedlich über die Bühne geht. Stadt und Messe haben sich ohne Wenn und Aber für die IAA ins Zeug gelegt. Für Hamburg und vor allem Berlin galt das nur bedingt. Wer eine IAA haben will, der muss auch zur Autoindustrie stehen.

    Mit München macht die Autoindustrie nichts falsch. Eine IAA in Berlin wäre aber die mutigere Entscheidung gewesen. Berlin ist mittlerweile das interessantere Pflaster für die Branche. Die Hauptstadt ist in den vergangenen Jahren zu einem Magnet der Autoindustrie geworden.

    In keiner anderen deutschen Stadt fließt mehr Wagniskapital, arbeiten mehr Start-ups an der Vernetzung von Menschen und Mobilität. Mag der rot-rot-grüne Senat bisweilen auch eigenwillige Vorstellungen von Verkehrsplanung verfolgen – die Stadt ist ein internationaler Hotspot, der vor einem weiteren Schub steht.

    Tesla, der zur Zeit am schnellsten wachsende Autokonzern der Welt, baut vor den Toren von Berlin eine Fabrik und plant ein Entwicklungszentrum im Herzen der Stadt. Anders als in München ist die Autoindustrie hier nicht mehr unter sich – sondern mitten im Wettbewerb der Ideen.

    Mehr: Der Automarkt in China ist kollabiert. An ihren Prognosen halten Daimler und BMW aber fest. Sie sehen Licht am Ende des Tunnels. Experten sind skeptisch.

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